1 Gbit/s

Maximale Download-Geschwindigkeit

mit einem FTTH-Glasfaseranschluss

~50 %

FTTB/H-Abdeckung

der österreichischen Haushalte (RTR 2025)

3 Mrd. €

Breitbandstrategie 2030

öffentliche + private Investitionen in den Glasfaserausbau

Was ist Glasfaser?

Glasfaser Internet bezeichnet die Datenübertragung über Glasfaserkabel, in denen Lichtwellen statt elektrischer Impulse genutzt werden. Eine Glasfaser ist eine lange, dünne Faser aus hochreinem Glas, in der sich Licht nahezu verlustfrei ausbreiten kann — daher der Fachbegriff Lichtwellenleiter (LWL).

In einem Glasfaserkabel werden mehrere solcher Lichtwellenleiter gebündelt und mechanisch verstärkt. Dadurch können enorme Datenmengen über weite Strecken mit minimaler Signaldämpfung übertragen werden. Das Ergebnis: Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s im Download und symmetrische Upload-Raten, die DSL und Kabel-Internet deutlich übertreffen.

Gut zu wissen

Der Begriff „Glasfaser" wird im Alltag oft ungenau verwendet. Viele Internetanschlüsse nutzen Glasfaser nur bis zum Verteilerkasten, die letzten Meter laufen über Kupferkabel. Echtes Glasfaser bis in die Wohnung (FTTH) bietet die höchsten Geschwindigkeiten — mehr dazu im Abschnitt zu den Übertragungstechnologien.

Vorteile und Nachteile von Glasfaser Internet

Glasfaser ist anderen Übertragungstechnologien in vielen Bereichen überlegen, bringt aber auch einige Einschränkungen mit sich.

Vorteile

  • Höchste Geschwindigkeit: bis zu 1 Gbit/s symmetrisch (Download = Upload)
  • Sehr niedrige Latenz — ideal für Gaming, Video-Calls und Cloud-Anwendungen
  • Stabile Verbindung: unempfindlich gegenüber elektrischen und magnetischen Störfeldern
  • Kaum Signalverlust über lange Distanzen
  • Abhörsicher — Glasfaser lässt sich nicht unbemerkt anzapfen
  • Zukunftssicher: die Kapazität der Kabel ist noch lange nicht ausgereizt

Nachteile

  • Noch nicht flächendeckend verfügbar — besonders im ländlichen Raum
  • Monatliche Kosten meist 5–15 € höher als bei DSL-Tarifen
  • FTTH-Installation erfordert einen Technikertermin und bauliche Maßnahmen
  • Glasfaserkabel sind empfindlicher gegenüber mechanischer Belastung als Kupfer

Glasfaser vs. DSL vs. Kabel: Der Vergleich

Die drei gängigsten Anschlusstechnologien in Österreich im direkten Vergleich.

Vergleich Glasfaser, DSL und Kabel-Internet
Eigenschaft DSL (Kupfer) Kabel (Koax) Glasfaser (FTTH)
Max. Download bis 100 Mbit/s bis 500 Mbit/s bis 1.000 Mbit/s
Max. Upload bis 10 Mbit/s bis 50 Mbit/s bis 1.000 Mbit/s
Latenz (Ping) 15–40 ms 10–30 ms 1–5 ms
Störanfälligkeit Mittel (Wetter, Distanz) Mittel (Shared Medium) Gering
Verfügbarkeit AT Sehr hoch (~95 %) Hoch (~70 %) Steigend (~50 %)
Preis/Monat ab ~20 € ab ~25 € ab ~30 €
Videos 4x schneller laden: Mit Glasfaser laden Sie einen HD-Film (ca. 5 GB) in rund 40 Sekunden herunter — mit VDSL dauert das etwa 7 Minuten.

Glasfaser-Technologien: Von FTTN bis FTTH

Nicht jeder „Glasfaser-Anschluss" ist gleich. Entscheidend ist, wie weit die Glasfaser tatsächlich reicht. Je näher das Glasfaserkabel bis in Ihre Wohnung kommt, desto höher die erreichbare Geschwindigkeit.

1

FTTN — Fibre to the Node

Glasfaser bis zum nächsten Verteilerkasten (oft mehrere hundert Meter entfernt). Die letzten Meter laufen über Kupferkabel. Typische Geschwindigkeit: bis 100 Mbit/s.

2

FTTdp — Fibre to the Distribution Point

Glasfaser bis zur Kabelstange oder zum Kabelschacht vor Ihrem Haus. Ab dort wird auf Kupfer umgeschaltet. Deutlich schneller als FTTN, aber nicht das volle Glasfaser-Potenzial.

3

FTTB — Fibre to the Building

Glasfaser bis in den Keller Ihres Gebäudes. Von dort geht es per Kupfer in die einzelnen Wohnungen. In Mehrparteienhäusern eine verbreitete Lösung.

4

FTTH — Fibre to the Home

Glasfaser direkt bis in Ihre Wohnung, angeschlossen an einen Glasfaser-Router. Das ist echter Glasfaser-Anschluss mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s symmetrisch. Neubauten in Österreich werden zunehmend mit FTTH ausgestattet.

FTTD — Fibre to the Desk

In Unternehmen wird Glasfaser teilweise bis zum einzelnen Arbeitsplatz verlegt (FTTD). Für Privathaushalte ist FTTH der höchste Standard.

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Glasfaser-Verfügbarkeit in Österreich

Österreich war beim Glasfaserausbau lange europäisches Schlusslicht. Noch 2023 lag die FTTH-Quote laut RTR bei nur rund 1 % der Haushalte. Seitdem hat sich der Ausbau deutlich beschleunigt: Mitte 2025 erreicht die FTTB/FTTH-Abdeckung rund 50 % der österreichischen Haushalte.

Die Dynamik kommt aus zwei Richtungen: Private Telekommunikationsunternehmen investieren verstärkt in den Ausbau, und der Staat fördert Glasfaser über die Breitbandstrategie 2030 mit einem Gesamtvolumen von über 3 Milliarden Euro (öffentliche + private Mittel).

Glasfaserausbau nach Regionen

Der Ausbau verläuft regional sehr unterschiedlich:

  • Wien: Beste Abdeckung dank hoher Bevölkerungsdichte — A1, Magenta und Wien Energie bieten FTTH in den meisten Bezirken
  • Oberösterreich: Liwest und die Energie AG treiben den Ausbau voran
  • Salzburg: Die Salzburg AG baut das Glasfasernetz konsequent aus
  • Ländliche Gebiete: öGIG (Open Glasfaser Infrastruktur Gesellschaft) fokussiert sich auf unterversorgte Gemeinden

Breitbandförderung durch den Bund

Mit der Breitbandstrategie 2030 verfolgt Österreich das Ziel, flächendeckend Gigabit-fähige Anschlüsse bereitzustellen. Die wichtigsten Förderprogramme:

  • BBA 2030 Access: Förderung des Ausbaus in unterversorgten Gebieten
  • BBA 2030 OpenNet: Fördert offene Glasfasernetze, die mehrere Anbieter nutzen können
  • Connect: Anschlussförderung für Endkunden in geförderten Ausbaugebieten
Verfügbarkeit prüfen: Ob Glasfaser an Ihrer Adresse verfügbar ist, prüfen Sie am einfachsten über den RTR Breitbandatlas oder direkt auf der Website Ihres Anbieters.

Was kostet Glasfaser Internet?

Glasfaser-Tarife sind etwas teurer als DSL, dafür erhalten Sie deutlich höhere Geschwindigkeiten. Die monatlichen Kosten hängen vor allem von der gebuchten Bandbreite ab.

Glasfaser-Tarife in Österreich — Preisübersicht
Geschwindigkeit Monatliche Kosten (ca.) Geeignet für
100 Mbit/s 30–40 € Einzelperson, Surfen & Streaming
250 Mbit/s 40–55 € Haushalt mit 2–3 Personen, Home-Office
500 Mbit/s 50–70 € Familie, mehrere Geräte gleichzeitig
1.000 Mbit/s 70–100 € Power-User, Gaming, große Haushalte

Die Einrichtungsgebühr liegt je nach Anbieter zwischen 0 und 70 €. Bei einem FTTH-Neuanschluss übernimmt der Anbieter die Verlegung bis in die Wohnung in der Regel kostenlos — Voraussetzung ist ein Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von meist 24 Monaten.

Tipp: Kombi-Pakete nutzen

Viele Anbieter bieten Glasfaser im Bundle mit Festnetz und TV günstiger an. Bei A1 und Magenta sparen Sie mit einem Kombi-Paket bis zu 15 € pro Monat gegenüber Einzelbuchungen.

Glasfaser-Anbieter in Österreich

Mehrere Anbieter bauen Glasfasernetze in Österreich aus. Einen ausführlichen Vergleich finden Sie auf unserer Seite zu Glasfaser-Anbietern. Hier die wichtigsten im Überblick:

Glasfaser-Anbieter in Österreich
Anbieter Max. Download Technologie Verfügbarkeit
A1 1.000 Mbit/s FTTH / FTTB Österreichweit
Magenta 1.000 Mbit/s FTTH / Kabel Ballungszentren
Wien Energie 1.000 Mbit/s FTTH Wien
Salzburg AG 1.000 Mbit/s FTTH Salzburg
Liwest 1.000 Mbit/s FTTH / Kabel Oberösterreich
öGIG 1.000 Mbit/s FTTH (Open Access) Ländliche Gebiete

Glasfaser-Anschluss beantragen und installieren

So kommen Sie in vier Schritten zu Ihrem Glasfaser-Anschluss:

1

Verfügbarkeit prüfen

Geben Sie Ihre Adresse auf der RTR-Breitbandatlas-Website oder beim gewünschten Anbieter ein. Sie sehen sofort, ob Glasfaser an Ihrer Adresse verfügbar ist.

2

Tarif wählen und bestellen

Vergleichen Sie Tarife nach Geschwindigkeit, Preis und Vertragslaufzeit. Achten Sie auf Aktionspreise und die regulären Kosten nach Ende der Aktion.

3

Technikertermin (nur bei FTTH-Neuanschluss)

Bei einem erstmaligen FTTH-Anschluss verlegt ein Techniker das Glasfaserkabel bis in Ihre Wohnung und installiert die Glasfaser-Dose (ONT). Das dauert in der Regel 1–2 Stunden.

4

Router einrichten und lossurfen

Schließen Sie den mitgelieferten Router an die Glasfaser-Dose an. Die Einrichtung funktioniert wie bei jedem anderen Router — unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft Ihnen dabei.

Ländliche Gebiete: Wenn Glasfaser an Ihrer Adresse noch nicht verfügbar ist, können Sie bei Ihrer Gemeinde nachfragen, ob ein geförderter Ausbau geplant ist. In einigen Fällen finanzieren Gemeinden zusammen mit öGIG den Ausbau im Voraus.

Häufige Fragen zu Glasfaser Internet

Glasfaser Internet ist ein Breitbandanschluss, bei dem Daten über dünne Glasfasern aus hochreinem Glas übertragen werden. Lichtsignale transportieren die Daten mit minimalen Verlusten — das ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s und eine sehr stabile Verbindung.

Glasfaser bietet bis zu 10-mal höhere Geschwindigkeiten, deutlich niedrigere Latenz (1–5 ms statt 15–40 ms), symmetrische Upload-Raten und eine störungsresistentere Verbindung. Besonders für Home-Office, Streaming in 4K und Online-Gaming ist der Unterschied spürbar.

Glasfaser-Tarife beginnen bei etwa 30 € pro Monat für 100 Mbit/s. Für 1.000 Mbit/s zahlen Sie je nach Anbieter zwischen 70 und 100 € monatlich. Die Einrichtung ist bei den meisten Anbietern kostenlos oder gegen eine einmalige Gebühr von bis zu 70 € erhältlich.

Am einfachsten über den RTR Breitbandatlas (breitbandatlas.gv.at) — dort geben Sie Ihre Adresse ein und sehen die verfügbaren Technologien. Alternativ bieten A1, Magenta und andere Anbieter auf ihren Websites eigene Verfügbarkeitsprüfer an.

Glasfaser bietet höhere und stabilere Geschwindigkeiten, niedrigere Latenz und ist nicht von der Funkauslastung abhängig. 5G Home Internet ist eine gute Alternative, wenn kein Glasfaser-Anschluss verfügbar ist — in Sachen Stabilität und Upload-Geschwindigkeit hat Glasfaser aber die Nase vorn.

Wenn das Glasfasernetz bereits in Ihrer Straße liegt, dauert der Hausanschluss (FTTH) in der Regel 1–2 Stunden. Vom Vertragsabschluss bis zur Freischaltung vergehen je nach Anbieter 2–6 Wochen. In Neubaugebieten wird der Anschluss oft schon während der Bauphase gelegt.

Ja, Sie benötigen einen Router mit Glasfaser-Anschluss (SFP-Port) oder ein separates ONT-Modem (Optical Network Terminal), das die Lichtsignale umwandelt. Die meisten Anbieter liefern ein passendes Gerät mit dem Tarif mit.
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