7–35 €/m²
Heizkosten pro Jahr
Spanne je nach Energieträger — von Wärmepumpe bis Stromheizung
bis 6 %
Ersparnis pro 1 °C
Raumtemperatur um 1 Grad senken — direkte Kostenreduktion
bis 7.500 €
Förderung Heizungstausch
Sauber Heizen für Alle — beim Umstieg auf erneuerbare Energie
Was beeinflusst die Heizkosten?
Mehrere Faktoren beeinflussen die Höhe der Heizkosten und bestimmen, wie hoch die jährlichen Ausgaben ausfallen können:
Wohnungsgröße und Raumhöhe
Je größer die Wohnfläche und je höher die Decken, desto mehr Energie wird für die Beheizung benötigt.
Heizsystem und Energieträger
Erneuerbare Energien wie Pelletheizungen bieten langfristig günstige Betriebskosten, während fossile Energieträger wie Öl und Gas anfälliger für Preisschwankungen sind.
Gebäudedämmung
Gut isolierte Gebäude mit modernen Fenstern und gedämmten Fassaden haben einen deutlich niedrigeren Heizbedarf.
Wohnart
Ein Einfamilienhaus hat eine größere Außenfläche, die Wärme verliert, während Wohnungen in Mehrparteienhäusern durch angrenzende Wohnungen Wärmeverluste minimieren.
Baujahr des Gebäudes
Ältere Gebäude weisen höhere Wärmeverluste auf, während Neubauten durch gesetzliche Energieeffizienzvorgaben besser gedämmt sind.
Nutzungsverhalten
Persönliche Vorlieben, wie eine höhere Raumtemperatur und längere Heizzeiten, wirken sich direkt auf die Heizkosten aus.
Heizkosten pro Quadratmeter und Energieträger
Die Wahl des Heizsystems hat einen großen Einfluss auf die jährlichen Heizkosten. In der folgenden Tabelle sind die durchschnittlichen Heizkosten pro Quadratmeter für verschiedene Heizträger in Österreich aufgeführt — vom günstigsten zum teuersten.
| Heizträger | Kosten pro kWh | Durchschnittliche Kosten/m² | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Wärmepumpe | 4,13 ct/kWh | 7 – 9 €/m² | Effizient bei guter Gebäudedämmung, abhängig von Stromkosten. |
| Pelletheizung | 6,91 ct/kWh | 8 – 12 €/m² | Nachhaltig, stabilere Preise, aber Lagerraum erforderlich. |
| Fernwärme | 9,2 ct/kWh | 10 – 14 €/m² | Verfügbarkeit abhängig von Region, umweltfreundlich bei Nutzung erneuerbarer Energien. |
| Erdgas | 10,5 ct/kWh | 12 – 18 €/m² | Hohe Abhängigkeit vom Weltmarkt, CO₂-intensiv. |
| Ölheizung | 12,28 ct/kWh | 15 – 22 €/m² | Schwankende Preise, hoher CO₂-Ausstoß. |
| Direkte Stromheizung | 34,57 ct/kWh | 25 – 35 €/m² | Höchste Betriebskosten, ineffizient bei Direktheizungen. |
Wie viele Heizkosten pro m² sind normal?
Laut Energiesparhaus.at hängt der jährliche Heizbedarf stark vom Zustand des Gebäudes ab. In Österreich gelten folgende Werte als durchschnittlicher Verbrauch:
15–30
kWh/m²
Passivhaus
50–70
kWh/m²
Gut gedämmt
100–150
kWh/m²
Teilsaniert
150–200
kWh/m²
Unsanierter Altbau
Heizkosten berechnen je nach Heizträger
Um die Heizkosten korrekt zu berechnen, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, darunter der Heizträger, der Verbrauch sowie die aktuellen Energiepreise. Hier finden Sie die Berechnungsformeln für die gängigsten Heizsysteme:
Heizkosten einer Gasheizung berechnen
Angenommen, der jährliche Gasverbrauch liegt bei 12.000 kWh mit einem Gaspreis von 0,10 € pro kWh:
Wie berechne ich die Heizkosten meiner Ölheizung?
Angenommen, der jährliche Verbrauch liegt bei 2.000 Litern Heizöl und der Preis beträgt 1,20 € pro Liter:
Heizkosten einer Pelletheizung
Angenommen, der jährliche Verbrauch beträgt 4 Tonnen Pellets und der Preis liegt bei 300 € pro Tonne:
Heizkostenberechnung bei Fernwärme
Angenommen, der Verbrauch liegt bei 10.000 kWh pro Jahr, der Preis beträgt 0,08 € pro kWh und die Grundgebühr 120 € jährlich:
Wie berechne ich die Heizkosten meiner Wärmepumpe?
Die Berechnung der Heizkosten einer Wärmepumpe berücksichtigt den COP-Wert (Coefficient of Performance) — eine Kennzahl, die angibt, wie viel Wärmeenergie die Wärmepumpe aus einer Einheit Strom erzeugen kann. Ein hoher COP-Wert bedeutet eine hohe Effizienz.
Angenommen, der jährliche Wärmebedarf liegt bei 12.000 kWh, der COP-Wert beträgt 4 und der Strompreis 0,22 € pro kWh:
Heizsysteme im Detail: Betriebskosten & Sparpotenziale
Wählen Sie ein Heizsystem, um Betriebskosten und konkrete Spartipps zu sehen — sortiert von den günstigsten zu den teuersten Betriebskosten.
Wärmepumpe
Erneuerbar — Strom betrieben, COP 3–5
600 – 1.500 €
Betriebskosten pro Jahr
Spartipps
- Kombination mit Photovoltaikanlage zur Eigenstromnutzung
- Niedrigtemperatur-Heizsysteme wie Fußbodenheizung steigern die Effizienz
Erneuerbar — Biomasse, CO₂-neutral
1.000 – 1.600 €
Betriebskosten pro Jahr
Spartipps
- Frühzeitige Vorratseinkäufe sichern günstige Pelletspreise
- Trockene Lagerung verhindert Verluste durch Feuchtigkeit
Fernwärme
Netzgebunden — je nach Quelle erneuerbar
1.200 – 2.000 €
Betriebskosten pro Jahr
Spartipps
- Preise variieren je nach Anbieter und Standort — Angebote vergleichen
- Programmierung der Heizzeiten senkt den Verbrauch
Fossil — Erdgas, CO₂-intensiv
1.500 – 2.500 €
Betriebskosten pro Jahr
Spartipps
- Programmierung der Heizzeiten mit Thermostaten
- Regelmäßige Wartung spart bis zu 10 % der Heizkosten
Ölheizung
Fossil — Heizöl, schwankende Preise
2.500 – 3.500 €
Betriebskosten pro Jahr
Spartipps
- Heizöl im Sommer günstiger einkaufen
- Umrüstung auf Brennwerttechnik kann den Verbrauch um bis zu 30 % senken
Stromheizung
Direkte Stromheizung — höchste Betriebskosten
2.500 – 4.000 €
Betriebskosten pro Jahr
Spartipps
- Nutzung von günstigeren Nachtstromtarifen
- Hybridlösungen mit Wärmepumpen oder Solaranlagen
Die Kosten sind ungefähre Angaben und variieren nach Bundesland und Anbieter.
5 Spartipps zur Senkung der Heizkosten
Unabhängig vom verwendeten Heizsystem gibt es einfache und effektive Maßnahmen, um Heizkosten zu senken und den Energieverbrauch nachhaltig zu reduzieren:
Dämmung verbessern
Der Austausch alter Fenster und die Dämmung von Wänden und Dächern reduzieren den Wärmeverlust erheblich.
Hohe WirkungHeizkörper entlüften
Luft in den Heizkörpern vermindert die Effizienz. Regelmäßiges Entlüften sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung.
Schnell umsetzbarVorhänge und Rollos nutzen
Schließen Sie nachts Vorhänge oder Rollos, um Wärme im Raum zu halten und Wärmeverluste durch Fenster zu minimieren.
Schnell umsetzbarStoßlüften statt Dauerkippen
Kurzes Stoßlüften sorgt für frische Luft ohne starken Wärmeverlust, während gekippte Fenster permanent Wärme entweichen lassen.
Hohe WirkungRaumtemperatur um 1 °C senken
Eine Senkung der Raumtemperatur um nur 1 °C kann bis zu 6 % der Heizkosten sparen — die einfachste Maßnahme mit sofortiger Wirkung.
Bis zu 6 % ErsparnisHäufige Fragen zu Heizkosten
Multiplizieren Sie Ihren jährlichen Energieverbrauch (in kWh) mit dem Preis pro Kilowattstunde Ihres Energieträgers. Bei einer Gasheizung mit 12.000 kWh Verbrauch und einem Preis von 0,10 €/kWh ergeben sich z. B. 1.200 € pro Jahr. Vergessen Sie nicht, Zusatzkosten wie Grundgebühren und Wartung einzurechnen.
Die Wärmepumpe hat mit 600 bis 1.500 € pro Jahr die niedrigsten Betriebskosten, gefolgt von der Pelletheizung (1.000–1.600 €/Jahr) und der Fernwärme (1.200–2.000 €/Jahr). Die höchsten Betriebskosten verursacht die direkte Stromheizung mit 2.500 bis 4.000 € pro Jahr.
Das hängt stark vom Gebäudezustand ab. In einem modernen, gut gedämmten Haus liegen die Heizkosten bei etwa 50 bis 70 kWh/m² pro Jahr. Im unsanierten Altbau sind es 150 bis 200 kWh/m². Ein Passivhaus-Neubau benötigt nur 15 bis 30 kWh/m².
Die wirksamsten Sofortmaßnahmen sind: Raumtemperatur um 1 °C senken (spart bis zu 6 %), Heizkörper entlüften, nachts Vorhänge und Rollos schließen und Stoßlüften statt Dauerkippen. Langfristig bringt eine verbesserte Gebäudedämmung die größten Einsparungen.
Ja. Im Rahmen der Initiative „Sauber Heizen für Alle" fördert der Bund den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme mit bis zu 75 % der Investitionskosten (max. 7.500 €). Einzelne Bundesländer gewähren zusätzliche Zuschüsse. Details finden Sie auf unserer Seite zum Heizkostenzuschuss.
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