8.000 kWh

Jahresertrag (8 kWp)

ca. 1.000 kWh/kWp in Österreich

1.770 €

Ersparnis pro Jahr

Eigenverbrauch + Einspeisung (8 kWp mit Speicher)

5–11 ct

OeMAG-Einspeistarif

monatlich schwankend (2025/2026)

150 €

EAG-Investitionszuschuss

Bundesförderung 2026

Aufdach- oder gebäudeintegrierte PV Anlage?

Die erste Weichenstellung beim Kauf einer PV Anlage ist die Montageform. Aufdachanlagen werden nachträglich auf dem Dach montiert und lassen sich optimal auf Ausrichtung und Neigungswinkel hin justieren. Gebäudeintegrierte Anlagen (BIPV) sind direkt in die Gebäudehülle eingebaut - sie ersetzen klassische Dachziegel und sind optisch unauffälliger, erfordern aber mehr Planungsaufwand und sind teurer.

Für Bestandsgebäude ist die Aufdachanlage fast immer die wirtschaftlichere Wahl: schnellere Montage, bessere Hinterlüftung und damit höherer Wirkungsgrad. BIPV empfiehlt sich beim Neubau oder einer umfassenden Dachsanierung, wenn Ästhetik eine Rolle spielt und die Anlage ohnehin von Anfang an eingeplant wird.

Vorteile

  • Optimale Ausrichtung unabhängig vom Dachwinkel möglich
  • Bessere Hinterlüftung → höherer Wirkungsgrad
  • Günstigere Nachrüstung auf Bestandsgebäude
  • Einfachere Wartung und Modulaustausch

Nachteile

  • Dachtragfähigkeit muss geprüft werden
  • Optisch sichtbarer auf dem Dach
  • Gebäudeintegrierte Alternative erst bei Neubau/Sanierung sinnvoll
  • Windlastberechnung erforderlich

Unabhängig von der Montageform sollte die Anlage möglichst nach Süden ausgerichtet sein (ideal: 20–40° Neigung). Eine Ost-West-Aufteilung ist eine sinnvolle Alternative für flache Dächer - sie liefert zwar etwas weniger Gesamtleistung, verteilt die Erzeugung aber über einen längeren Tagesverlauf.

Welche Solarmodule für Ihre PV Anlage?

Monokristalline Module erzielen mit 20–23 % Wirkungsgrad die beste Flächeneffizienz und sind die Standardwahl für Privathäuser mit begrenzter Dachfläche. Polykristalline Module sind günstiger, reagieren aber empfindlicher auf Verschmutzung. Dünnschichtmodule eignen sich speziell für diffuses Licht, haben jedoch mit 10–13 % den niedrigsten Wirkungsgrad.

Für die meisten österreichischen Einfamilienhäuser sind monokristalline Module die erste Wahl: Auf einer typischen Dachfläche von 40–60 m² lässt sich eine 8–10-kWp-Anlage errichten. Wer mehr Platz hat und den Preis drücken möchte, kann auf polykristalline Module setzen - vorausgesetzt das Dach bleibt sauber.

Monokristallin

Empfohlen für Privathäuser

  • Wirkungsgrad: 20–23 %
  • Höchste Flächeneffizienz
  • Lange Lebensdauer (25+ J.)
  • Höherer Anschaffungspreis

Polykristallin

Günstigere Alternative

  • Wirkungsgrad: 15–17 %
  • Günstigerer Preis
  • Gut für große Dachflächen
  • Empfindlicher bei Verschmutzung

Dünnschicht

Spezialanwendungen

  • Wirkungsgrad: 10–13 %
  • Gut bei diffusem Licht
  • Günstigster Preis/Modul
  • Niedrigster Gesamtertrag

Netzgekoppelt oder netzunabhängig?

Die wirtschaftlich sinnvollste Variante für Haushalte in Österreich ist die netzgekoppelte Anlage mit Stromspeicher: Überschüssiger Strom fließt ins öffentliche Netz (und wird vom OeMAG-Marktpreis vergütet, derzeit ca. 5–11 ct/kWh), fehlt der Strom, liefert der Speicher oder der Netzbezugstarif. Der Eigenverbrauch ist dabei 2,5- bis 7-mal rentabler als die Einspeisung - jede selbst genutzte kWh spart ca. 25–35 ct statt nur 5–11 ct Einspeisevergütung.

Netzunabhängige Anlagen (Off-Grid) eignen sich für abgelegene Objekte ohne Netzinfrastruktur wie Almhütten oder Ferienhäuser. Sie benötigen zwingend einen Batteriespeicher und einen Laderegler, der den Akku vor Über- und Tiefentladung schützt. Für den Alltag in besiedelten Gebieten lohnt sich Off-Grid kaum, da die Speicherkapazität im Winter und bei Schlechtwetter oft nicht ausreicht.

Eine Wärmepumpe kann ebenfalls als thermischer Speicher für Überschussstrom dienen. Wenn die PV Anlage mehr Strom erzeugt als verbraucht wird, heizt die Wärmepumpe Warmwasser oder Heizwasser auf - eine sinnvolle Ergänzung beim Neubau, die die Wirtschaftlichkeit der Investition weiter verbessert. Details zu aktuellen Einspeisetarifen finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Notwendige Komponenten einer PV Anlage

Neben den Solarmodulen selbst umfasst eine vollständige netzgekoppelte PV Anlage mehrere Pflichtkomponenten. Der Wechselrichter (Inverter) ist das Herzstück: Er wandelt den von den Modulen erzeugten Gleichstrom (DC) in haushaltstauglichen Wechselstrom (AC) um. Die Qualität des Wechselrichters beeinflusst den Gesamtwirkungsgrad der Anlage maßgeblich.

Für den Netzanschluss schreibt der österreichische Netzbetreiber zusätzliche Schutzeinrichtungen vor. PV Anlagen bis 20 kWp können über ein vereinfachtes Anmeldeverfahren angeschlossen werden; größere Anlagen erfordern eine individuelle Netzverträglichkeitsprüfung. Der Netzbetreiber muss innerhalb von 14 Tagen auf den Antrag reagieren.

Wechselrichter (Inverter)

Wandelt Gleichstrom der Module in Wechselstrom um. Zentraler Treiber des Gesamtwirkungsgrads.

Schutzeinrichtung (ENS)

Schützt die Anlage und das öffentliche Netz vor Störungen. In Österreich gesetzlich vorgeschrieben.

Einspeisezähler / Smart Meter

Misst die eingespeiste Strommenge. Ab 2027 kommen kleine Netzentgelte für PV-Einspeiser.

Feuerwehrschalter (DC-Trenner)

Pflichtvorschrift in Österreich. Ermöglicht Einsatzkräften das sichere Trennen der Anlage bei Bränden.

Batteriespeicher (optional, aber empfohlen)

Erhöht den Eigenverbrauchsanteil von ca. 30 % (ohne Speicher) auf bis zu 65 %. Speicherkapazität von 5–15 kWh für ein Einfamilienhaus üblich. Ab 2024 um 70 % mehr Installationen als 2023.

Förderungen für PV-Anlagen in Österreich

Seit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) gibt es in Österreich einen EAG-Investitionszuschuss für PV-Anlagen. Privatpersonen und Unternehmen erhalten in 2026 bis zu 150 €/kWp für Anlagen bis 10 kWp sowie 150 €/kWh für Stromspeicher. Hinweis: Seit 1. April 2025 gilt wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 20 % auf PV-Anlagen (die Nullsteuerregelung ist ausgelaufen). Für aktuelle Fördercall-Termine und alle Landesförderungen verweisen wir auf unsere laufend aktualisierte PV-Förderungen-Übersicht 2026.

Landesförderungen im Überblick (Stand 2026)

PV-Landesförderungen aller österreichischen Bundesländer, Stand 2026
Bundesland Förderhöhe Voraussetzungen
Burgenland Keine eigene Landesförderung für Privat EAG-Bundesförderung anwendbar
Kärnten 3.000 € Pauschalzuschuss PV-Anlage ≥ 5 kWp + Stromspeicher ≥ 5 kWh. Zuständig: Kärntner Landesregierung.
Niederösterreich Keine direkte PV-Förderung Indirekt über NÖ Wohnbauförderung möglich.
Oberösterreich Keine eigene PV-Förderung für Privat EAG-Bundesförderung anwendbar.
Salzburg Privatförderung ausgelaufen (Ende 2025) Kein aktives Programm für Privathaushalte. EAG-Bundesförderung anwendbar.
Steiermark Nur im Rahmen der Wohnbausanierung Keine eigenständige PV-Direktförderung für Privat.
Tirol 125 €/kWp (PV) + 100 €/kWh (Speicher, max. 1.000 €) Nur im Zuge einer Wohnhaussanierung. Zuständig: Land Tirol / Wohnbauförderung.
Vorarlberg 150 €/kWp (PV) + 150 €/kWh (Speicher) Zuständig: Land Vorarlberg / Energieinstitut Vorarlberg.
Wien Neues Programm ab Mai 2026 - Sätze noch offen Vorgänger-Programm ausgelaufen. Details ab Mai 2026 bei Stadt Wien / MA 20.

Stand April 2026. Angaben ohne Gewähr - Programme können sich unterjährig ändern. Alle Details und den interaktiven Förderrechner finden Sie auf unserer PV-Förderungen 2026-Seite.

Einspeisetarife und Stromtarife für PV-Betreiber

PV-Betreiber in Österreich speisen Überschussstrom automatisch über die OeMAG (Abwicklungsstelle für Ökostrom) ein - kein gesonderter Vertrag erforderlich. Der OeMAG-Tarif wird monatlich rückwirkend auf Basis des Day-Ahead-Marktpreises (EXAA/EPEX) festgelegt: Im April 2026 lag er bei 5,72 ct/kWh, im Januar 2026 noch bei 8,842 ct/kWh. Daneben bieten viele regionale Anbieter eigene Einspeiseverträge an - teils über dem OeMAG-Marktpreis. Für laufend aktualisierte Monatswerte empfehlen wir unsere Einspeisetarife-Übersicht.

Wer einen günstigen Bezugstarif mit einem fairen Einspeiseangebot kombinieren möchte, sollte Tarife vergleichen, die die eingespeiste kWh gleich hoch vergüten wie die bezogene. Unser Stromvergleichsrechner hilft Ihnen, das beste Gesamtpaket für PV-Betreiber zu finden.

Einspeisetarife österreichischer Anbieter für PV-Anlagen, Stand April 2026
Anbieter Tarif April 2026 Tarifmodell Bedingungen
OeMAG 5,72 ct/kWh Monatlich (Marktpreis rückwirkend) Automatisch für alle PV-Betreiber, kein Vertrag nötig. Smart Meter erforderlich.
aWATTar SUNNY 3,37 ct/kWh Monatlich (Börsenkurs) Strombezug bei aWATTar (Tarif SUNNY). Dynamische Stundentarif-Variante (SUNNY Spot) verfügbar: 9,12 ct/kWh.
EVN SonnenStromMonat 5,72 ct/kWh Monatlich (ÖSPI-Index) Für Anlagen bis 49,9 kW (Tarif Optima). Netzgebiet NÖ. Kein Grundpreis, keine Mindestlaufzeit.
Burgenland Energie 5,72 ct/kWh Monatlich (ÖSPI-Index) Für Anlagen bis 30 kW. Max. 200 kWp, max. 100.000 kWh/Jahr. Keine Mindestlaufzeit.
Wien Energie 8,67 ct/kWh Jährlich (EEX-Futures) Stand Jänner 2026, jährliche Anpassung am 1. Jänner. Aktiver Wien Energie-Liefervertrag erforderlich.
Kelag Sonnenwert bis +30 % über E-Control-Referenzwert Monatlich (E-Control Referenzmarktwert) Bis 50 kWp. Netzgebiet KNG-Kärnten. Aktiver Kelag-Liefervertrag erforderlich. Keine Grundgebühr.
Linz AG Mein Sonnenstrom FLOAT 2,88 ct/kWh (bis 5.000 kWh/J.) Quartalsweise (ÖSPI Quartal Peak) Über 5.000 kWh/J.: 1,84 ct/kWh. Grundgebühr: 56,28 €/Jahr inkl. USt. Nur Zentralraum OÖ.
Salzburg AG 4,00 ct/kWh Variabel Für Anlagen bis 50 kWp. Salzburg AG-Liefervertrag erforderlich.
Naturkraft E-Control Referenzmarktwert Variabel (marktbasiert) Produkt „SonnenStrom Referenzmarktwert Privat". Naturkraft-Liefervertrag erforderlich.

Stand April 2026. Netto-Preise exkl. 20 % USt. Angaben ohne Gewähr - Tarife werden monatlich/quartalsweise angepasst.

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Häufig gestellte Fragen zur PV Anlage

Für einen durchschnittlichen Haushalt (4 Personen, ca. 4.500 kWh Jahresverbrauch) empfiehlt sich eine Anlage zwischen 5 und 10 kWp. Als Faustregel gilt: 1 kWp pro Person plus 1 kWp Reserve. Eine 8-kWp-Anlage erzeugt in Österreich ca. 8.000 kWh/Jahr - damit lässt sich ein Großteil des Haushaltsstroms selbst decken.

In den meisten Fällen ja: Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil von ca. 30 % auf bis zu 65 %. Da Eigenverbrauch mit ca. 25–35 ct/kWh 2,5- bis 7-mal mehr wert ist als die Einspeisevergütung (5–11 ct/kWh), amortisiert sich ein Speicher typischerweise innerhalb von 8–12 Jahren. Die Batteriespeicher-Kapazitäten von 5–15 kWh sind für Einfamilienhäuser ideal.

Die Kosten einer PV Anlage liegen in Österreich bei ca. 1.200–1.800 € pro kWp. Eine 8-kWp-Anlage kostet somit brutto ca. 9.600–14.400 €, mit Stromspeicher (10 kWh) kommen rund 10.000–12.000 € dazu. Nach Abzug des EAG-Investitionszuschusses (bis 150 €/kWp) und Landesförderungen reduzieren sich die Nettokosten erheblich. Seit 1. April 2025 gilt wieder 20 % MwSt.

In den meisten Bundesländern sind PV-Aufdachanlagen bis zu einer bestimmten Größe bewilligungsfrei oder nur anzeigepflichtig. Die genauen Regelungen variieren nach Bundesland und Gemeindegebiet. Für den Netzanschluss ist in jedem Fall eine Anmeldung beim Netzbetreiber erforderlich - Anlagen bis 20 kWp über ein vereinfachtes Verfahren (Reaktionsfrist: 14 Tage).

Die OeMAG-Einspeisevergütung für Überschussstrom schwankt monatlich mit dem Börsenstrompreis. Im Jahr 2025/2026 lag der Tarif zwischen 5 und 11 ct/kWh. Hinzu kommen Marktprämien und individuelle Anbieterkonditionen. Aktuelle Werte und Anbietervergleiche finden Sie auf unserer Einspeisetarife-Seite.