bis 30 %

Ersparnis vs. Tagstrom

Durchschnittliche Preisdifferenz zwischen HT und NT

22:00–06:00

Niedertarifzeiten

Standard-NT-Zeiten der meisten Anbieter

1.300 kWh

Mindestverbrauch (Nacht)

Ab diesem Nachtverbrauch lohnt sich ein zweiter Zähler

Nachtstrom: Was ist das?

Kraftwerke produzieren rund um die Uhr Strom. Der Stromverbrauch ist nachts jedoch deutlich geringer und nicht alle Kraftwerke können ihre Produktion schnell drosseln. Um einen Energieverlust zu vermeiden, bieten viele Stromlieferanten günstigere Tarife für die Nachtstunden an — die sogenannten Niedertarifzeiten (NT).

Im Durchschnitt ist Nachtstrom in Österreich bis zu 30 % günstiger als der klassische Tagstrom (Hochtarif). Österreich profitiert dabei besonders vom hohen Anteil an Wasserkraftwerken (über 60 % des Strommixes), deren nächtliche Überproduktion günstig an Verbraucher weitergegeben wird.

Hochtarif (HT) und Niedertarif (NT) im Tagesverlauf

Niedertarif NT
Hochtarif HT — teurer
NT
00:00 06:00 22:00 24:00
Niedertarif (NT) — 22:00 bis 06:00 Uhr — günstiger Hochtarif (HT) — 06:00 bis 22:00 Uhr — Normalpreis

Standard-Zeiten. Die genauen HT/NT-Zeiten können je nach Anbieter und Netzgebiet leicht abweichen.

Für wen lohnt sich ein Nachtstromtarif?

Nachtstrom lohnt sich für Haushalte, die einen signifikanten Teil ihres Stromverbrauchs in die Nachtstunden verlagern können. Voraussetzung ist ein Zweitarif-Zähler oder Smart Meter. Liegt Ihr nächtlicher Verbrauch unter 1.300 kWh pro Jahr, übersteigen die Zusatzkosten des Doppelzählers in der Regel die Ersparnis.

Nachtspeicherheizung

Eine Nachtspeicherheizung lädt sich nachts mit günstigem Strom auf und gibt die Wärme tagsüber ab. Hier ist der Nachtstromanteil am Gesamtverbrauch besonders hoch.

Warmwasserspeicher (Boiler)

Ein Boiler kann bis zu 200 Liter Wasser nachts aufheizen und tagsüber abgeben. An einem eigenen Stromkreis angeschlossen, beträgt die Kostenersparnis bis zu 50 %.

Wärmepumpe

Viele Wärmepumpen können nachts den Pufferspeicher laden. In Kombination mit einem Nachtstromtarif sinken die ohnehin niedrigen Betriebskosten weiter.

E-Auto-Laden

Elektroautos werden typischerweise über Nacht geladen. Bei 3.000 bis 5.000 kWh Jahresverbrauch für das Laden macht der Nachtstromtarif einen spürbaren Unterschied.

Photovoltaik-Besitzer

PV-Anlagen-Besitzer erzeugen tagsüber eigenen Strom und können ihren verbleibenden Netzbedarf gezielt in die günstigeren Nachtstunden verlagern.

Zeitschaltuhren & Smart Home

Moderne Geräte (Waschmaschine, Geschirrspüler, Trockner) können per Zeitschaltuhr oder Smart-Home-Steuerung automatisch in der Nacht starten.

Zweitarifzähler und Smart Meter

Um den Tag- und Nachtstrom getrennt messen und abrechnen zu können, benötigen Sie einen speziellen Zähler. Es gibt zwei Varianten:

Zweitarif-Zähler

Zwei Zählwerke: Hochtarif (Tag) und Niedertarif (Nacht). Klassische Voraussetzung für Nachtstromtarife. Stellt nur einen Zählpunkt dar — keine doppelte Ökostrompauschale.

Umrüstung beim Netzbetreiber beantragen

Smart Meter

Stundengenau Abrechnung, automatische Datenübermittlung an den Netzbetreiber. Ideal für dynamische Tarife wie aWATTar HOURLY, die noch mehr Einsparpotenzial bieten.

Maximales Einsparpotenzial

Smart Meter in Österreich: Seit 2026 verfügen die meisten österreichischen Haushalte über einen Smart Meter. Sollten Sie noch keinen haben, können Sie die Installation bei Ihrem Netzbetreiber beantragen. Die Kosten trägt in der Regel der Netzbetreiber.

Nachtstromtarife alternativer Anbieter

Mehrere alternative Stromanbieter in Österreich bieten spezielle Nachtstromtarife oder dynamische Tarife an, die besonders in den Nachtstunden günstig sind.

Verfügbarkeit und Konditionen können sich ändern. Stand: April 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.

Tipp: Dynamische Tarife wie aWATTar HOURLY berechnen den Strompreis stundengenau nach dem Börsenstrompreis. Wer einen Smart Meter hat und seinen Verbrauch in die günstigsten Stunden verlagert, kann oft noch mehr sparen als mit einem klassischen HT/NT-Tarif.

Nachtstromtarife regionaler Anbieter

Auch die regionalen Grundversorger bieten Nachtstromtarife an. Die Verfügbarkeit richtet sich nach Ihrem Netzgebiet.

Nachtstromtarife regionaler Anbieter in Österreich
Anbieter Netzgebiet Tarif
Wien Energie Wien, NÖ, Bgld NachtStrom
EVN Niederösterreich Optima-Eco-Programm
Energie AG Oberösterreich Smart-Time day & night
Salzburg AG Salzburg Stromwärme OK Nacht
TIWAG Tirol Fairplus Nacht
Energie Burgenland Burgenland Optima Plus
Energie Steiermark Steiermark Vario, Vario Eco & Kombi
Kelag österreichweit Kelag-ÖKO-Nachtstrom
VKW österreichweit VKW Privat 24
Energie Graz Stadtgebiet Graz Vario & Heizung
Linz AG Stadtgebiet Linz Smart-Time Day & Night

Verfügbarkeit und Konditionen können sich ändern. Stand: April 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.

Vor- und Nachteile des Nachtstroms

Nachtstrom bietet bei ausreichend hohem Nachtverbrauch echtes Sparpotenzial — bringt aber auch Einschränkungen mit sich.

Vorteile

  • Bis zu 30 % günstiger als der Tagstrompreis
  • Ideal für Nachtspeicherheizungen, Warmwasserspeicher, Wärmepumpen und E-Autos
  • PV-Besitzer können den Restbedarf günstig in der Nacht decken
  • Moderne Smart-Home-Geräte können automatisch in der Nacht betrieben werden
  • In Kombination mit Smart Meter und dynamischen Tarifen noch mehr Sparpotenzial

Nachteile

  • Zweitarif-Zähler oder Smart Meter ist Voraussetzung
  • Lohnt sich erst ab ca. 1.300 kWh Nachtverbrauch pro Jahr
  • Höhere Netzentgelte durch zusätzlichen Zähler (bei separatem Zählpunkt)
  • Preisunterschied zwischen HT und NT ist in den letzten Jahren geringer geworden
  • Nicht alle Stromanbieter bieten passende Zweitarif-Verträge an

Nachtstrom und Smart Meter: Die Zukunft der Nachttarife

Der klassische Nachtstromtarif mit festen HT/NT-Zeiten wird zunehmend durch dynamische Stromtarife ergänzt. Voraussetzung dafür ist ein Smart Meter, der den Verbrauch stundengenau erfasst und automatisch an den Netzbetreiber übermittelt.

In Österreich ist der Smart-Meter-Rollout weit fortgeschritten. Die intelligenten Zähler ermöglichen nicht nur die klassische HT/NT-Abrechnung, sondern auch vollständig stundenbasierte Tarife, bei denen der Strompreis direkt an den Börsenstrompreis gekoppelt ist.

Klassischer Nachtstrom vs. Dynamischer Tarif
Klassischer HT/NT Dynamisch (z. B. aWATTar)
Preismodell 2 feste Preise (HT + NT) Stündlich wechselnd (Börse)
Sparpotenzial nachts 20–30 % bis 50 %+
Planbarkeit Hoch Variabel
Zähler Zweitarif-Zähler Smart Meter
Ideal für Nachtspeicherheizung, konstanter Nachtverbrauch E-Auto, Wärmepumpe, flexibler Verbrauch
Fazit: Wer seinen Verbrauch flexibel steuern kann (E-Auto, Wärmepumpe mit Pufferspeicher), profitiert stärker von dynamischen Tarifen. Wer einen gleichmäßig hohen Nachtverbrauch hat (Nachtspeicherheizung), fährt mit einem festen HT/NT-Tarif planbarer und sicherer.

Häufige Fragen zu Nachtstrom in Österreich

Nachtstrom ist Strom, der in den Niedertarifzeiten (in der Regel zwischen 22:00 und 06:00 Uhr) zu einem günstigeren kWh-Preis bezogen wird. Möglich ist das, weil Kraftwerke rund um die Uhr produzieren, der Verbrauch nachts aber deutlich sinkt. Vor allem in Österreich sorgt die hohe Wasserkraftproduktion für eine nächtliche Überproduktion, die günstig weitergegeben werden kann.

Ein Nachtstromtarif lohnt sich, wenn Ihr nächtlicher Stromverbrauch mindestens bei 1.300 kWh pro Jahr liegt. Typische Anwendungsfälle sind Nachtspeicherheizungen, Warmwasserspeicher, Wärmepumpen und E-Auto-Laden. Liegt der Nachtverbrauch darunter, übersteigen die zusätzlichen Kosten für den Doppeltarifzähler die Ersparnis.

Ja. Sie benötigen einen Zweitarif-Zähler (auch Doppeltarifzähler), der getrennt Hochtarif (Tag) und Niedertarif (Nacht) erfasst. Alternativ kann ein Smart Meter stundengenau abrechnen und bietet noch mehr Einsparpotenzial — insbesondere in Kombination mit dynamischen Stromtarifen wie aWATTar HOURLY.

Sowohl alternative Anbieter (z. B. aWATTar, oekostrom AG, Voltino) als auch regionale Grundversorger (z. B. Wien Energie, TIWAG, Salzburg AG, Energie AG) bieten Nachtstromtarife an. Die Verfügbarkeit hängt vom Netzgebiet und dem vorhandenen Zählertyp ab. Ein Vergleich lohnt sich — unter 0720 1152 42 beraten wir Sie kostenlos.

Die Ersparnis hängt vom Anteil des Nachtverbrauchs und dem Preisunterschied zwischen HT und NT ab. Im Durchschnitt ist Nachtstrom 20 bis 30 % günstiger als Tagstrom. Bei einem Nachtverbrauch von 3.500 kWh und einer Differenz von 8 ct/kWh ergibt das eine jährliche Ersparnis von rund 280 Euro.

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