92 %

Breitband-Abdeckung

der österreichischen Haushalte haben einen Internetanschluss (Statista 2024)

~15 Min.

Einrichtungszeit

vom Auspacken bis zum ersten Surfen — ohne Techniker

5–7 Jahre

Lebensdauer

danach lohnt sich ein Austausch wegen neuer WLAN-Standards

Was ist ein Router und was macht er?

Ein Router ist ein Netzwerkgerät, das Datenpakete zwischen Ihrem Heimnetzwerk und dem Internet weiterleitet. Er ermöglicht es mehreren Geräten gleichzeitig — Laptop, Smartphone, Smart-TV, Tablet — über eine einzige Internetleitung zu surfen.

Moderne Router fungieren gleichzeitig als WLAN-Access-Point, Firewall und Telefonanlage. Sie schützen Ihr Netzwerk durch Verschlüsselung (WPA3 oder WPA2) und blockieren unerwünschte Zugriffe von außen.

Router vs. Modem vs. Mesh-System

  • Modem: Stellt die physische Verbindung zum Internet her (über DSL-, Kabel- oder Glasfaseranschluss). Viele aktuelle Geräte in Österreich sind Modem-Router-Kombis
  • Router: Verteilt das Internetsignal per Kabel (LAN) und Funk (WLAN) an Ihre Endgeräte
  • Mesh-System: Mehrere Geräte bilden ein gemeinsames WLAN-Netz, das auch große Wohnungen und mehrere Stockwerke lückenlos abdeckt

Router-Arten im Vergleich

Welcher Routertyp der richtige ist, hängt von Ihrem Internetanschluss und Ihren Anforderungen ab. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick.

Vergleich der Router-Arten in Österreich
Routertyp Anschluss Max. Geschwindigkeit Mobilität Ideal für
DSL-Router Telefonleitung bis 300 Mbit/s Stationär Standardnutzung, Surfen, Streaming
Kabel-Router Koaxialkabel (TV) bis 1.000 Mbit/s Stationär Schnelles Internet, Gaming, Home-Office
Glasfaser-Router Glasfaseranschluss (FTTH) bis 2.500 Mbit/s Stationär Maximale Bandbreite, viele Geräte
LTE/4G-Router SIM-Karte (Mobilfunk) bis 300 Mbit/s Mobil oder stationär Übergangslösung, ländliche Gebiete
5G-Router SIM-Karte (5G-Netz) bis 1.000+ Mbit/s Mobil oder stationär Schnelles Mobilfunk-Internet, kein Festnetz nötig
Mesh-System Alle Anschlussarten je nach Anschluss Stationär (mehrere Geräte) Große Wohnungen, mehrere Stockwerke

Stationär oder mobil?

Stationäre Router (DSL, Kabel, Glasfaser) bieten in der Regel eine stabilere Verbindung und höhere Geschwindigkeiten. Mobile Router (LTE/5G) brauchen keinen Festnetzanschluss und sind innerhalb weniger Minuten einsatzbereit — ideal als Übergangslösung oder für Gebiete ohne Breitband-Ausbau.

Router der österreichischen Anbieter

Bei Vertragsabschluss erhalten Sie von den großen Internetanbietern in Österreich einen Router — oft kostenlos oder gegen geringe monatliche Gebühr. Hier ein Überblick über die wichtigsten Geräte.

A1 Router

Standard: FRITZ!Box 7530 (DSL, bis 300 Mbit/s). Premium: FRITZ!Box 7590 AX mit Wi-Fi 6 (+ 6,90 €/Monat). Mobil: A1 Net Cube 3.2 T (LTE, bis 32 Geräte).

A1 Router im Detail

Magenta Router

Wi-Fi 6 Router mit bis zu 2,5× höherem Durchsatz als Wi-Fi 5. Mobil: Flex Box AX3000 (bis 128 Geräte). Dazu optionaler Mesh-WLAN-Verstärker für große Wohnungen.

Magenta Router im Detail

5G Router

Verfügbar bei A1, Magenta und Drei. Über 50 % der Bevölkerung haben bereits 5G-Abdeckung. Geschwindigkeiten bis über 1.000 Mbit/s — oft schneller als DSL.

5G Router im Überblick

Router einrichten in 4 Schritten

Die Einrichtung dauert etwa 15 Minuten und funktioniert bei allen Anbietern nach dem gleichen Prinzip. Arbeiten Sie die Schritte von oben nach unten ab.

1

Router anschließen

Verbinden Sie den Router mit der Steckdose und dem Internetanschluss (DSL-Kabel, Koaxialkabel oder Glasfaser-Dose). Bei mobilen Routern legen Sie die SIM-Karte Ihres Anbieters ein. Warten Sie, bis die Power-LED dauerhaft leuchtet (ca. 2 Minuten).

2

Gerät verbinden

Schließen Sie Ihren Computer per Ethernet-Kabel an den Router an — das ist beim ersten Mal am einfachsten. Alternativ: WLAN-Netzwerk auf Ihrem Gerät suchen, Router auswählen und das Passwort eingeben (steht auf der Unterseite des Routers).

3

Router-Oberfläche öffnen

Öffnen Sie einen Browser und geben Sie die IP-Adresse des Routers ein (meist 192.168.1.1 oder 192.168.0.1 — steht auf dem Aufkleber des Geräts). Melden Sie sich mit den Standard-Zugangsdaten an.

4

WLAN-Name und Passwort festlegen

Folgen Sie dem Einrichtungsassistenten: Legen Sie einen eigenen WLAN-Namen (SSID) fest und vergeben Sie ein starkes Passwort. Speichern Sie die Einstellungen — der Router startet eventuell neu. Sobald die Internet-LED grün leuchtet, können Sie surfen.

Eine ausführliche Anleitung mit Tipps für DSL, Kabel und LTE finden Sie unter Internet selbst einrichten.

Router-Tarif

Neuer Router mit neuem Tarif?

Unsere Berater:innen vergleichen kostenlos alle Internet-Tarife mit modernem Leihrouter und finden das passende Paket für Ihre Adresse.

  • Kostenlose Beratung
  • Wechsel in 5 Minuten
  • Kein Risiko

WLAN-Signal optimieren: Standort und Frequenz

Die Geschwindigkeit, die bei Ihren Geräten ankommt, hängt stark vom Standort des Routers und den gewählten Einstellungen ab. Mit diesen Tipps holen Sie das Maximum heraus.

Optimaler Standort für den Router

  • Zentral aufstellen: Platzieren Sie den Router möglichst in der Mitte der Wohnung, damit das Signal alle Räume gleichmäßig erreicht
  • Erhöht positionieren: Auf einem Regal oder Schrank — nicht auf dem Boden oder hinter dem Fernseher
  • Freie Sicht: Dicke Wände, Metallregale und Mikrowellen dämpfen das WLAN-Signal erheblich
  • Abstand zu Störquellen: Mindestens 1 Meter Abstand zu Bluetooth-Geräten, schnurlosen Telefonen und anderen Funkquellen

2,4 GHz vs. 5 GHz: Die richtige Frequenz wählen

Vergleich der WLAN-Frequenzen 2,4 GHz und 5 GHz
Eigenschaft 2,4 GHz 5 GHz
Reichweite Größer (durchdringt Wände besser) Kleiner (stärker gedämpft)
Geschwindigkeit Langsamer Deutlich schneller
Störungen Anfälliger (viele Geräte nutzen 2,4 GHz) Weniger Störungen
Ideal für Smart-Home, weiter entfernte Räume Streaming, Gaming, Home-Office

Tipp: Ethernet für maximale Stabilität

Für Geräte, die durchgehend hohe Bandbreite brauchen — Smart-TV, Spielkonsole, Desktop-PC — lohnt sich eine direkte LAN-Kabelverbindung. Per Kabel erreichen Sie die volle Geschwindigkeit Ihres Tarifs ohne WLAN-Verluste.

WLAN-Standards im Überblick

Nicht jeder Router unterstützt die gleichen WLAN-Standards. Neuere Standards liefern höhere Geschwindigkeiten und eine bessere Leistung bei vielen gleichzeitig verbundenen Geräten.

WLAN-Standards im Vergleich
Standard Bezeichnung Max. Geschwindigkeit Besonderheit
Wi-Fi 5 802.11ac bis 3.500 Mbit/s Weit verbreitet, solide Alltagsleistung
Wi-Fi 6 802.11ax bis 9.600 Mbit/s Bis zu 2,5× schneller als Wi-Fi 5, effizienter bei vielen Geräten
Wi-Fi 6E 802.11ax (6-GHz-Band) bis 9.600 Mbit/s Zusätzliches 6-GHz-Band mit weniger Störungen
Wi-Fi 7 802.11be bis 46.000 Mbit/s Neueste Generation, noch wenige Geräte verfügbar

Empfehlung: Für die meisten Haushalte in Österreich ist ein Router mit Wi-Fi 6 die beste Wahl. Er bietet genug Leistung für Streaming, Home-Office und Smart-Home-Geräte und ist bei A1 und Magenta bereits als Standard- oder Premium-Option verfügbar.

Router-Sicherheit: Passwort, Verschlüsselung und Firmware

Ein schlecht gesicherter Router ist ein Einfallstor für unbefugte Zugriffe. Mit drei Maßnahmen schließen Sie die wichtigsten Sicherheitslücken.

Erste Maßnahme: Ändern Sie das Standard-Passwort Ihres Routers sofort nach der Einrichtung. Die voreingestellten Passwörter sind oft identisch für ganze Modellreihen und im Internet leicht zu finden.

WLAN-Passwort ändern

  1. Router-Oberfläche im Browser öffnen (z. B. 192.168.1.1)
  2. Mit den Zugangsdaten anmelden
  3. Unter „WLAN" oder „Sicherheit" das Passwort ändern
  4. Neues Passwort speichern — mindestens 12 Zeichen, mit Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen

Verschlüsselung prüfen

Stellen Sie sicher, dass Ihr Router WPA3 oder mindestens WPA2 als Verschlüsselung verwendet. Ältere Standards wie WEP gelten als unsicher und sollten nicht mehr eingesetzt werden.

Firmware regelmäßig aktualisieren

Firmware-Updates schließen Sicherheitslücken und verbessern die Kompatibilität mit neuen Geräten. Aktivieren Sie automatische Updates in der Router-Oberfläche oder prüfen Sie mindestens alle 3 Monate manuell.

Router-Probleme schnell lösen

Die meisten Router-Probleme lassen sich in wenigen Minuten beheben. Probieren Sie diese drei Schritte, bevor Sie den Support anrufen.

1

Router neu starten

Ziehen Sie das Netzkabel für 30 Sekunden und stecken Sie es wieder ein. Warten Sie 2–3 Minuten, bis der Router vollständig hochgefahren ist. Experten empfehlen einen monatlichen Neustart für optimale Performance.

2

Kabel und Verbindungen prüfen

Kontrollieren Sie, ob alle Kabel fest eingesteckt sind. Tauschen Sie ein verdächtiges Kabel testweise aus. Ein loses Ethernet- oder Stromkabel ist eine der häufigsten Ursachen.

3

Auf Werkseinstellungen zurücksetzen

Als letzter Ausweg: Halten Sie die Reset-Taste am Router 10 Sekunden lang gedrückt. Alle Einstellungen werden gelöscht und müssen neu konfiguriert werden.

Hilft keiner dieser Schritte? Eine ausführliche 7-Schritte-Anleitung mit den Störungshotlines aller Anbieter finden Sie unter Internet Störung beheben.

Häufige Fragen zum Router

Für einen Glasfaseranschluss (FTTH) benötigen Sie einen Router mit Glasfaser-Anschluss (WAN-Port für SFP-Modul) oder ein separates ONT-Modem, das die Glasfaserleitung in ein Ethernet-Signal umwandelt. Bei A1 und Magenta erhalten Sie das passende Gerät automatisch zum Vertrag.

Grundsätzlich ja — in der EU gilt die Routerfreiheit. In der Praxis verwenden die meisten Kunden in Österreich jedoch das Gerät des Anbieters, da es vorkonfiguriert ist und bei Problemen vom Support unterstützt wird. Wenn Sie einen eigenen Router nutzen möchten, benötigen Sie die Zugangsdaten Ihres Anbieters.

Experten empfehlen einen Neustart etwa einmal im Monat. Dabei werden temporäre Daten gelöscht und die Verbindung neu aufgebaut. Wenn Ihr Internet regelmäßig langsam ist oder abbricht, kann ein wöchentlicher Neustart helfen.

Stellen Sie den Router möglichst zentral und erhöht auf. Wenn das nicht reicht, hilft ein WLAN-Repeater oder ein Mesh-System. Magenta bietet dafür einen eigenen Mesh-Verstärker an, der sich nahtlos mit dem Magenta Router verbindet.

Wenn Ihr Router älter als 5–7 Jahre ist, unterstützt er möglicherweise keine aktuellen WLAN-Standards (Wi-Fi 6) und Sicherheitsprotokolle (WPA3). Auch bei einem Wechsel des Anschlusstyps (z. B. von DSL auf Glasfaser) ist ein neues Gerät nötig.

Ja, in der Regel müssen Sie den geliehenen Router innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsende an den bisherigen Anbieter zurücksenden. Andernfalls können Gebühren anfallen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Artikel zum Thema Router zurücksenden.
In 3 Minuten sparen

Neuer Router mit Ihrem Tarif? Jetzt beraten lassen

Unsere Berater:innen vergleichen kostenlos alle Internet-Tarife mit Leihrouter und finden das passende Paket für Ihren Bedarf.

  • Kostenlose Beratung
  • Wechsel in 5 Minuten
  • Kein Risiko