30 %
Fernwärme
Am weitesten verbreitet in österreichischen Haushalten
600–1.500 €
Günstigste Betriebskosten
Wärmepumpe pro Jahr (Durchschnittshaushalt)
2040
Ziel: Klimaneutral heizen
Alle fossilen Heizungen sollen ersetzt sein (EWG)
Welche Heizungsarten sind in Österreich am weitesten verbreitet?
Laut Statista verwenden in ganz Österreich noch 35 % der Haushalte fossile Brennstoffe zum Heizen, wobei 22 % Erdgas und 13 % Heizöl nutzen. Fernwärme, die zur Hälfte auf erneuerbaren Energien basiert, ist mit 30 % aller Hauptwohnsitze die am weitesten verbreitete Heizform. Die Verwendung von Kohle ist mit 0,1 % vernachlässigbar gering.
Stromdirektheizungen wie Nachtspeicheröfen, elektrische Fußbodenheizungen oder Infrarotheizungen werden in 6 % der Hauptwohnsitze eingesetzt, während Wärmepumpen bereits in 11 % aller Hauptwohnsitze vorhanden sind.
Verteilung der Heizungsarten in Österreich
Quelle: Statista / Statistik Austria
Heizungsarten im Vergleich: Kosten, Betrieb & Umwelt
Alle gängigen Heizungsarten in Österreich auf einen Blick – sortiert nach den jährlichen Betriebskosten vom günstigsten zum teuersten System.
Wärmepumpe
Anschaffung
7.000–20.000 €
Betrieb/Jahr
600–1.500 €
CO₂
Sehr niedrig
Geeignet für
Neubauten, sanierte Gebäude
Pelletheizung
Anschaffung
2.000–5.000 €
Betrieb/Jahr
1.000–1.600 €
CO₂
CO₂-neutral
Geeignet für
Häuser mit Lagerraum
Fernwärme
Anschaffung
2.000–5.000 €
Betrieb/Jahr
1.200–2.000 €
CO₂
Niedrig
Geeignet für
Städtische Gebiete
Zentralheizung
Anschaffung
5.000–15.000 €
Betrieb/Jahr
1.200–2.500 €
CO₂
Je nach Brennstoff
Geeignet für
Häuser, Wohnungen
Solarthermie
Anschaffung
5.000–15.000 €
Betrieb/Jahr
Minimal
CO₂
Keine
Geeignet für
Ergänzend, sonnige Lagen
Gasheizung
Anschaffung
3.000–8.000 €
Betrieb/Jahr
1.500–2.500 €
CO₂
Hoch
Geeignet für
Bestehende Anschlüsse
Ölheizung
Anschaffung
4.000–10.000 €
Betrieb/Jahr
2.500–3.500 €
CO₂
Sehr hoch
Geeignet für
Auslaufend (EWG)
Stromheizung
Anschaffung
500–2.000 €
Betrieb/Jahr
2.500–4.000 €
CO₂
Strommix-abhängig
Geeignet für
Kleine Räume, Ergänzung
Quellen: wohnnet.at, Energiesparhaus.at. Betriebskosten für einen Durchschnittshaushalt (~100 m², mittlere Dämmung).
Erneuerbare Heizungsarten im Detail
Im Rahmen des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWG) setzt Österreich auf den Umstieg zu klimafreundlichen Heizsystemen. Diese drei Technologien bieten die niedrigsten Betriebskosten und werden staatlich gefördert.
Wärmepumpe
Wärmepumpen nutzen Umweltenergie aus Luft, Wasser oder Erdwärme, um Wärme zu erzeugen. Sie sind das effizienteste Heizsystem auf dem Markt und besonders in Neubauten oder sanierten Gebäuden verbreitet, die auf Energieeffizienz ausgerichtet sind.
Anschaffungskosten: Zwischen 7.000 und 20.000 € je nach Typ (Luft, Wasser oder Erdwärme).
Vorteile
- Hohe Energieeffizienz und niedrigste Betriebskosten aller Heizsysteme
- Nutzung erneuerbarer Energiequellen – nahezu keine CO₂-Emissionen
- Kann im Sommer auch zur Kühlung eingesetzt werden
Nachteile
- Hohe Anschaffungskosten (durch Förderungen deutlich reduzierbar)
- Effizienz sinkt bei sehr niedrigen Außentemperaturen (Luftwärmepumpe)
- Erfordert regelmäßige Wartung durch Fachkräfte
Pelletheizung
Pelletheizungen verbrennen Holzpellets zur Wärmeerzeugung und bieten den Komfort einer automatischen Brennstoffzufuhr und Temperaturregelung. Sie werden vermehrt in ländlichen Gebieten eingesetzt, besonders wo Biomasse leicht verfügbar ist. Mehr dazu auf unserer Seite zur Pelletheizung.
Anschaffungskosten: Zwischen 2.000 und 5.000 €.
Vorteile
- Automatische Brennstoffzufuhr und Temperaturregelung
- CO₂-neutral – Holz ist ein nachwachsender Rohstoff
- Kompakte Bauweise und einfache Bedienung
Nachteile
- Lagerraum für Pellets erforderlich
- Abhängigkeit von Pelletlieferanten und Preisschwankungen
- Wartungsaufwand für den Ofen und die Zuführungsmechanismen
Solarthermie
Solarthermieanlagen nutzen Sonnenenergie zur Erwärmung von Wasser oder Luft für Heizzwecke. Sie eignen sich ideal als Ergänzung zu einem anderen Heizsystem und werden oft in Eigenheimen mit guter Sonneneinstrahlung installiert.
Anschaffungskosten: Zwischen 5.000 und 15.000 €.
Vorteile
- Kostenlose Sonnenenergie – minimale laufende Kosten
- Nahezu keine CO₂-Emissionen im Betrieb
- Fördermöglichkeiten durch staatliche Programme
Nachteile
- Hohe Anschaffungskosten für Solarkollektoren
- Begrenzte Effizienz in den Wintermonaten
- Meist nur als Ergänzung sinnvoll – deckt selten 100 % des Wärmebedarfs
Konventionelle und weitere Heizungsarten
Fernwärme
Fernwärme wird von einem zentralen Heizwerk erzeugt und über ein Netzwerk von Rohren zu Gebäuden transportiert. Sie stammt aus verschiedenen Quellen wie Biomasse, Müllverbrennung oder Geothermie und ist besonders in größeren Städten verbreitet.
Anschlusskosten: Zwischen 2.000 und 5.000 € (je nach Entfernung und Standort).
Vorteile
- Kein Heizkessel nötig – geringer Platzbedarf im Gebäude
- Niedrigere Emissionen durch zentrale Erzeugung
- Geringer Wartungsaufwand für den Endverbraucher
Nachteile
- Hohe Anschlusskosten an das Fernwärmenetz
- Abhängigkeit von einem externen Versorger
- Nur dort verfügbar, wo Fernwärmeinfrastruktur vorhanden ist
Zentralheizung
Die Zentralheizung ist ein vielseitiges System, das mit verschiedenen Brennstoffen wie Gas, Öl oder Biomasse betrieben werden kann. Sie sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung im gesamten Gebäude.
Anschaffungskosten: Zwischen 5.000 und 15.000 €.
Vorteile
- Gleichmäßige Wärmeverteilung im gesamten Gebäude
- Kann mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden
- Integration erneuerbarer Energien wie Biomasse möglich
Nachteile
- Hohe Anschaffungs- und Installationskosten
- Abhängigkeit von Brennstoffpreisen
- Ineffizienz bei älteren Anlagen
Gasheizung
Gasheizungen sind in 22 % der österreichischen Haushalte verbreitet, besonders in städtischen Gebieten mit bestehendem Gasanschluss. Mehr erfahren Sie auf unserer Seite zum Heizen mit Gas.
Anschaffungskosten: Zwischen 3.000 und 8.000 €.
Vorteile
- Bewährte Technologie mit zuverlässiger Wärmeversorgung
- Platzsparend – kein Brennstofflager nötig
- Programmierbare Thermostate ermöglichen präzise Steuerung
Nachteile
- Hohe CO₂-Emissionen – fossiler Brennstoff
- Abhängigkeit von Gaspreisschwankungen und geopolitischen Faktoren
- Auslaufend – Neuinstallationen in Neubauten ab 2025 verboten
Ölheizung
Ölheizungen sind in vielen älteren Gebäuden in Österreich zu finden. Der Trend geht jedoch klar zu umweltfreundlicheren Alternativen – ab 2035 müssen besonders alte Anlagen (Baujahr vor 1980) laut EWG-Fahrplan ersetzt werden.
Anschaffungskosten: Zwischen 4.000 und 10.000 €.
Vorteile
- Unabhängigkeit von Gasleitungen oder Fernwärmenetzen
- Einfache Anpassung bestehender Anlagen auf erneuerbare Kraftstoffe
- Relativ kostengünstige Installation
Nachteile
- Höchste CO₂-Emissionen aller Heizsysteme
- Starke Abhängigkeit von Ölpreisschwankungen
- Auslaufend – gesetzlicher Austausch bis 2040 vorgesehen
Elektroheizung & Infrarotheizung
Elektroheizungen und Infrarotheizungen erzeugen Wärme durch elektrischen Strom. Sie eignen sich als zusätzliche Heizquelle in kleinen Räumen oder Gebäuden mit begrenztem Platz, haben aber die höchsten Betriebskosten. Auch die Nachtspeicherheizung gehört in diese Kategorie.
Anschaffungskosten: Zwischen 500 und 3.000 €.
Vorteile
- Geringste Anschaffungskosten aller Heizsysteme
- Kein Platzbedarf für Brennstofflagerung
- Einfache Installation und individuelle Raumregelung
Nachteile
- Höchste Betriebskosten (2.500–4.000 €/Jahr)
- Geringe Energieeffizienz im Vergleich zu Wärmepumpen
- CO₂-Bilanz abhängig vom Strommix
Kaminofen
Der Kaminofen erzeugt Wärme durch Verbrennung von Holz oder Holzbriketts. Er bietet eine gemütliche Atmosphäre und ist oft in ländlichen Gebieten oder als Zusatzheizung in Wohnungen mit Schornstein zu finden.
Anschaffungskosten: Zwischen 1.000 und 3.000 €.
Vorteile
- Gemütliche Atmosphäre und ästhetischer Wert
- Unabhängigkeit von externen Energieversorgern
- Nutzung eines nachwachsenden Brennstoffs
Nachteile
- Hoher Aufwand für Beschaffung und Lagerung von Brennholz
- Unregelmäßige Wärmeverteilung im Raum
- Umweltbelastung durch Feinstaubemissionen
Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWG): Der Fahrplan zum Heizungstausch
Österreich verfolgt das Ziel der Klimaneutralität bis 2040. Das geplante Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWG) sieht einen stufenweisen Ausstieg aus fossilen Heizsystemen vor. Auch wenn das Gesetz noch nicht final beschlossen ist, hat die Regierung den Fahrplan klar kommuniziert:
Ab 2025
Keine neuen Öl- & Kohleheizungen
Neubauten müssen mit erneuerbaren Heizsystemen ausgestattet werden.
Ab 2025
Keine neuen Gasheizungen
Auch Erdgas-Heizungen dürfen in Neubauten nicht mehr installiert werden.
Ab 2035
Austauschpflicht alte Anlagen
Öl- und Kohleheizungen (Baujahr vor 1980) müssen durch erneuerbare Systeme ersetzt werden.
Bis 2040
Klimaneutral heizen
Alle fossilen Heizungen in Österreich sollen durch erneuerbare Systeme ersetzt sein.
Förderungen für den Heizungstausch in Österreich
In Österreich stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um den Austausch alter Heizsysteme finanziell zu unterstützen.
Sauber Heizen für Alle 2026
Das Bundesministerium für Klimaschutz (BMK) unterstützt einkommensschwache Haushalte beim Umstieg von fossilen auf klimafreundliche Heizsysteme. Die Förderung deckt bis zu 75 % der Investitionskosten ab.
Förderung auf einen Blick
Zielgruppe
Privatpersonen (Ein-/Zweifamilienhäuser, Reihenhäuser)
Förderhöhe
Bis zu 75 % der Investitionskosten
Geförderte Systeme
Wärmepumpe, Pelletheizung, Fernwärmeanschluss
Ablauf
Online-Registrierung + Energieberatung + Antrag
Heizkostenzuschuss der einzelnen Bundesländer
Zusätzlich gewähren die Bundesländer Heizkostenzuschüsse, um die steigenden Kosten für Heizung und Energie abzufedern. Die Voraussetzungen und Antragsfristen variieren je nach Bundesland.
| Bundesland | Zuschuss | Einkommensgrenze | Status |
|---|---|---|---|
| Burgenland | Max. 2.000 € | 63.000 € brutto/Haushalt | Prüfen |
| Kärnten | 210–280 € | 1.160 € netto/Monat (Einzel) | Prüfen |
| Niederösterreich | Bis zu 225 € | Unter Ausgleichszulagenrichtsatz | Prüfen |
| Oberösterreich | 200 € | 17.700 € brutto/Jahr (Einzel) | Prüfen |
| Salzburg | 600 € | 1.392 € netto/Monat (Einzel) | Prüfen |
| Steiermark | 340 € | 1.392 € monatlich (Einzel) | Prüfen |
| Tirol | 250 € | 1.200 € monatlich (Einzel) | Prüfen |
| Vorarlberg | 500 € | 1.900 € monatlich (Einzel) | Prüfen |
| Wien | Max. 500 € | Keine Einkommensgrenze | Prüfen |
Tipps zum richtigen Heizverhalten in Österreich
Mit einfachen Maßnahmen lassen sich Heizkosten um bis zu 30 % senken. Die folgenden Tipps helfen, den Energieverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig ein angenehmes Raumklima zu erhalten.
Raumtemperatur optimal einstellen
Tagsüber 20–22 °C, nachts 15–18 °C. Thermostatventile je Raum anpassen. Jedes Grad weniger spart bis zu 6 % Heizkosten.
Stoßlüften statt Dauerkippen
5–10 Minuten Stoßlüften mehrmals täglich ist effektiver als dauerhaft gekippte Fenster und minimiert Wärmeverluste.
Heizung regelmäßig warten
Jährliche Wartung durch Fachkräfte steigert die Effizienz und spart bis zu 10 % der Heizkosten. Heizkörper regelmäßig entlüften.
Sonnenergie nutzen
Tagsüber Vorhänge öffnen, um Räume natürlich zu erwärmen. Nachts Vorhänge schließen, um Wärmeverluste durch Fenster zu reduzieren.
Gebäudedämmung verbessern
Isolierte Fenster, Dach- und Fassadendämmung minimieren Wärmeverluste. Abdichtung von undichten Stellen an Fenstern und Türen prüfen.
Heizsystem wechseln
Der Umstieg auf eine Wärmepumpe oder Pelletheizung spart langfristig Tausende Euro. Staatliche Förderungen machen die Investition attraktiver.
Häufige Fragen zum Thema Heizung
Die Wärmepumpe ist mit jährlichen Betriebskosten von 600 bis 1.500 Euro das günstigste Heizsystem in Österreich. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage lassen sich die Stromkosten zusätzlich senken. Auch Pelletheizungen (1.000–1.600 €/Jahr) bieten vergleichsweise niedrige laufende Kosten.
Wärmepumpen und Solarthermieanlagen verursachen im Betrieb nahezu keine CO₂-Emissionen. Pelletheizungen gelten als CO₂-neutral, da nur so viel CO₂ freigesetzt wird, wie der Baum zuvor gebunden hat. Fernwärme ist umweltfreundlich, wenn sie auf erneuerbaren Quellen basiert – in Österreich ist das bei etwa der Hälfte der Fall.
Ja, bestehende Ölheizungen dürfen vorerst weiterbetrieben werden. Allerdings sieht das geplante Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWG) ein stufenweises Verbot vor: Ab 2025 dürfen keine neuen Ölheizungen mehr in Neubauten installiert werden, und ab 2035 müssen besonders alte Anlagen (Baujahr vor 1980) ersetzt werden. Bis 2040 sollen alle fossilen Heizungen in Österreich durch erneuerbare Systeme ersetzt sein. Die staatliche Förderung „Sauber Heizen für Alle" unterstützt den Umstieg finanziell.
Das BMK bietet über die Initiative „Sauber Heizen für Alle" Förderungen für den Umstieg von fossilen auf klimafreundliche Heizsysteme. Gefördert werden Wärmepumpen, Pelletheizungen und Fernwärmeanschlüsse. Die Förderhöhe beträgt bis zu 75 % der Investitionskosten für einkommensschwache Haushalte. Zusätzlich gewähren einzelne Bundesländer Heizkostenzuschüsse. Alle Details finden Sie auf unserer Seite zu Heizkostenzuschüssen.
Die effektivsten Maßnahmen: Raumtemperatur senken (1 °C weniger spart bis zu 6 % Heizkosten), Stoßlüften statt Dauerkippen, Heizkörper regelmäßig entlüften, nachts Vorhänge schließen und die Gebäudedämmung verbessern. Langfristig lohnt sich der Umstieg auf ein effizientes Heizsystem wie eine Wärmepumpe oder Pelletheizung. Mehr dazu auf unserer Seite zu Heizkosten.
Die Anschaffungskosten variieren stark: Elektroheizungen ab 500 €, Kaminöfen ab 1.000 €, Pelletöfen ab 2.000 €, Zentralheizungen ab 5.000 €, und Wärmepumpen ab 7.000 bis 20.000 €. Die hohen Anschaffungskosten erneuerbarer Systeme amortisieren sich durch niedrigere Betriebskosten – meist innerhalb von 5 bis 10 Jahren. Staatliche Förderungen reduzieren die Investition zusätzlich.
Heizkosten senken mit dem passenden Tarif
Unsere Berater:innen vergleichen für Sie günstige Strom- und Gasangebote und übernehmen den Wechsel – kostenlos und unverbindlich.
- Kostenlose Beratung
- Wechsel in 5 Minuten
- Kein Risiko