Stromzähler manipulieren - geht das überhaupt?

Im Internet kursieren viele Anleitungen, wie man auf einfachem Weg seinen Stromzähler anhalten kann. Ein mittlerweile weit verbreitetes Gerücht ist es, einen Magneten einzusetzen. Da ein gewöhnlicher Magnet jedoch auf keinen Fall die Leistung aufbringen könnte, um einen Zähler zu beeinflussen, wird ein sogenannter Neodym-Magnet angegeben. Dieser soll anscheinend in der Lage sein, den Zähler anzuhalten und somit den Stromverbrauch zu verringern!

Solche Methoden funktionieren - wenn überhaupt - nur bei alten, analogen Ferraris-Zählern mit drehender Scheibe. In Österreich werden diese im Rahmen des Smart-Meter-Rollouts flächendeckend durch digitale Zähler ersetzt, die gegen physische Manipulation geschützt sind.

Warum Sie den Stromzähler nicht manipulieren sollten!

Liest man allerdings auf diversen Webforen die Erfahrungsberichte jener, die diesem Tipp bereits gefolgt sind, wird einem schnell bewusst, dass man davon besser die Finger lassen sollte. Nicht nur weil es sich dabei (und bei jeder weiteren Manipulation am Stromzähler) um eine illegale Straftat handelt, sondern auch, weil man dadurch den Stromzähler höchstwahrscheinlich kaputt macht.

  • In den meisten Fällen beschädigt der Magnet den Zähler bereits beim Versuch schon massiv.
  • Auch wenn die Aktion von einem kurzzeitigen Erfolg gekrönt ist, ist diese nicht von Dauer, denn die vom Magneten verursachte Hitzeentwicklung wird den Stromzähler längerfristig beschädigen.
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Strafrechtliche Konsequenzen für das Manipulieren des Stromzählers

Wie bereits erwähnt, ist die Manipulation am Stromzähler selbstverständlich als Betrug zu werten und illegal. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Stromzähler durch Manipulationsversuche beschädigt wird, besonders hoch.

Stromanbieter sind in der Regel mit den Tricks und Versuchen vertraut, die unternommen werden, um den Stromzähler zu manipulieren. Dadurch verursachte Defekte werden daher von den Ablesern sofort erkannt. Selbst wenn keine Beschädigungen zu sehen sind, kommen die Ableser im Normalfall hinter den Betrug, da starke Diskrepanzen im Verbrauch grundsätzlich näher untersucht werden.

Smart Meter: Manipulation praktisch unmöglich

Die oben beschriebenen Manipulationsmethoden mit Magneten beziehen sich auf alte, analoge Ferraris-Zähler mit drehender Scheibe. In Österreich werden diese im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Smart-Meter-Rollouts flächendeckend durch digitale Zähler ersetzt.

Kein Magnet-Trick

Smart Meter haben keine mechanischen Teile - ein Magnet hat keinerlei Wirkung auf die digitale Messung.

Manipulationserkennung

Digitale Zähler protokollieren Manipulationsversuche automatisch und melden sie direkt an den Netzbetreiber.

Fernüberwachung

Der Verbrauch wird täglich automatisch an den Netzbetreiber übermittelt - Unregelmäßigkeiten fallen sofort auf.

Laut E-Control sollen bis Ende 2025 mindestens 95 % aller österreichischen Haushalte mit einem Smart Meter ausgestattet sein. Falls Sie Ihren Smart Meter nicht wollen, können Sie die erweiterten Funktionen unter bestimmten Bedingungen ablehnen (Opt-out).

Legaler Weg, um Stromkosten zu sparen: Anbieterwechsel

Natürlich gibt es auch legale Möglichkeiten, um Ihre Stromrechnung zu reduzieren, ohne dabei den Stromzähler zu manipulieren. Der einfachste und effektivste Weg ist ein Stromanbieterwechsel.

"Ein regelmäßiger Anbietervergleich und -wechsel lohnt sich, um Kosten zu sparen. Denn Anbieter ändern laufend die Preise und bieten Neukunden günstigere Angebote an, während Bestandskunden oftmals mehr zu bezahlen haben! Halten Sie also die Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist Ihres aktuellen Vertrags im Auge und nutzen Sie bei Gelegenheit das Sonderkündigungsrecht, um den Anbieter zu wechseln."

Christoph - Country Manager Selectra Österreich

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Weitere Spartipps, anstatt den Stromzähler zu manipulieren

Ebenfalls können einfache Verhaltensänderungen große Erfolge erzielen. Um Ihren Stromverbrauch zu senken und somit Kosten zu sparen, lohnt es sich, Ihren Energiekonsum etwas einzuschränken - und zwar am besten dort, wo es Ihnen nicht auffällt. So müssen Sie gar nicht mehr daran denken, Ihren Stromzähler zu manipulieren!

Standby vermeiden

Schalten Sie Ihre Elektrogeräte komplett aus und lassen Sie sie nicht im Standby-Modus. Mit schaltbaren Steckerleisten geht das ganz einfach.

Richtige Temperatur

Achten Sie beim Waschen, Kühlen und Heizen auf die richtige Temperatur - ein Kühlschrank muss nicht kälter als 6 Grad eingestellt sein und ein Waschgang bei 30 Grad reicht meistens aus.

Heizkosten senken

Ein bewusster Umgang mit Energie ist vor allem im Winter ratsam, da die Heizkosten einen großen Anteil der Energierechnungen ausmachen. Tipps zum Heizkosten sparen können hilfreich sein.

Auf Energielabel achten

Haben Sie alte Elektrogeräte in Ihrem Zuhause? In der Regel sind neue Geräte energiesparender als alte! Achten Sie beim Austausch bzw. beim Kauf neuer Geräte, dass sie mit einem Energielabel "A" versehen sind.

Außenjalousien statt Klimaanlage

Anstatt eine stromfressende Klimaanlage zu kaufen, können Sie sich auch für Außenjalousien entscheiden. Diese bieten nicht nur Sicht-, sondern auch Hitzeschutz und tragen zur Wärmedämmung bei.

Photovoltaikanlage

Falls Sie noch einen Schritt weitergehen möchten, können Sie eine Photovoltaikanlage anschaffen. Die Anschaffungskosten sind hoch, jedoch gibt es staatliche Förderungen, und sofern Ihre Anlage genug Strom produziert, können Sie Ihren Eigenbedarf abdecken und sich unabhängig von Energiepreisen machen!

Häufig gestellte Fragen

Nein. Smart Meter sind digitale Geräte ohne mechanische Teile - ein Magnet hat keinerlei Wirkung. Zudem verfügen Smart Meter über integrierte Manipulationserkennungs-Mechanismen und übermitteln Verbrauchsdaten täglich automatisch an den Netzbetreiber. Jeder Manipulationsversuch wird sofort registriert und gemeldet.

Der Tatbestand "Entziehung von Energie" (§ 132 StGB) kann mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 3 Jahren bestraft werden. Zusätzlich drohen Schadenersatzforderungen des Netzbetreibers für den entgangenen Strom, die Kosten für Reparatur oder Austausch des Zählers sowie eine sofortige Nachzahlung des geschätzten Verbrauchs.

Netzbetreiber erkennen Manipulation auf mehrere Arten: Bei analogen Zählern hinterlässt ein Magnet sichtbare Beschädigungen und verursacht auffällige Verbrauchsabweichungen im Vergleich zu Vorjahreswerten. Smart Meter melden Manipulationsversuche automatisch über integrierte Sensoren. Plomben und Siegel am Zähler zeigen ebenfalls sofort, ob jemand am Gerät hantiert hat.

Der effektivste Weg ist ein Stromanbieterwechsel - Neukunden erhalten oft deutlich günstigere Tarife als Bestandskunden. Zusätzlich können Sie den Verbrauch senken: Standby vermeiden, auf Energielabel "A" achten, die richtige Kühlschrank-Temperatur einstellen und eventuell eine Photovoltaikanlage installieren. Unsere Energieexperten beraten Sie kostenlos unter 0720 1166 39.

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