17.000–23.000 €

Anschaffungskosten

Komplettpaket inkl. Lagertechnik und Montage

bis 7.500 €

Förderung

Sauber Heizen für Alle — beim Tausch einer fossilen Heizung

300–450 €/t

Pelletpreis

Pro Tonne Holzpellets in Österreich

Was kostet eine Pelletheizung?

Die Kosten für eine Pelletheizung setzen sich aus der Anschaffung des Heizkessels, dem Zubehör wie Lager- und Fördertechnik sowie den Installationskosten zusammen. Bitte beachten Sie, dass die Angaben Richtwerte darstellen — für aktuelle Preise empfehlen wir, sich direkt an die Hersteller zu wenden.

Anschaffungskosten nach Hersteller

Fröling

ab 18.000 €

Modell P4

10–50 kW

Kessel: 9.000–12.000 €, Komplettpaket: 18.000–22.000 €

Windhager

ab 17.000 €

Modell BioWIN2

12–60 kW

Kessel: 8.500–11.500 €, Komplettpaket: 17.000–21.000 €

Hargassner

ab 18.500 €

Modell Classic

9–60 kW

Kessel: 9.200–12.500 €, Komplettpaket: 18.500–23.000 €

ETA

ab 17.500 €

Modell PU

7–50 kW

Kessel: 8.800–11.800 €, Komplettpaket: 17.500–22.000 €

Kontaktieren Sie den jeweiligen Hersteller direkt für ein individuelles Angebot — die tatsächlichen Kosten hängen von Leistung, Ausstattung und Einbausituation ab.

Laufende Kosten im Vergleich

Neben den Anschaffungskosten sollten Sie die laufenden Betriebskosten berücksichtigen. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus (150 m², mittlere Dämmung) verbraucht ca. 5 bis 6 Tonnen Pellets pro Jahr.

Jährliche Heizkosten im Vergleich für ein Einfamilienhaus
Heizsystem Brennstoffkosten/Jahr Wartung/Jahr Strom/Jahr Gesamt/Jahr
Pelletheizung 1.500–2.700 € 200–300 € 100–150 € 1.800–3.150 €
Hackschnitzelheizung 1.200–2.400 € 200–400 € 100–150 € 1.500–2.950 €
Gasheizung 1.800–2.800 € 150–250 € 1.950–3.050 €
Ölheizung 2.500–3.500 € 200–350 € 2.700–3.850 €

Richtwerte für ein Einfamilienhaus ~150 m², mittlere Dämmung. Quellen: proPellets Austria, Energiesparhaus.at.

Förderung von Pelletheizungen in Österreich

In Österreich wird der Umstieg auf umweltfreundliche Pelletheizungen durch staatliche Förderprogramme unterstützt. Die Förderungen erfolgen sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene und können mit zusätzlichen regionalen Zuschüssen kombiniert werden.

Bundesweite Förderung: Sauber Heizen für Alle

Die Bundesregierung unterstützt den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme im Rahmen des Programms „Sauber Heizen für Alle". Beim Austausch einer alten fossilen Heizung gegen eine Pelletheizung können Förderungen von bis zu 7.500 Euro beantragt werden.

Bundesförderung auf einen Blick

7.500

Bis zu 75 % der Investitionskosten

Zielgruppe

Privatpersonen (Ein-/Zweifamilienhäuser, Reihenhäuser)

Voraussetzung

Austausch einer fossilen Heizung (Öl, Gas, Kohle)

Ablauf

Online-Registrierung + Energieberatung + Antrag

Registrierung und aktuelle Informationen zu verfügbaren Budgetmitteln finden Sie auf umweltfoerderung.at. Beantragen Sie die Förderung unbedingt vor Baubeginn.

Weitere Fördermöglichkeiten der Bundesländer

Viele Bundesländer bieten zusätzlich zur Bundesförderung eigene Zuschüsse an. Die Förderhöhen und Bedingungen variieren — es lohnt sich, bei der jeweiligen Landesregierung die aktuellen Richtlinien zu erfragen.

Alle Details zu Heizkostenzuschüssen der Bundesländer finden Sie auf unserer Seite zum Heizkostenzuschuss. Wie Sie Ihre Heizkosten berechnen und senken können, erfahren Sie unter Heizkosten berechnen.

Darauf sollten Sie beim Kauf einer Pelletheizung achten!

Der Kauf einer Pelletheizung ist eine langfristige Investition. Um Fehlkäufe zu vermeiden, sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

Dimensionierung

Die Heizleistung muss optimal auf den Wärmebedarf abgestimmt sein. Ein Fachmann berücksichtigt Gebäudedämmung, Wohnfläche, Klimaregion und Nutzungsverhalten. Über- oder Unterdimensionierung vermeiden.

Qualität des Heizkessels

Achten Sie auf hochwertige Verarbeitung und gute Isolierung. Marken wie Fröling, Windhager und Hargassner sind bekannt für Langlebigkeit und moderne Steuerungstechnologien.

Pelletlagerung

Drei Optionen: Gewebetanks (flexibel, platzsparend), Mauerwerkssilos (dauerhaft, bei ausreichend Platz) und Erdtanks (platzsparend, höhere Installationskosten). Rechnen Sie mit 3 bis 6 m² Lagerfläche.

Automatisierung & Bedienkomfort

Moderne Pelletheizungen bieten automatische Ascheentleerung, Selbstreinigung und App-Steuerung per Smartphone. Ein hoher Automatisierungsgrad erleichtert den Alltag erheblich.

Effizienzklassen & Förderungen

Achten Sie auf das Energielabel. Hocheffiziente Modelle (A+ oder besser) sind nicht nur sparsamer im Betrieb, sondern in der Regel auch förderungsfähig.

Beratung & Kundenservice

Lassen Sie sich vom Fachmann beraten und prüfen Sie, ob der Hersteller oder ein regionaler Servicepartner für jährliche Wartung und Ersatzteile gut erreichbar ist.

Pelletheizungen: Aufbau, Funktion & Wartung

Pelletheizungen gehören zu den modernen, umweltfreundlichen Heizsystemen. Sie werden mit Holzpellets betrieben — kleinen Presslingen aus Sägemehl und Holzspänen, die unter hohem Druck ohne chemische Bindemittel hergestellt werden. Durch die Kombination aus moderner Technik und hoher Effizienz stellen sie eine attraktive Alternative zu fossilen Heizsystemen dar.

Wie ist eine Pelletheizung aufgebaut?

Eine Pelletheizung besteht aus sechs zentralen Komponenten:

Pelletlager

Ein Vorratsraum, Gewebetank oder Silo, in dem die Holzpellets trocken gelagert werden. Fassungsvermögen typischerweise 4 bis 6 Tonnen für ein Einfamilienhaus.

Fördersystem

Transportiert die Pellets automatisch vom Lager zur Heizung — mittels Förderschnecke oder pneumatischer Saugvorrichtung. Kein manuelles Nachlegen nötig.

Brenner

Das Herzstück der Anlage: Hier werden die Pellets kontrolliert verbrannt. Moderne Brenner erreichen einen Wirkungsgrad von 90 bis 95 % bei minimalen Emissionen.

Wärmetauscher

Überträgt die Verbrennungswärme an das Heizwasser. Das aufgeheizte Wasser zirkuliert im Haus und versorgt Heizkörper, Fußbodenheizungen oder andere Wärmeabnehmer.

Aschebehälter

Sammelt die Verbrennungsrückstände. Moderne Anlagen verfügen über automatische Aschekompression, sodass der Behälter nur alle paar Wochen geleert werden muss.

Regelungseinheit

Steuert den gesamten Heizprozess automatisch: Brennstoffzufuhr, Temperatur, Luftzufuhr. Viele Anlagen bieten Zeitprogramme, App-Steuerung und Notfallabschaltung.

Die Funktionsweise einer Pelletheizung

Der gesamte Heizprozess läuft vollautomatisch ab: Das Fördersystem transportiert Pellets vom Lager in die Brennkammer, wo sie kontrolliert verbrannt werden. Der Wärmetauscher überträgt die Energie an das Heizwasser, das im Haus zirkuliert. Asche wird automatisch gesammelt — der Wirkungsgrad liegt bei 90 bis 95 %.

Wartung und Pflege

Aschebehälter alle 2 bis 6 Wochen leeren, Wärmetauscher reinigt sich bei vielen Modellen automatisch. Eine jährliche Fachmann-Inspektion (ca. 200–300 €) sichert Effizienz und Sicherheit.

Weiterlesen:

Der Brennstoff: Holzpellets in Österreich

Holzpellets bestehen aus Sägemehl und Holzspänen, die ohne chemische Bindemittel unter hohem Druck gepresst werden. Als Abfallprodukt der heimischen Holzindustrie sind sie ein nachhaltiger und regional verfügbarer Brennstoff.

CO2-neutral

Nachwachsender Rohstoff

Nur so viel CO2 wie der Baum während des Wachstums aufgenommen hat

Heizwert

4,8–5,3

kWh pro Kilogramm

Hohe Energiedichte für effiziente Wärmeerzeugung

Regional

Heimische Produktion

Abfallprodukt der österreichischen Holzindustrie

Qualitätsstandards: ENplus und DINplus

In Österreich gelten strenge Standards für Pellets. Die wichtigsten Zertifizierungen:

ENplus A1 (Premium)

Höchste Qualitätsstufe: Aschegehalt unter 0,7 %, Restfeuchte unter 10 %, Heizwert mindestens 4,6 kWh/kg. Empfohlen für alle Pelletheizungen im Privatbereich.

ENplus A2 / DINplus

Gute Qualität mit etwas höherem Aschegehalt (unter 1,2 %). Geeignet für größere Anlagen mit automatischer Aschekompression. DINplus ist das deutsche Pendant mit vergleichbaren Anforderungen.

Was sind die Vor- und Nachteile einer Pelletheizung?

Pelletheizungen bieten eine nachhaltige und kosteneffiziente Alternative zu fossilen Heizsystemen. Wie bei jeder Heizungsart gibt es Aspekte, die für und gegen die Anschaffung sprechen.

Vorteile

  • CO2-neutraler Brennstoff — bei der Verbrennung wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Bäume zuvor gebunden haben
  • Günstiger als Gas und Heizöl — Pellets kosten ca. 300–450 €/Tonne, die jährlichen Heizkosten sind deutlich niedriger
  • Hoher Automatisierungsgrad — komfortable Bedienung ähnlich einer Gasheizung, mit App-Steuerung und automatischer Ascheentleerung
  • Bis zu 7.500 € Förderung — staatliche Zuschüsse senken die Investitionskosten erheblich
  • Lange Lebensdauer — 20 bis 25 Jahre bei regelmäßiger Wartung
  • Regionale Wertschöpfung — Pellets stammen aus der heimischen Holzindustrie

Nachteile

  • Hohe Anfangsinvestition — 17.000 bis 23.000 € Komplettpaket (durch Förderungen reduzierbar)
  • Platzbedarf — ein separater Lagerraum oder Tank für die Pellets ist notwendig (3 bis 6 m²)
  • Regelmäßige Wartung — Aschebehälter muss alle paar Wochen geleert werden, jährliche Inspektion erforderlich
  • Preisschwankungen — Pelletpreise variieren saisonal und können in kalten Wintern steigen

Umweltbilanz: Wie viel CO2 spart eine Pelletheizung?

Holzpellets gelten als nahezu CO2-neutraler Brennstoff. Berücksichtigt man Transport und Herstellung, ergibt sich im Vergleich zu fossilen Heizsystemen ein deutlicher Umweltvorteil:

CO2-Ausstoß pro Jahr (Einfamilienhaus, 150 m²)

Pelletheizung CO2-neutral
~0,4 t
Gasheizung
~4,5 t
Ölheizung
~6,5 t
Kohleheizung
~8 t

Richtwerte für ein Einfamilienhaus mit ca. 20.000 kWh Heizbedarf/Jahr. CO2-Faktor Pellets berücksichtigt Transport und Herstellung. Quelle: Umweltbundesamt Österreich.

Beim Umstieg von einer Ölheizung auf eine Pelletheizung sparen Sie rund 5 bis 6 Tonnen CO2 pro Jahr — ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz und im Einklang mit Österreichs Ziel der Klimaneutralität bis 2040.

Häufige Fragen zur Pelletheizung

Eine hochwertige Pelletheizung hat eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren. Voraussetzung ist eine regelmäßige jährliche Wartung durch Fachpersonal. Die Kessel der führenden österreichischen Hersteller Fröling, Windhager, Hargassner und ETA sind für eine besonders lange Nutzungsdauer ausgelegt.

Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus (ca. 150 m²) reicht eine Tankfüllung von 4 bis 6 Tonnen für eine gesamte Heizsaison. Die meisten Haushalte bestellen einmal jährlich im Sommer, wenn die Preise am niedrigsten sind. Moderne Pelletheizungen transportieren die Pellets automatisch vom Lager in die Brennkammer.

Ja, die Kombination von Pelletheizung und Solarthermie ist sehr sinnvoll. Die Solaranlage übernimmt in den Sommermonaten die Warmwasserbereitung vollständig und unterstützt in der Übergangszeit die Heizung. Dadurch sinkt der jährliche Pelletverbrauch um ca. 20 bis 30 %. Ein Pufferspeicher von 800 bis 1.000 Litern wird für die Kombination empfohlen.

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus benötigen Sie ein Lager mit einem Fassungsvermögen von ca. 4 bis 6 Tonnen. Das entspricht je nach Lagersystem einer Grundfläche von etwa 3 bis 6 m². Gewebetanks sind die platzsparendste Lösung, während Mauerwerkssilos mehr Raum benötigen aber langlebiger sind. Das Lager muss trocken und gut belüftet sein.

Holzpellets gelten als nahezu CO2-neutral, da bei der Verbrennung nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie die Bäume während ihres Wachstums aufgenommen haben. Berücksichtigt man Transport und Herstellung der Pellets, liegt der CO2-Ausstoß bei ca. 0,4 Tonnen pro Jahr für ein Einfamilienhaus — im Vergleich zu 4,5 Tonnen bei einer Gasheizung oder 6,5 Tonnen bei einer Ölheizung.

Der Preis für Holzpellets liegt in Österreich bei ca. 300 bis 450 € pro Tonne, abhängig von Jahreszeit und Liefermenge. Im Sommer sind die Preise in der Regel 10 bis 15 % günstiger als im Winter. Bei einer Bestellmenge von 5 Tonnen oder mehr erhalten Sie meist bessere Konditionen. Aktuelle Preise finden Sie beim Branchenverband proPellets Austria.

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