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Das Wichtigste auf einen Blick
- Das WLAN-Passwort steht auf dem Aufkleber an der Rückseite des Routers - dieses Werks-Passwort sollten Sie nach der Installation sofort ändern
- Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens 12 Zeichen, mit Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbolen - oder vier zufälligen Wörtern als Passphrase
- Ändern über Browser (192.168.1.1, a1.box, fritz.box) oder die App des Anbieters - dauert rund 5 Minuten
- Verschlüsselung auf WPA3 (oder mindestens WPA2) stellen - WEP und WPA sind knackbar und sollten nicht mehr genutzt werden
- Zusätzlich schützen: WPS und Fernwartung deaktivieren, Firmware aktuell halten, Gastnetz für IoT-Geräte einrichten
Was ist ein WLAN-Passwort und warum brauchen Sie es?
Ein WLAN-Passwort ist ein Authentifizierungscode, der den Zugang zu Ihrem drahtlosen Netzwerk regelt. Technisch betrachtet ist es eine alphanumerische Zeichenfolge, die zusammen mit dem Verschlüsselungsprotokoll (heute WPA2 oder WPA3) dafür sorgt, dass nur autorisierte Geräte Verbindung aufnehmen und den Datenverkehr nicht im Klartext mitlesen können.
Ohne Passwort könnte sich jeder in Reichweite Ihres Routers mit dem Breitbandanschluss verbinden und Ihre Bandbreite, aber auch Ihre IP-Adresse mitbenutzen. Besonders heikel: Angreifer im selben Netz können Passwörter, Session-Cookies und Bankdaten abfangen, wenn Websites noch unverschlüsselt arbeiten oder Apps falsch konfiguriert sind.
Zugangskontrolle
Nur Geräte mit dem richtigen Passwort dürfen ins Netz - Nachbarn und vorbeigehende Angreifer bleiben außen vor
Verschlüsselung
Das Passwort leitet den Schlüssel ab, mit dem alle übertragenen Daten kodiert werden - unverzichtbar gegen Mithörer
Haftungsschutz
Als Anschlussinhaber haften Sie für Aktivitäten über Ihre IP-Adresse - ein starkes Passwort hält Fremde draußen
Sicheres WLAN-Passwort erstellen: Die fünf Regeln
Ein starkes Passwort ist die erste Verteidigungslinie gegen Wörterbuch- und Brute-Force-Angriffe. Die folgenden fünf Regeln kombinieren die Empfehlungen des BSI und moderner Sicherheitsforschung - entscheidend sind vor allem Länge und Zufälligkeit, nicht die Komplexität jedes einzelnen Zeichens.
1. Mindestens 12 Zeichen
Je länger, desto besser - 16 bis 20 Zeichen sind ideal. Jedes zusätzliche Zeichen vervielfacht den Aufwand für Angreifer
2. Groß- und Kleinbuchstaben
Verteilen Sie Groß- und Kleinschreibung willkürlich - nicht nur am Anfang, sondern mitten im Wort
3. Zahlen und Sonderzeichen
Mindestens eine Ziffer und ein Symbol einbauen - Vorsicht mit Zeichen, die Router-Konfigurationen teils nicht akzeptieren (€, ß)
4. Keine persönlichen Daten
Geburtstage, Namen, Straßen oder Telefonnummern sind über Social Media für Angreifer schnell recherchiert
5. Sicher aufbewahren
Passwort-Manager wie Bitwarden, 1Password oder KeePass nutzen - nicht als Klartext im Notizbuch am Kühlschrank
Profi-Tipp: Passphrase
Vier zufällige Wörter mit Bindestrichen sind leichter zu merken und genauso sicher - Beispiel weiter unten
Schwach - in Sekunden geknackt
- ✗ sommer2024
- ✗ wlan12345
- ✗ Michael1980
- ✗ Mariahilfer23
- ✗ Passwort!
Stark - Jahrhunderte Rechenzeit
- ✓ Apfel-Wolke-37-Regen!
- ✓ 4Kaffee&Wien#Nebel
- ✓ T7q!mZp2Lx9vR@eF
- ✓ Donau_blau*Fisch!19
- ✓ schwarz-KATZE-42-Mond
WLAN-Passwort in drei Schritten ändern
Unabhängig von Hersteller und Modell läuft jede Änderung nach dem gleichen Muster ab: Sie öffnen die Konfigurationsoberfläche des Routers, ändern das WLAN-Passwort und speichern die Änderung. Für die meisten österreichischen Anbieter ist die gleiche Prozedur auch bequem in der App möglich.
Router-Oberfläche öffnen
IP-Adresse des Routers in den Browser eingeben (meist auf der Rückseite des Geräts aufgedruckt). Mit dem Admin-Passwort vom Aufkleber anmelden. Bei mobilen Routern befindet sich der Code oft unter dem Akku.
WLAN-Einstellungen ändern
Im Menü „WLAN", „Wireless" oder „Wi-Fi-Sicherheit" ein neues Passwort mit Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbolen eintragen. Gleichzeitig den Netzwerknamen (SSID) anpassen und WPA3 aktivieren.
Speichern und neu verbinden
Änderungen bestätigen - ohne Speichern geht alles verloren. Alle Geräte werden vom WLAN getrennt und müssen sich einmalig mit dem neuen Passwort neu anmelden.
Passwort vergessen? So setzen Sie zurück
Jeder moderne Router hat einen kleinen Reset-Knopf (meist eine vertiefte Taste auf der Rückseite). 10 bis 20 Sekunden mit einer Büroklammer gedrückt halten - das Gerät startet neu und setzt das WLAN-Passwort auf den Werks-Code vom Aufkleber zurück. Danach sofort wieder ändern, weil der Aufkleber-Code bei vielen Geräten aus einem bekannten Algorithmus abgeleitet ist.
Bei A1, Magenta und Drei können Sie das Passwort zusätzlich über die Kundenzone oder App zurücksetzen lassen - ohne physischen Zugriff auf den Router.
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WLAN-Passwort bei A1, Magenta, Drei und FRITZ!Box
Die Standard-Adressen und Menü-Pfade unterscheiden sich leicht zwischen den österreichischen Anbietern. Die folgende Tabelle zeigt, wo Sie bei den vier häufigsten Router-Familien anfangen müssen - zusätzlich ist bei allen Anbietern eine App verfügbar, die den Browser-Weg spart.
| Anbieter |
|---|
| A1 A1 WLAN-Box (ADB, Arcadyan) |
| Magenta Connect Box / Compal |
| Drei Drei HomeNet / Huawei-Router |
| FRITZ!Box AVM FRITZ!Box (alle Modelle) |
Abhängig vom Router-Modell können Adressen und Pfade leicht abweichen - die Werte auf dem Aufkleber haben Vorrang. Stand: April 2026.
WPA2 oder WPA3? Die Verschlüsselungsstandards im Vergleich
Das stärkste Passwort hilft wenig, wenn der Router es über ein veraltetes Protokoll überträgt. Die Verschlüsselung des WLAN hat sich in den letzten 25 Jahren mehrfach weiterentwickelt - heute sollten Sie nur noch WPA3 oder mindestens WPA2 verwenden.
| Protokoll | Empfehlung |
|---|---|
| WPA3 | Empfohlen für neue Router |
| WPA2 | Mindeststandard, weiterhin sicher |
| WPA | Veraltet, nicht mehr verwenden |
| WEP | Niemals verwenden |
Die meisten Router seit 2020 unterstützen WPA3. Bei älteren Geräten im Haushalt kann der Mischmodus WPA2/WPA3 (Transition Mode) sinnvoll sein - so bekommen neue Geräte die beste Sicherheit, ohne dass das alte Smart-TV offline bleibt.
WLAN-Netzwerk zusätzlich schützen: Sechs Einstellungen
Ein starkes Passwort ist das Fundament - für wirklich abgesicherte Heimnetze kommen aber sechs weitere Router-Einstellungen dazu. Alle sind in maximal zwei Minuten erledigt und erhöhen die Sicherheit spürbar.
Netzwerkname ändern
Ersetzen Sie die vorgegebene SSID (z. B. „A1-98023") durch einen neutralen Namen - Angreifer sehen sonst sofort Router-Typ und Anbieter
Fernverwaltung deaktivieren
Ohne diese Option kann niemand weltweit über die IP-Adresse an die Router-Oberfläche - Sie konfigurieren nur noch aus dem Heimnetz
Firewall aktivieren
Die integrierte Router-Firewall blockt unbefugte Zugriffe von außen und sollte bei allen Modellen eingeschaltet sein - ist meist Standard, aber prüfen schadet nicht
Gastnetz einrichten
Besucher, smarte Glühbirnen und Staubsauger-Roboter gehören ins Gastnetz - so kommen sie bei einer Sicherheitslücke nicht an Ihre PCs
WPS abschalten
Die „Wi-Fi Protected Setup"-PIN ist ein bekanntes Einfallstor - lieber einmalig das lange Passwort eingeben als die Schnell-Kopplung offen lassen
Firmware aktuell halten
Router-Updates schließen Sicherheitslücken - automatische Updates einschalten oder einmal pro Quartal manuell prüfen
Wer alle sechs Einstellungen aktiviert hat, betreibt ein sehr gut abgesichertes Heimnetz. Für noch mehr Privatsphäre unterwegs hilft zusätzlich ein VPN, für bessere Reichweite ein WLAN-Verstärker, und für eine Leistungsmessung ein WLAN-Tester.
Häufig gestellte Fragen zum WLAN-Passwort
Am einfachsten über die A1 Internet Optimizer App: Smartphone mit dem WLAN verbinden, App öffnen und unter Einstellungen den Punkt „WLAN-Netzwerkname und Passwort ändern" wählen. Alternativ im Browser a1.box oder 192.168.1.1 aufrufen und mit dem Admin-Passwort von der Rückseite der A1 WLAN-Box anmelden.
Seit iOS 16: Einstellungen → WLAN → auf den Namen des verbundenen Netzwerks tippen → Feld „Passwort" antippen und per Face ID oder Touch ID freigeben. Das Passwort wird dann im Klartext angezeigt und kann kopiert oder per AirDrop geteilt werden.
Das Werks-Passwort steht auf einem Aufkleber an der Rückseite oder Unterseite des Routers. Bei mobilen Routern (Hotspot-Geräte, MIFI) befindet sich der Code oft unter dem Akku. Wurde das Passwort bereits geändert, finden Sie es auf einem mit Windows oder macOS verbundenen Gerät in den Netzwerk-Einstellungen - oder Sie lassen den Router über den Reset-Knopf zurücksetzen.
Ein stark gewähltes Passwort (16+ Zeichen, zufällig) muss nicht regelmäßig getauscht werden - das widerspricht modernen Empfehlungen von NIST und BSI. Ändern Sie das Passwort nach einem Umzug, nach Gästebesuch, bei Verdacht auf Mitbenutzung und wenn Sie den alten Code im Klartext weitergegeben haben.
Den Reset-Knopf des Routers 10 bis 20 Sekunden mit einer Büroklammer drücken - das Gerät startet neu und übernimmt wieder die Werkseinstellungen inklusive dem Passwort vom Aufkleber. Anschließend unbedingt sofort ein eigenes Passwort setzen, weil der Aufkleber-Code bei vielen Routern aus Seriennummer und Hersteller-Algorithmus abgeleitet ist.
Der WPA-Standard erlaubt 8 bis 63 Zeichen aus dem ASCII-Zeichensatz: Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie die meisten Sonderzeichen. Vermeiden Sie Umlaute (ä, ö, ü), ß und das Euro-Zeichen - einige Router und Endgeräte interpretieren diese unterschiedlich, was Verbindungsprobleme verursacht. Leerzeichen sind erlaubt, können aber beim Eintippen am Handy zu Fehlern führen.
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