19–25

Neukunden-Strompreis

Durchschnitt bei 3.500 kWh/Jahr

753

Preisunterschied

Zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter

52,9

Energiepreis-Anteil

Größter Posten auf der Stromrechnung

Aktuelle Strompreise der Anbieter in Österreich

In Österreich hat jedes Bundesland einen lokalen Standardanbieter (z. B. Wien Energie in Wien, Salzburg AG in Salzburg). Diese Anbieter sind oft nicht die günstigsten - alternative Stromanbieter bieten häufig deutlich niedrigere kWh-Preise an.

Die folgende Tabelle zeigt die jährlichen Gesamtkosten der 13 größten regionalen Stromanbieter bei einem Verbrauch von 3.500 kWh:

Strompreise der regionalen Anbieter in Österreich, April 2026
Anbieter Jahreskosten (€)
Tiwag Günstigster 924,05
VKW 927,30
IKB 1.043,92
Wien Energie 1.075,86
Linz Strom 1.131,16
Salzburg AG 1.234,03
Energie AG 1.247,25
EVN 1.251,85
Burgenland Energie 1.252,60
Kelag 1.283,74
Energie Graz 1.295,50
Energie Steiermark 1.437,44
Energie Klagenfurt Teuerster 1.676,84

Quelle: E-Control, Standardtarife bei 3.500 kWh Jahresverbrauch, April 2026. Preise inkl. aller Steuern, Abgaben und Netzentgelte.

kWh Preise vergleichen und Anbieter wechseln

Da der Energiepreis mehr als die Hälfte Ihrer Stromrechnung ausmacht, lohnt sich ein Anbieterwechsel besonders. Alternative Anbieter sind häufig deutlich günstiger als die regionalen Standardversorger.

So vergleichen Sie die Strompreise:

1

Jahresverbrauch ermitteln

Finden Sie Ihren Jahresverbrauch in kWh auf der letzten Stromrechnung oder berechnen Sie ihn selbst. Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht ca. 3.500 kWh pro Jahr.

2

Aktuellen Tarif prüfen

Notieren Sie Ihren aktuellen Arbeitspreis (ct/kWh) und Grundpreis (€/Monat). Diese finden Sie auf Ihrer Jahresabrechnung.

3

Angebote vergleichen

Nutzen Sie den Strompreisvergleich oder rufen Sie uns kostenlos an - wir finden den besten Tarif für Ihre Situation.

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Strompreisentwicklung und Prognose 2025/2026

Die Strompreisentwicklung in Österreich war in den letzten Jahren von starken Schwankungen geprägt. Hier die wichtigsten Meilensteine:

'21

2021 - Beginn der Energiekrise

Steigende Gaspreise auf den internationalen Märkten treiben die Strompreise nach oben. Der Russland-Ukraine-Konflikt verschärft die Situation ab Ende des Jahres.

'22

2022 - Rekordhoch der Energiepreise

Strompreise an der Börse erreichen historische Höchststände. Die österreichische Bundesregierung führt die Strompreisbremse ein, um Haushalte zu entlasten.

'23

2023 - Beginn der Entspannung

Die Großhandelspreise sinken deutlich, die Endkundenpreise folgen aber nur verzögert. Die Strompreisbremse bleibt bestehen.

'24

2024 - Normalisierung

Preise pendeln sich ein. Ende 2024 läuft die Strompreisbremse aus. Neukundenpreise fallen auf 19–25 ct/kWh.

'25

2025/2026 - Neue Kostenfaktoren

Trotz niedrigerer Großhandelspreise steigen die Gesamtkosten durch höhere Netzentgelte, CO₂-Bepreisung und Steuern.

Was war die Strompreisbremse?

Die Stromkostenbremse war eine staatliche Förderung, die von Juli 2022 bis 31. Dezember 2024 galt. Sie deckelte den Strompreis auf 10 Cent/kWh für die ersten 2.900 kWh pro Haushalt - der Staat übernahm die Differenz zum Marktpreis.

Seit 1. Jänner 2025 zahlen alle Haushalte wieder den vollen Marktpreis. Dies ist einer der Hauptgründe, warum ein Anbieterwechsel 2025/2026 besonders lohnenswert ist.

Preistreiber 2025

Netzentgelte +23 %

Durchschnittliche Erhöhung der Netzgebühren ab 1.1.2025.

CO₂-Preis: 55 €/Tonne

Steigende nationale CO₂-Bepreisung verteuert fossile Stromerzeugung.

Elektrizitätsabgabe: 1,5 ct/kWh

Erhöhung der staatlichen Stromabgabe nach Auslaufen der Krisensenkung.

Ende der Strompreisbremse

Die Stromkostenbremse ist am 31.12.2024 ausgelaufen. Verbraucher zahlen wieder den vollen Marktpreis.

Tipp: Gerade in dieser Preisphase lohnt sich ein Vergleich besonders. Viele alternative Anbieter bieten deutlich günstigere Tarife als die regionalen Standardversorger.

Was beeinflusst den Strompreis in Österreich?

Der Strompreis wird von mehreren Faktoren beeinflusst, die teils reguliert und teils marktgetrieben sind:

Netzentgelte

Die Netzgebühren werden von der E-Control reguliert und variieren je nach Region und Netzbetreiber. Sie machen rund ein Viertel der Gesamtkosten aus. Im Jahr 2025 wurden die Netzentgelte um durchschnittlich 23 % angehoben.

Fossile Brennstoffpreise & Merit-Order

An der Strombörse EPEX bestimmt das Merit-Order-System den Preis: Das teuerste noch benötigte Kraftwerk setzt den Preis für alle. So beeinflusst der Gaspreis auch den Strompreis.

Steuern und Abgaben

Rund ein Fünftel des Strompreises entfällt auf Steuern: Umsatzsteuer (20 %), Elektrizitätsabgabe, Gebrauchsabgabe (regional) und Ökostromförderungsbeiträge.

Geopolitik & Rohstoffmärkte

Internationale Konflikte und Handelsbeziehungen wirken sich auf die Beschaffungskosten für Primärenergieträger aus - wie die Energiekrise 2022/23 gezeigt hat.

Strompreiszusammensetzung: Energiepreis, Netzentgelte & Steuern

So setzt sich der Strompreis für einen durchschnittlichen Haushalt in Wien mit 3.500 kWh Jahresverbrauch zusammen (2024):

1

Energiepreis (Arbeitspreis + Grundpreis)

52,86 %

Der größte Posten - und der einzige, den Sie durch einen Anbieterwechsel direkt beeinflussen können. Er umfasst den Verbrauchspreis pro kWh und einen fixen Grundpreis pro Monat.

2

Netzgebühren

25,45 %

Für den Transport des Stroms vom Kraftwerk zu Ihrem Haushalt. Diese Kosten sind reguliert und werden von der E-Control festgelegt - unabhängig vom gewählten Anbieter.

3

Steuern & Abgaben

21,69 %

Bestehend aus: Umsatzsteuer (16,67 %), Gebrauchsabgabe (4,70 %) und Elektrizitätsabgabe (0,32 %). Auch diese Kosten sind für alle Anbieter gleich.

Fazit: Rund 47 % Ihrer Stromrechnung bestehen aus regulierten Kosten (Netz + Steuern), auf die Sie keinen Einfluss haben. Die übrigen 53 % - der Energiepreis - können Sie durch einen Anbieterwechsel direkt senken.

Häufige Fragen zum Strompreis

Für Neukunden liegt der durchschnittliche Strompreis bei 19–25 Cent pro kWh, für Bestandskunden bei 24–42 Cent pro kWh (Stand April 2026, bei 3.500 kWh Jahresverbrauch). Der genaue Preis hängt vom Anbieter, der Region und dem gewählten Tarif ab.

Unter den regionalen Standardanbietern ist Tiwag mit Jahreskosten von ca. 924 € (bei 3.500 kWh) am günstigsten. Alternative Anbieter können aber noch günstiger sein - nutzen Sie unseren Strompreisvergleich oder rufen Sie uns unter 0720 1166 39 an.

Die Strompreisbremse war eine staatliche Förderung, die den Strompreis für Haushalte auf 10 Cent/kWh für die ersten 2.900 kWh deckelte. Sie lief am 31. Dezember 2024 aus. Seit 2025 zahlen alle Haushalte wieder den vollen Marktpreis.

Obwohl die Großhandelspreise gesunken sind, haben drei Faktoren die Gesamtkosten erhöht: die Netzentgelte stiegen um 23 %, die CO₂-Bepreisung wurde auf 55 €/Tonne angehoben und die Elektrizitätsabgabe auf 1,5 ct/kWh erhöht. Zusätzlich fiel die Strompreisbremse weg.

Am effektivsten: Anbieter wechseln. Der Energiepreis macht über 50 % Ihrer Stromrechnung aus und ist der einzige Bestandteil, den Sie aktiv beeinflussen können. Zusätzlich können Sie Ihren Verbrauch senken - lesen Sie dazu unsere Tipps zum Stromverbrauch.

Das Merit-Order-System bestimmt, in welcher Reihenfolge Kraftwerke Strom produzieren: Zuerst die günstigsten (Wind, Wasser, Solar), dann die teureren (Gas, Kohle). Das teuerste Kraftwerk, das noch benötigt wird, setzt den Preis für alle. Deshalb beeinflusst der Gaspreis den Strompreis, obwohl Österreich viel Wasserkraft nutzt.
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