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Umsatzsteuerbefreiung

Für PV-Anlagen bis 35 kWp (bis 2026)

8–12

Amortisationszeit

Je nach Standort, Größe und Förderung

4–5

Pro Person

Empfohlene Anlagengröße pro Kopf

Umsatzsteuerbefreiung für PV-Anlagen bis 2026

19 % sparen: Photovoltaikanlagen mit einer Leistung bis 35 kWp sowie Speicher als Nebenleistung sind seit dem 1. Jänner 2024 von der Umsatzsteuer befreit. Diese Regelung gilt mindestens bis Ende 2026.

Die Befreiung gilt für den Kauf und die Installation der Anlage. Damit sinken die Gesamtkosten einer durchschnittlichen Anlage (10 kWp) um rund 2.000–3.000 €. Nutzen Sie diese Förderung, solange sie gilt — ein idealer Zeitpunkt für den Einstieg in die Solarenergie.

Was ist eine Photovoltaikanlage?

Photovoltaikanlagen bestehen aus Solarzellen, die Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln. Sie eignen sich für Hausdächer, Balkone und Freiflächen — überall dort, wo ausreichend Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Eine PV-Anlage besteht aus folgenden Kernkomponenten:

Solarzellen / Module

Bestehen aus Halbleitermaterialien (hauptsächlich Silizium) und wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um.

Wechselrichter

Wandelt den erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um — das Herzstück jeder PV-Anlage.

Montagesystem

Hält die Solarpaneele sicher auf dem Dach oder in anderen Montagebereichen befestigt.

Zähler & Monitoring

Messen und überwachen die erzeugte Energie sowie den Eigenverbrauch in Echtzeit.

Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?

Die Funktionsweise basiert auf der Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mithilfe von Solarzellen, die in Modulen angeordnet sind. So läuft der Prozess ab:

1

Sonnenlicht trifft auf die Solarzellen

Photonen werden von den Silizium-Solarzellen absorbiert. Im Halbleiter entsteht ein Elektronenfluss, der Gleichstrom erzeugt.

2

Wechselrichter wandelt den Strom um

Da Haushaltsgeräte Wechselstrom benötigen, wandelt der Wechselrichter den erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um und sorgt für die richtige Spannung und Frequenz.

3

Einspeisezähler misst die Produktion

Der Einspeisezähler erfasst, wie viel Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird — relevant für die Abrechnung und eine etwaige Einspeisevergütung.

4

Eigenverbrauch oder Einspeisung

Der Strom wird entweder direkt im Haushalt verbraucht (Eigenverbrauch), in einem Stromspeicher für später gespeichert oder ins öffentliche Netz eingespeist.

Was kostet eine Photovoltaikanlage in Österreich?

Die Kosten einer PV-Anlage hängen von der Größe, den gewählten Modulen und dem Installationsaufwand ab. Dank der aktuellen Umsatzsteuerbefreiung (0 % MwSt bis 2026) sind die Preise deutlich gesunken:

Kosten einer Photovoltaikanlage in Österreich nach Anlagengröße, 2026
Anlagengröße Kosten (netto) Ertrag/Jahr
5 kWp 6.000–8.000 € ~5.000 kWh
10 kWp Beliebteste 11.000–14.000 € ~10.000 kWh
15 kWp 16.000–20.000 € ~15.000 kWh
20 kWp 20.000–26.000 € ~20.000 kWh

Richtwerte inkl. Installation, exkl. Stromspeicher. Preise netto dank 0 % MwSt-Befreiung (bis 2026). Ertrag bei durchschnittlicher Lage in Österreich (~1.000 kWh/kWp).

PV-Ertragsrechner

Schätzen Sie Ihre jährliche Ersparnis und Amortisationszeit.

Jährliche Ersparnis

Amortisation

~ Jahre

Jahresertrag

kWh

Unverbindliche Schätzung. Ertrag basiert auf 1.050 kWh/kWp (Ø Österreich). Einspeisevergütung: 7,5 ct/kWh. Anlagenkosten: ~1.250 €/kWp netto. Mehr zu den exakten Kosten einer PV-Anlage.

Vor- und Nachteile von Photovoltaik

Vorteile

  • Umweltfreundlich: Saubere Energie ohne schädliche Emissionen
  • Nachhaltig: Die Sonne als Energiequelle ist unerschöpflich
  • Kosteneinsparungen: Langfristig niedrigere Stromkosten und höherer Immobilienwert
  • Netzunabhängigkeit: Weniger Abhängigkeit von steigenden Strompreisen und dem zentralen Energienetz

Nachteile

  • Anfängliche Kosten: 6.000–26.000 € je nach Anlagengröße (aber 0 % MwSt bis 2026)
  • Wetterabhängigkeit: Effizienz hängt stark von der Sonneneinstrahlung ab
  • Platzbedarf: Größere Anlagen erfordern ca. 6 m² Dachfläche pro kWp
  • Nicht für jedes Dach geeignet: Denkmalschutz, ungünstige Ausrichtung oder Verschattung können Hindernisse sein

Solarstromproduktion nach Regionen in Österreich

Die Solarstromproduktion variiert je nach geografischer Lage und klimatischen Bedingungen. Nicht alle Regionen Österreichs eignen sich gleich gut für Photovoltaik:

Durchschnittliche Solarstromproduktion nach Bundesländern in Österreich
Bundesland kWh/kWp/Jahr
Burgenland 1.150–1.250
Kärnten 1.100–1.200
Steiermark 1.050–1.150
Wien 1.000–1.100
Niederösterreich 1.000–1.100
Tirol 1.000–1.100
Oberösterreich 950–1.050
Vorarlberg 950–1.050
Salzburg 900–1.000

Quelle: PVGIS (Europäische Kommission). Werte sind Richtwerte für optimal ausgerichtete Anlagen (Südausrichtung, 30–35° Neigung).

Welche Arten von Photovoltaikanlagen gibt es?

Dachanlagen

Die häufigste Art — montiert auf dem bestehenden Dach (Aufdach) oder in die Dachstruktur integriert (Indach).

Ideal für Wohnhäuser, Gewerbegebäude und landwirtschaftliche Betriebe.

Freiflächenanlagen

Installiert auf offenen Flächen wie Brachland oder Industriegebieten — oft Teil großer Solarparks.

Können deutlich größere Leistungen erzeugen als Dachanlagen.

Integrierte PV

Module werden direkt in die Gebäudestruktur integriert: Fassaden, Dächer, Fenster oder sogar Straßenoberflächen.

Ästhetisch ansprechend, zunehmend beliebt in urbanen Gebieten.

Stromspeicher: Lohnt sich eine Batterie zur PV-Anlage?

Ohne Speicher nutzen Sie nur ca. 25–35 % Ihres Solarstroms selbst — der Rest wird eingespeist. Ein Stromspeicher erhöht den Eigenverbrauch auf 60–80 %, was Ihre Stromrechnung deutlich weiter senkt.

Ohne Speicher

Standard
Eigenverbrauch 25–35 %

Der Großteil des Solarstroms wird ins Netz eingespeist — zu niedrigen Vergütungen.

Mit Speicher

Empfohlen
Eigenverbrauch 60–80 %

Sie nutzen Ihren Solarstrom auch abends und nachts — maximale Unabhängigkeit.

Kosten und Kapazitäten gängiger Stromspeicher in Österreich
Speichergröße Kosten (netto)
5 kWh 4.000–6.000 €
10 kWh 7.000–10.000 €
15+ kWh 10.000–15.000 €
Tipp: Die Umsatzsteuerbefreiung gilt auch für Stromspeicher, die zusammen mit einer PV-Anlage installiert werden. Lassen Sie sich den Speicher direkt bei der PV-Installation einbauen, um die 0 % MwSt zu nutzen.

Förderungen für Photovoltaik in Österreich

Neben der Umsatzsteuerbefreiung gibt es weitere Fördermöglichkeiten, die die Anschaffungskosten einer PV-Anlage deutlich senken:

Umsatzsteuerbefreiung (0 % MwSt)

Bundesweit · bis Ende 2026

Für PV-Anlagen bis 35 kWp und Speicher als Nebenleistung. Ersparnis: ca. 19 % der Gesamtkosten.

EAG-Investitionsförderung (OeMAG)

Bundesweit · jährliche Förderkategorien

Einmalige Investitionsförderung für neue PV-Anlagen: bis zu 285 €/kWp für Anlagen unter 10 kWp, gestaffelt nach Größe. Die Förderanträge laufen über die OeMAG (Abwicklungsstelle für Ökostrom).

Landesförderungen

Variieren je nach Bundesland

Viele Bundesländer bieten zusätzliche Förderungen für PV und Speicher an. Die Höhe und Bedingungen unterscheiden sich — informieren Sie sich bei Ihrer Landesregierung.

Alle Details und Antragslinks finden Sie in unserem Förderungs-Ratgeber für PV-Anlagen.

PV-Anlage kaufen, leasen oder mieten?

Nicht jeder möchte oder kann eine PV-Anlage direkt kaufen. Es gibt mittlerweile drei gängige Modelle:

Vergleich: PV-Anlage kaufen, leasen oder mieten
Kauf Leasing Miete
Anfangskosten 10.000–20.000 € 0 € (Rate ab ~80 €/Mt.) 0 € (Rate ab ~60 €/Mt.)
Eigentum Sofort Ihres Nach Laufzeitende Bleibt beim Anbieter
Förderungen nutzbar Ja, alle Teilweise Nein
Wirtschaftlichkeit Am höchsten (langfristig) Mittel Am niedrigsten
Wartung / Risiko Selbst verantwortlich Oft inkludiert Komplett inkludiert
Unsere Einschätzung: Der direkte Kauf bietet langfristig die höchste Rendite, da Sie alle Förderungen nutzen und ab der Amortisation quasi kostenlos Strom produzieren. Leasing ist eine gute Alternative, wenn Sie die Anfangsinvestition scheuen.

Balkonkraftwerk: Mini-PV für Mieter und Wohnungen

Kein eigenes Dach? Kein Problem! Ein Balkonkraftwerk (auch Stecker-Solargerät oder Mini-PV genannt) ist eine kleine Photovoltaikanlage, die Sie einfach an Balkon, Terrasse oder Fassade montieren und direkt an die Steckdose anschließen.

800

Maximale Einspeiseleistung

Seit 2024 in Österreich erlaubt

300–800

Anschaffungskosten

Komplett-Set inkl. Wechselrichter

600–900

Jahresertrag

Bei 800 W und guter Ausrichtung

Vorteile

  • Keine Genehmigung nötig (bis 800 W)
  • Auch für Mieter — einfache Steckdosen-Montage
  • Amortisation bereits nach 1–3 Jahren
  • Auch von der 0 % MwSt profitieren

Gut zu wissen

  • Anmeldung beim Netzbetreiber erforderlich
  • Deckt ca. 10–20 % des Haushaltsbedarfs
  • Bei Umzug einfach mitnehmen
  • Überschuss wird verschenkt (kein Einspeisezähler)
In 3 Minuten sparen

Kostenlose Energieberatung

Sie möchten Ihre Stromkosten senken oder haben Fragen zu Photovoltaik? Unsere Berater:innen helfen Ihnen gerne - kostenlos und unverbindlich.

  • Kostenlose Beratung
  • Wechsel in 5 Minuten
  • Kein Risiko

Häufige Fragen zu Photovoltaik

Als Faustregel gilt: 4 bis 5 kWp pro Person. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 4 Personen wäre eine Anlage mit 16 bis 20 kWp empfehlenswert. Die genaue Größe hängt vom Energiebedarf, dem verfügbaren Platz und der Sonneneinstrahlung am Standort ab. Lesen Sie mehr über die Kosten und Details einer PV-Anlage.

In der Regel liegt die Amortisationszeit bei 8 bis 12 Jahren. Durch die aktuelle Umsatzsteuerbefreiung und staatliche Förderungen kann sie deutlich kürzer ausfallen. Die Lebensdauer der Module liegt bei 25–30 Jahren — danach produziert die Anlage quasi kostenlos Strom.

In Österreich variieren die Genehmigungsvoraussetzungen je nach Bundesland. Kleine Aufdach-Anlagen sind in vielen Bundesländern genehmigungsfrei, größere Anlagen oder Freiflächenanlagen erfordern eine Baugenehmigung. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder lesen Sie unseren Ratgeber zur Anschaffung einer PV-Anlage.

Die wichtigste Förderung ist die Umsatzsteuerbefreiung (0 % MwSt für Anlagen bis 35 kWp, bis 2026). Dazu kommen die EAG-Investitionsförderung (OeMAG) und Landesförderungen, die je nach Bundesland variieren. Details finden Sie in unserem Überblick zu PV-Förderungen in Österreich.

Die Einspeisetarife variieren je nach Anbieter und Marktlage. Aktuell liegen sie bei ca. 5–10 ct/kWh. Da der Eigenverbrauch deutlich wertvoller ist als die Einspeisung, empfiehlt sich die Kombination mit einem Stromspeicher. Mehr dazu in unserem Artikel zu Einspeisetarifen in Österreich.

Ja, in den meisten Fällen. Ein Stromspeicher erhöht den Eigenverbrauch von ca. 30 % auf 60–80 %, was die jährliche Ersparnis deutlich steigert. Kosten: 4.000–15.000 € je nach Kapazität. Die Umsatzsteuerbefreiung gilt auch für Speicher, wenn sie zusammen mit der PV-Anlage installiert werden.

Eine PV-Anlage kostet netto (0 % MwSt) ca. 1.100–1.400 € pro kWp. Für ein Einfamilienhaus mit 10 kWp sind das 11.000–14.000 € ohne Speicher. Mit Speicher (10 kWh) kommen 7.000–10.000 € dazu. Lesen Sie unseren detaillierten Kostenüberblick.

Ein Balkonkraftwerk ist eine Mini-PV-Anlage bis 800 W, die per Steckdose angeschlossen wird. In Österreich ist die Installation seit 2024 ohne Genehmigung erlaubt — lediglich eine Anmeldung beim Netzbetreiber ist nötig. Kosten: 300–800 €, Amortisation: 1–3 Jahre. Auch die 0 % MwSt gilt.