8,700

OeMAG-Einspeisetarif

Dezember 2024

11

Höchster Anbietertarif

KELAG (0–500 kWh, exkl. USt.)

500

OeMAG-Grenze

Anlagen unter 500 kW(p) vergütet

Einspeisetarife für PV-Anlagen: Vergütung der OeMAG & Stromversorger

Wenn Sie einen Anschluss haben, mit dem Sie Energie in das Netz einspeisen können, wird Ihnen jede Kilowattstunde vergütet. Die bundesstaatliche Abwicklungsstelle für Ökostrom (OeMAG) ist gesetzlich dazu verpflichtet, jede PV-Anlage kleiner 500 kW(p) zu vergüten.

Der Abnahmepreis wird seit Januar 2024 monatlich und im Nachhinein bestimmt, wofür eine Obergrenze des Quartalsmarktpreises der E-Control und eine Untergrenze von 60 % dieses Preises gilt. Im Dezember 2024 betrug der OeMAG-Einspeisetarif 8,700 Cent pro Kilowattstunde.

USt-Befreiung für PV-Anlagen seit 2024

Photovoltaikanlagen mit einer Leistung bis 35 kWp sind seit dem 1. Januar 2024 von der Umsatzsteuer befreit (0 % statt 20 %). Das gilt auch für Speicher als Nebenleistung. Die Einspeisevergütungen der Anbieter werden meist exkl. USt. angegeben - dank der Befreiung entfällt die Steuer auf der Einkaufsseite komplett.

Sie können sich aber auch für einen Einspeisetarif eines Stromanbieters entscheiden. Die Höhe der Vergütung, wie auch die Vertragsbedingungen können sich unterscheiden, weshalb Sie sich vor der Entscheidung gut über die verfügbaren Angebote informieren sollten.

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Wie entscheide ich mich für den richtigen Einspeisetarif?

Die meisten Anbieter setzen voraus, dass Sie Strom vom entsprechenden Anbieter beziehen müssen, um von einem Einspeisetarif profitieren zu können. Wichtig ist deshalb vor allem das Verhältnis zwischen Einspeisetarif pro Kilowattstunde und Abnahmevertrag:

  • Verschiedene Anbieter bieten gleich viel für jede eingespeiste Kilowattstunde Sonnenstrom, wie für jede bezogene Kilowattstunde.
  • Bei anderen kostet der Bezug von Strom mehr als die Einspeisevergütung.
  • Eine hohe Einspeisevergütung kann auch bedeuten, dass Sie mehr für den Bezug von Strom zahlen.

Hier die richtige Balance zu finden, hängt unter anderem davon ab, wie viel Strom Sie erzeugen und verbrauchen. Generell ist ein Tarif zu bevorzugen, der Ihnen gleich viel pro Kilowattstunde bezahlt, wie Sie beim Verbrauch bezahlen. Gerade bei leistungsstarken Anlagen und geringem Verbrauch profitieren Sie davon.

Weitere Kriterien bei der Entscheidung

  • 1 Kündigungsfrist - Wie lange ist die Kündigungsfrist? Gibt es eine Mindestvertragsdauer?
  • 2 Einspeisegrenze - Gibt es eine Grenze für den Strom, den Sie einspeisen können?
  • 3 Grundpauschale - Fällt eine monatliche Grundgebühr an? Wie hoch ist diese?
  • 4 Ausgleichskosten - Werden Kosten erhoben, wenn die prognostizierte Einspeisung von der tatsächlichen abweicht?

Einspeisetarif-Rechner

1 kWp 30 kWp
10 % 95 %

Produktion

Einspeisung

Berechnete Einspeisevergütung nach Anbieter
Anbieter Jahresertrag
KELAG (gest.)
VERBUND
Energie Graz
Wien Energie
OeMAG

1.000 kWh/kWp/Jahr, exkl. USt.

Einspeisetarife für PV-Anlagen im Vergleich

In der folgenden Tabelle finden Sie verschiedene Anbieter in Österreich und deren Einspeisevergütung pro Kilowattstunde inklusive Abnahmebedingungen. Ein weitergehender Vergleich mit mehr Anbietern finden Sie beim Bundesverband Photovoltaik Austria.

Einspeisetarife für PV-Anlagen im Vergleich (Auswahl)
Anbieter Einspeisetarif Kontakt

KELAG

Beste Vergütung
11 Ct (0–500)
6 Ct (501–1k)
4 Ct (>1k kWh)
exkl. USt.
0720 1153 53
Details

Für alle KELAG-Stromkund/innen; garantierte Vergütung; keine Servicepauschale

VERBUND

10,782 Ct/kWh
exkl. USt.
0720 1155 53
Details

Stromliefervertrag erforderlich; bis 50 kWp; Servicepauschale: 0 €

Energie Graz

10 Ct/kWh
bis 50 kWp
0316 8057 1857
Details

Privat + gewerblich; Überschusseinspeisung; ohne Bindung; Grundpreis 1,20 €/Mt.

Wien Energie

9,015 Ct/kWh
exkl. USt., Okt. 2024
800 1020 30
Details

Privat bis 25 kWp; ÖSPI-Anpassung Apr./Okt.; keine Bindung; kein Grundpreis

OeMAG

Gesetzlich
8,700 Ct/kWh
Dez. 2024
oem-ag.at
Details

Pflicht für Anlagen <500 kW(p); monatl. Bestimmung; Quartalsmarktpreis als Ober-/Untergrenze

Energie Stmk.

6,64 Ct/kWh
exkl. USt.
0800 7353 28
Details

Privat; quartalsweise variabel; Kündigungsfrist 2 Mt.; jährl. Gutschrift

Bgld. Energie

4,64 Ct/kWh
ab 30 kW, Nov. 2024
05 7770 0
Details

Privat + gewerblich; monatl./quartalsw. Fix; keine Bindung; Smart Meter nötig

Salzburg AG

Unter OeMAG
3,892 Ct/kWh
Q1 2025
0800 660 660
Details

Ab 20 kWp; Neuanlagen ab 1.2.2022; OeMAG-Tarif empfohlen (Tarif liegt unter OeMAG-Wert)

Stand April 2025 - alle Angaben sind ohne Gewähr. Preise exkl. USt., sofern nicht anders angegeben.

Rechenbeispiel: 5 kWp-Anlage, 70 % Eigenverbrauch

Produktion 5.000 kWh/Jahr, davon 1.500 kWh eingespeist - wie viel bringt das je nach Tarif?

Rechenbeispiel Einspeisevergütung bei verschiedenen Tarifen
Tarif Ct/kWh Jahresertrag
VERBUND 10,782 ca. 162 €
Wien Energie 9,015 ca. 135 €
OeMAG 8,700 ca. 131 €
KELAG (gestaffelt) 11/6/4 ca. 105 €

KELAG gestaffelt: 500 × 11 + 500 × 6 + 500 × 4 = 105 €. Beträge exkl. USt.

Tipp: Eigenverbrauch bringt mehr als Einspeisung - jede selbst verbrauchte kWh spart 20–30 Ct/kWh. Ein Stromspeicher kann den Eigenverbrauch auf 80–90 % steigern.

OeMAG oder Anbieter-Einspeisetarif?

Ob die OeMAG oder ein privater Anbieter der bessere Weg für Sie ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab:

O OeMAG-Einspeisetarif

  • Kein Stromliefervertrag nötig
  • Gesetzliche Abnahmepflicht - kein Risiko
  • Keine Grundpauschale
  • Tarif schwankt monatlich
  • Tendenziell niedrigere Vergütung

Ideal für: Kleine Anlagen, hoher Eigenverbrauch, oder wenn Sie bereits einen günstigen Stromanbieter haben und nicht wechseln möchten.

A Anbieter-Einspeisetarif

  • Oft höhere Vergütung als OeMAG
  • Teilweise Fixvergütung (Planbarkeit)
  • Kombinierbar mit Bezugstarif des Anbieters
  • Stromliefervertrag meist Voraussetzung
  • Evtl. Grundpauschale oder Bindung

Ideal für: Größere Anlagen mit viel Überschuss, oder wenn Sie den Stromanbieter ohnehin wechseln und Bezugs- und Einspeisetarif aus einer Hand möchten.

Voraussetzungen, um überschüssigen Strom einzuspeisen

Damit Sie den überschüssigen Strom Ihrer PV-Anlage ins allgemeine Netz einspeisen können, sind einige technische und rechtliche Voraussetzungen zu erfüllen:

1

Netzstromversorgung (NEG)

Der NEG, umgangssprachlich auch häufig „Wechselrichter" genannt, wandelt den erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom um.

2

Einspeisezähler

Der Zähler misst die Menge an Strom, die in das öffentliche Netz eingespeist wird. Heutzutage werden dafür normalerweise Smart Meter verwendet.

3

Antrag auf Einspeisung / Netzanschluss

Alle Anlagen über einer Leistung von 5 kWp müssen einen solchen Antrag stellen. Die Genehmigung kann bis zu acht Wochen dauern, weshalb dieser Schritt frühzeitig in der Planungsphase berücksichtigt werden sollte.

4

Prüfung auf Netzverträglichkeit

Nach der Genehmigung zur Einspeisung wird vom Versorgungsunternehmen überprüft, ob der Hausanschluss auch für die tatsächliche Einspeisung des Stroms ins öffentliche Netz geeignet ist.

Wie plane ich den Bau und die Installation meiner PV-Anlage?

Christophs Tipp - Geschäftsführer Selectra Österreich

Wenn Sie noch in der Planungsphase sind, könnte es für Sie interessant sein, eine erste Kosteneinschätzung bei Otovo anzufragen. Otovo macht den Kauf und die Installation von Photovoltaikanlagen so einfach und kostengünstig wie möglich.

Eine Alternative ist auch Solavolta, das Tochterunternehmen von VERBUND, das verschiedene Pakete mit unterschiedlich inbegriffenen Leistungen anbietet (darunter z. B. einen Rundumservice).

Sich von einem spezialisierten Unternehmen beraten zu lassen, ist auf jeden Fall sinnvoll, um die Wirtschaftlichkeit Ihrer gewünschten Anlage zu prüfen und sicherzustellen, dass alle technischen Anforderungen gegeben sind und notwendige Bewilligungen sowie Netzzugangsvereinbarungen rechtzeitig eingeholt werden.

Abgesehen davon kann das Unternehmen auch den bürokratischen Aufwand für Sie übernehmen (z. B. Förderabwicklung) und sich um die Umsetzung der Anlage kümmern, sodass Sie sich entspannt zurücklehnen können und Ihr Netzbetreiber dann nur noch den Zähler anbringen und die Anlage in Betrieb nehmen muss.

Auch interessant: Komponenten und Funktionsweise einer Photovoltaikanlage

Häufige Fragen zu Einspeisetarifen

Der OeMAG-Einspeisetarif wird seit Januar 2024 monatlich im Nachhinein bestimmt. Im Dezember 2024 betrug er 8,700 Cent pro Kilowattstunde. Die Ober- und Untergrenze richtet sich nach dem Quartalsmarktpreis der E-Control (Obergrenze) bzw. 60 % davon (Untergrenze).

KELAG bietet mit bis zu 11 Cent pro kWh (für die ersten 500 kWh, exkl. USt.) den höchsten gestaffelten Tarif. VERBUND (10,782 Ct/kWh) und Energie Graz (10 Ct/kWh bis 50 kWp) folgen. Da die Bedingungen (Bindung, Grundpauschale, Anlagengröße) unterschiedlich sind, lohnt sich ein individueller Vergleich.

In den meisten Fällen ja - fast alle Anbieter setzen einen bestehenden Stromliefervertrag voraus, um die Einspeisevergütung zu gewähren. Die OeMAG ist die einzige Option, die keine solche Bindung voraussetzt.

Sie benötigen einen Wechselrichter (NEG), einen Einspeisezähler (meist Smart Meter), eine Genehmigung zur Einspeisung (Antrag beim Netzbetreiber, Pflicht ab 5 kWp) und eine bestandene Netzverträglichkeitsprüfung.

Der Antrag auf Einspeisung beim Netzbetreiber kann bis zu acht Wochen dauern. Es empfiehlt sich daher, diesen Schritt frühzeitig in der Planungsphase zu berücksichtigen.
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