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Hausanschlüsse

Strom, Gas, Internet, Wasser

3–6 Monate

Empfohlener Vorlauf

vor Einzug beantragen

3.500–15.000 €

Stromanschluss

größter Kostenblock

Bauherr

Antragsteller

oder Eigentümer / Bauleiter

Kosten & Vorlaufzeiten auf einen Blick

Die folgende Übersicht bündelt typische Bandbreiten für Österreich im Jahr 2026. Die konkreten Kosten hängen stark von der Entfernung zum bestehenden Versorgungsnetz, den Bodenverhältnissen und dem Gebäudetyp ab. Die Inneninstallation (Elektrik, Sanitär, Router) ist jeweils separat zu kalkulieren.

Typische Kosten und Vorlaufzeiten für Hausanschlüsse in Österreich
Anschluss Typische Kosten Vorlauf Antragsteller bei
Stromanschluss 3.500–15.000 € 2–6 Monate Netzbetreiber (z. B. Wiener Netze)
Gasanschluss 1.500–10.000 € 3–6 Monate Regionaler Gas-Netzbetreiber
Internetanschluss ab 30 €/Monat + 50–200 € einmalig 3–4 Monate Internetanbieter (A1, Magenta, Drei, LIWEST)
Wasseranschluss 2.000–5.000 € ≥ 6 Monate Wasserwerk (kommunal/regional)

Richtwerte, starke regionale Schwankungen möglich. Für Fernumzüge und besonders schwierige Erschließungen können Aufschläge von mehreren Tausend Euro entstehen.

Wie erhalte ich einen Stromanschluss im Neubau?

Der Stromanschluss ist die Voraussetzung, um das Gebäude mit elektrischer Energie zu versorgen. Zuständig ist in der Regel der Bauherr oder Eigentümer, alternativ der beauftragte Bauträger oder Architekt. Wichtig ist, die Verantwortung klar zu definieren, um Verzögerungen im Bauablauf zu vermeiden.

Wann sollte der Stromanschluss beantragt werden?

Der Antrag sollte frühzeitig gestellt werden — idealerweise unmittelbar nach der Baugenehmigung und noch bevor mit den Bauarbeiten begonnen wird. Die Vorlaufzeit für Bearbeitung und Installation kann mehrere Wochen bis Monate betragen, abhängig von Region und Bauprojekt.

Die Beantragung umfasst fünf Schritte:

1

Antragstellung beim Netzbetreiber

Die Netzbetreiber in Österreich sind regional unterschiedlich — z. B. Wiener Netze für Wien, Netz Oberösterreich für Oberösterreich. Der Antrag kann meist online über die Website des Netzbetreibers gestellt werden.

2

Unterlagen einreichen

  • Baupläne und Lagepläne des Neubaus
  • Angaben zur geplanten elektrischen Ausstattung (z. B. Anzahl und Art der Elektrogeräte, Heizungsanlage)
  • Informationen zum voraussichtlichen Stromverbrauch
3

Technische Prüfung und Angebotserstellung

Der Netzbetreiber prüft die technischen Voraussetzungen, insbesondere die Verfügbarkeit von Kapazitäten im bestehenden Netz und eventuelle Erweiterungen der Infrastruktur, und erstellt anschließend ein Angebot.

4

Auftragserteilung und Terminvereinbarung

Nach Annahme des Angebots wird ein Vertrag geschlossen und ein Termin für die Anschlussarbeiten vereinbart. Der Netzbetreiber koordiniert die Arbeiten mit den beteiligten Dienstleistern.

5

Installation und Abnahme

Die Installation erfolgt durch Fachkräfte des Netzbetreibers oder beauftragte Elektriker. Nach Abschluss der Arbeiten wird eine Abnahme durchgeführt, um die ordnungsgemäße Installation und Betriebsbereitschaft sicherzustellen.

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Wie hoch sind die Kosten für einen Stromanschluss?

Insgesamt sollten Sie in Österreich mit Kosten von etwa 3.500 bis 15.000 € rechnen. Die Gesamtsumme setzt sich aus folgenden Positionen zusammen:

Kostenstruktur Stromanschluss Neubau
Kostenposition Typische Bandbreite
Anschlussgebühr (Grundleistung) 1.000–2.500 €
Erschließung (Erdkabel, Verteiler) 2.000–10.000 €
Mess- und Prüfkosten 200–500 €
Baustromanschluss (temporär) 500–1.000 €
Inneninstallation (Steckdosen, Beleuchtung) 3.000–10.000 €

Die Entfernung zum nächsten Anschlusspunkt ist der wichtigste Kostentreiber bei der Erschließung.

Gasanschluss im Neubau — Planung und Kosten

Der Gasanschluss versorgt Neubauten mit Erdgas für das Heizen, Kochen und die Warmwasserbereitung. Der Antrag sollte rechtzeitig gestellt werden, damit der Anschluss zum Einzug oder zur Inbetriebnahme der Heizung bereit ist.

  • Planungsphase — idealer Zeitpunkt, um den Antrag zu stellen und mit dem Netzbetreiber abzustimmen
  • Baubeginn — spätester Zeitpunkt, um Verzögerungen im Bauablauf zu vermeiden

Wie und wo beantragt man den Gasanschluss?

Der Prozess variiert je nach Region und Netzbetreiber, folgt aber in der Regel diesen Schritten:

  1. Informationseinholung über die zuständigen Netzbetreiber in der Region
  2. Kontaktaufnahme per Telefon, E-Mail oder Online-Kontaktformular auf der Website des Netzbetreibers
  3. Antragsformular vollständig ausfüllen und mit Baupläne, Lageplan sowie Angaben zum geplanten Gasverbrauch (Heizung, Warmwasser, Küche) einreichen
  4. Angebot und Vertrag — der Netzbetreiber prüft die Unterlagen, erstellt ein Angebot mit Kosten und Zeitplan, nach Annahme kommt ein Vertrag zustande
  5. Durchführung der Arbeiten nach vereinbartem Zeitplan. Vor Einzug sollten Sie Gas anmelden

Was sind die Kosten für einen Gasanschluss?

Die Kosten variieren je nach Gebäudetyp:

  • Einfamilienhaus — rund 1.500 bis 3.000 €
  • Mehrfamilienhaus — je nach Größe und Komplexität 3.000 bis 10.000 € oder mehr

Drei Faktoren bestimmen den finalen Preis:

  • Lage des Grundstücks — je weiter von der Hauptleitung entfernt, desto höher die Verlegungskosten
  • Art des Anschlusses — Einfamilienhaus günstiger als Mehrfamilienhaus oder Gewerbeobjekt
  • Bauarbeiten — Erdarbeiten und Durchführungen durch Wände oder Fundamente

Internetanschluss beim Neubau

Ein zuverlässiger Internetanschluss ist für moderne Haushalte unverzichtbar — sei es für Beruf, Bildung, Unterhaltung oder Kommunikation. Beim Neubau in Österreich sollte der Antrag drei bis vier Monate im Voraus gestellt werden, damit der Anschluss zum Einzug bereit ist.

Wer und wo stellt man den Antrag?

Der Antrag wird typischerweise vom Bauherrn oder Eigentümer gestellt, alternativ vom beauftragten Bauunternehmen oder IT-Dienstleister. Er wird bei einem Internetdienstanbieter (ISP) eingereicht. Die größten Anbieter in Österreich sind:

  • A1 — größter Telekommunikationsanbieter, breite Palette inkl. Glasfaseranschlüssen
  • Magenta Telekom — Internetdienste über Kabel und Glasfaser
  • Drei — mobile und feste Internetlösungen
  • LIWEST — regionaler Anbieter, vor allem in Oberösterreich, Kabel und Glasfaser

Wie stellt man den Antrag?

Der Antrag erfolgt in der Regel online über die Website des ausgewählten Internetdienstanbieters oder durch direkten Kundendienst-Kontakt.

  1. Verfügbarkeit prüfen — über die Website des Anbieters die Verfügbarkeit an der Neubau-Adresse prüfen
  2. Angebote vergleichen — Geschwindigkeit, Datenvolumen und Preis gegenüberstellen
  3. Antragsformular ausfüllen mit Adresse, persönlichen Daten und gewünschten Zusatzleistungen
  4. Unterlagen einreichen (je nach Anbieter: Lageplan oder Baugenehmigung)
  5. Termin für Installation vereinbaren (Leitungsverlegung und Hardware-Installation)

Kosten für den Internetanschluss

Kosten Internetanschluss Neubau
Kostenposition Typische Bandbreite
Anschlussgebühr (einmalig) 50–200 €
Monatlicher Grundtarif ab 30 €/Monat
Installation (Kabelverlegung) 100–500 €
Hardware (Router, Verstärker) variabel

Wasseranschluss in Österreich

Der Wasseranschluss ist ein wesentlicher Bestandteil jedes Neubauprojekts und sichert die Versorgung mit Trinkwasser. Für einen reibungslosen Ablauf sollte er mindestens sechs Monate vor Einzug geplant und beantragt werden. Die Beantragung übernimmt in der Regel der Bauherr, alternativ auch das beauftragte Bauunternehmen oder Architekturbüro.

Bauwasser in der Bauphase

Wenn der Wasseranschluss nicht vor Baubeginn gelegt wurde, beantragen Sie Bauwasser sofort nach Erhalt der Baugenehmigung beim örtlichen Wasserversorgungsunternehmen. Ein stillgelegter Anschluss auf oder in der Nähe des Grundstücks kann temporär freigegeben werden; alternativ lässt sich ein nahegelegener Hydrant mit Zähler nutzen, um den Verbrauch exakt zu erfassen.

Wo stellt man den Antrag?

Der Antrag wird beim zuständigen Wasserversorger der Region gestellt. In städtischen Gebieten sind dies oft die städtischen Wasserwerke, in ländlichen Regionen regionale Wasserversorger. Informationen zu Anforderungen und Formularen finden Sie auf der Website des jeweiligen Versorgers.

Wie viel kostet ein Wasseranschluss?

Insgesamt sollten Sie mit Kosten zwischen 2.000 und 5.000 € rechnen. Eine genaue Schätzung erfolgt erst nach einer individuellen Beurteilung des Projekts durch den Wasserversorger.

Kostenstruktur Wasseranschluss Neubau
Kostenposition Typische Bandbreite
Anschlussgebühr (einmalig) 1.000–2.500 €
Verlegungskosten (Hauptnetz → Grundstück) 500–1.500 €
Installationskosten im Gebäude 500–1.000 €
Behördliche Gebühren variabel
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Häufige Fragen zu Hausanschlüssen im Neubau

Die folgenden Fragen tauchen in unserer Beratung rund um den Neubau am häufigsten auf — von Antragsteller und Vorlaufzeit bis zu Baustrom und Gas-Einschränkungen.

In der Regel der Bauherr oder Eigentümer, also die Person, die das Bauprojekt initiiert und finanziert. Alternativ kann der beauftragte Bauträger, Architekt oder Bauleiter die Anträge übernehmen. Wichtig ist, die Zuständigkeit klar zu definieren, um Verzögerungen zu vermeiden.

Die Vorlaufzeit von Antragstellung bis zur fertigen Installation beträgt mehrere Wochen bis Monate, abhängig von der Region, der Entfernung zum nächsten Anschlusspunkt und der Auslastung des Netzbetreibers. Stellen Sie den Antrag idealerweise direkt nach der Baugenehmigung.

Ein temporärer Baustromanschluss für die Bauphase kostet in Österreich typischerweise 500 bis 1.000 €. Er wird separat vom dauerhaften Hausanschluss beim Netzbetreiber beantragt und über einen eigenen Zähler abgerechnet.

In vielen österreichischen Bundesländern ist der Einbau einer Gasheizung als Primärheizung im Neubau gesetzlich eingeschränkt oder untersagt. Für Kochen oder als Zusatzheizung kann Gas weiterhin sinnvoll sein — als Hauptheizung sind Wärmepumpe oder Fernwärme in vielen Regionen vorgeschrieben oder gefördert. Prüfen Sie die aktuelle Landesbauordnung, bevor Sie einen Gasanschluss einplanen.

Wenn Glasfaser am Standort verfügbar ist, ist sie für einen Neubau meist die beste Wahl — deutlich höhere Geschwindigkeiten und Zukunftssicherheit. Prüfen Sie die Verfügbarkeit über den gewünschten Anbieter. Ist kein Glasfaseranschluss möglich, ist Kabel (z. B. Magenta, LIWEST) oder VDSL die zweitbeste Option.

Sobald absehbar ist, dass der dauerhafte Wasseranschluss bei Baubeginn noch nicht verlegt ist. Kontaktieren Sie das örtliche Wasserversorgungsunternehmen unmittelbar nach Erhalt der Baugenehmigung. Entweder wird ein stillgelegter Anschluss temporär freigegeben oder ein nahegelegener Hydrant mit Zähler genutzt.