3.500

Ø Stromverbrauch/Jahr

Durchschnittlicher 2-Personen-Haushalt in Österreich

30

Einsparpotenzial

Durch einfache Maßnahmen im Alltag

300

Mögliche Ersparnis/Jahr

Bei einem Strompreis von ca. 25 ct/kWh

Warum sollten Sie Ihren Energieverbrauch kennen?

Es ist entscheidend, den eigenen Energieverbrauch zu kennen, da dies direkten Einfluss auf die Haushaltskosten und die Effizienz des Energieeinsatzes hat. Durch das Verständnis des eigenen Energieverbrauchs können Haushalte gezielt Einsparungen vornehmen, indem sie ineffiziente Geräte identifizieren, Verhaltensweisen anpassen und mögliche Energieverschwendungen reduzieren.

Kostenkontrolle

Monatliche Ausgaben besser kontrollieren und Einsparungen identifizieren

Umweltschutz

Ökologischen Fußabdruck verringern und zum Klimaschutz beitragen

Effizienzsteigerung

Ineffiziente Geräte erkennen und durch sparsamere Modelle ersetzen

Komfort & Sicherheit

Komfortables und sicheres Zuhause gewährleisten

Planung & Vorbeugung

Probleme frühzeitig erkennen und Kosten vorausplanen

Energieverbrauch im Haushalt: Wohin fließt der Strom?

Laut E-Control liegt der durchschnittliche Stromverbrauch eines österreichischen Haushalts bei rund 3.500 kWh pro Jahr. Um gezielt Energie zu sparen, ist es wichtig zu wissen, welche Bereiche am meisten Strom verbrauchen.

TV, Computer, Spielekonsolen & Internet 27,3 %
Sonstiges 15,5 %
Waschen und Trocknen 13,1 %
Beleuchtung 12,6 %
Kühl- und Gefriergeräte 10,7 %
Kochen 8,9 %
Spülen 7,9 %
Warmwasser 3,9 %

Quelle: BDEW / E-Control, Basis: durchschnittlicher Haushalt

Tipps zum Energiesparen in verschiedenen Bereichen Ihres Haushaltes

Küche

  • Wasserkocher nur mit benötigter Menge füllen
  • Mikrowelle oder Heißluftfritteuse statt Backofen
  • Umluftfunktion beim Backofen verwenden
  • Auf Vorheizen des Ofens verzichten
  • Restwärme nutzen: Ofen 5–10 Min. vor Garzeit-Ende ausschalten
  • Dichtungen der Ofentür regelmäßig prüfen
  • Geschirrspüler nur voll beladen einschalten
  • Keine heißen Lebensmittel in den Kühlschrank

Ersparnis: bis zu 100 €/Jahr durch bewusstes Kochen

Waschraum

  • Mit kaltem Wasser waschen – 90 % der Energie geht ins Erhitzen
  • Übermäßig nasse Kleidung vor dem Trockner schleudern
  • Regelmäßig Trommelreinigungen durchführen
  • Flusensieb nach jedem Trocknungsvorgang reinigen
  • Wäscheständer statt Trockner verwenden

Ersparnis: bis zu 70 €/Jahr durch kaltes Waschen

Badezimmer

Warmwasser macht etwa 12 % des Energieverbrauchs im Haushalt aus.

  • Duschen auf 4–5 Minuten begrenzen
  • Energieeffizienten Duschkopf installieren
  • Haartrockner, Ladegeräte und Glätteisen nach Gebrauch ausschalten
  • Duschen statt Baden spart bis zu 70 % Warmwasser

Ersparnis: bis zu 200 €/Jahr durch kürzeres Duschen

Wohnzimmer

  • Heizung auf 18–20 °C einstellen – jedes Grad weniger spart 6 %
  • Zugluft mit Türschlangen blockieren
  • Zeitschaltuhren für Geräte nutzen, die nur zeitweise benötigt werden
  • Spielkonsolen und Geräte komplett ausschalten statt Standby
  • Smarte Stecker mit Timer-Funktion einsetzen

Ersparnis: bis zu 115 €/Jahr durch Standby-Vermeidung

Schlafzimmer

  • Zugluft mit einer Türschlange fernhalten
  • Alle Geräte und Ladekabel nach Gebrauch ausschalten
  • Vorhänge und Jalousien als natürliche Isolierung nutzen
  • Teppiche im Winter für bessere Wärmehaltung
  • Raumtemperatur auf max. 16–18 °C halten

Ideale Schlaftemperatur: 16–18 °C

Arbeitszimmer

  • Geräte an energiesparende Steckdosenleiste anschließen
  • PC auf Energiesparmodus einstellen
  • Geräte bei Feierabend komplett ausschalten
  • Laptop statt Desktop-PC – verbraucht bis zu 70 % weniger Strom
  • LED-Schreibtischlampe statt Halogenlampe nutzen

Laptop vs. Desktop: bis zu 50 €/Jahr Unterschied

Wie kann ich Energie beim Heizen sparen?

Heizen ist in Österreich, besonders in den kalten Wintermonaten, der größte Energieverbraucher im Haushalt. Mit diesen sieben Strategien können Sie Ihre Heizkosten spürbar senken:

Tipp 1

Regelmäßige Wartung

Ein sauberer und effizient arbeitender Kessel verbraucht weniger Energie. Lassen Sie Ihre Heizungsanlage jährlich vom Fachmann überprüfen.

Spart bis zu 10 % Heizenergie

Tipp 2

Raumtemperatur senken

Senken Sie die Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius und sparen Sie dadurch bis zu 6 % Ihrer Heizkosten – das sind rund 60–80 € pro Jahr.

1 °C weniger = 6 % weniger Kosten

Tipp 3

Richtiges Lüften

Lüften Sie Ihre Räume kurz und stoßweise (5–10 Minuten), anstatt die Fenster dauerhaft gekippt zu lassen. So wird die Luft ausgetauscht, ohne dass die Wände auskühlen.

Stoßlüften spart bis zu 200 €/Jahr vs. Kipplüften

Tipp 4

Isolierung verbessern

Überprüfen Sie die Isolierung Ihres Hauses. Gut gedämmte Fenster, Türen und Wände reduzieren den Wärmeverlust erheblich.

Bis zu 30 % weniger Heizenergie

Tipp 5

Thermostat mit Zeitschaltuhr

Nutzen Sie programmierbare Thermostate, um die Heizung nur dann laufen zu lassen, wenn Sie sie tatsächlich brauchen. Nachts und bei Abwesenheit die Temperatur absenken.

Spart bis zu 15 % der Heizkosten

Tipp 6

Erneuerbare Energien

Erwägen Sie die Nutzung erneuerbarer Energien wie Solarthermie oder den Umstieg auf eine Wärmepumpe für eine nachhaltigere Heizung.

Wärmepumpen: bis zu 75 % weniger Energie

Tipp 7

Zusätzliche Heizquellen

Falls Sie einen Kamin oder Holzofen haben, nutzen Sie diese gezielt und effizient nur in genutzten Räumen.

Gezieltes Heizen einzelner Räume senkt Kosten

Saisonale Energiespartipps

Winter

  • Heizung auf 20 °C in Wohnräumen, 16–18 °C im Schlafzimmer
  • Stoßlüften statt Fenster kippen – 3× täglich 5–10 Minuten
  • Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen verdecken
  • Türschlangen und Dichtungen gegen Zugluft anbringen
  • LED-Beleuchtung nutzen – besonders in der dunklen Jahreszeit

Sommer

  • Ventilator statt Klimaanlage – verbraucht 90 % weniger Strom
  • Fenster tagsüber mit Jalousien/Rollos beschatten
  • Nachts und frühmorgens lüften, wenn es kühl ist
  • Wäsche im Freien trocknen statt im Trockner
  • Kühlschrank-Temperatur auf 7 °C einstellen – nicht kälter

Identifizieren Sie die Stromfresser in Ihrem Haushalt!

Um die Stromfresser in Ihrem Haushalt zu identifizieren, empfehlen sich drei Ansätze:

Bewusstsein schaffen

Geräte im Standby, alte Kühlschränke und ineffiziente Heizungen zählen zu den größten Stromfressern.

Verbrauch messen

Nutzen Sie Strommessgeräte (ab 10 €), um den tatsächlichen Verbrauch einzelner Geräte zu ermitteln.

Gerätealter prüfen

Ältere Geräte verbrauchen oft deutlich mehr Strom – ein Austausch lohnt sich häufig.

Lebensdauer von Haushaltsgeräten und Energieeffizienz

EU-Energielabel seit 2021: Beim Kauf neuer Geräte auf das EU-Energielabel achten. Geräte der Klasse A verbrauchen deutlich weniger Strom als ältere Modelle. Die Skala reicht jetzt von A (sparsam) bis G (hoher Verbrauch).
Durchschnittliche Lebensdauer von Haushaltsgeräten
Gerät Lebensdauer Ø Verbrauch/Jahr
Kühlschränke und Gefriergeräte10–15 Jahre150–400 kWh
Waschmaschinen und Trockner10–12 Jahre200–500 kWh
Geschirrspüler10–12 Jahre200–290 kWh
Elektrische Herde und Öfen10–15 Jahre150–250 kWh
Mikrowellen5–10 Jahre30–80 kWh
Fernseher und Computer8–10 Jahre100–400 kWh
Klimaanlagen und Heizgeräte10–15 Jahre300–1.000 kWh

Wartung und Pflege

Die tatsächliche Lebensdauer hängt stark von regelmäßiger Reinigung, Entkalkung und dem Befolgen der Herstelleranweisungen ab. Gut gepflegte Geräte halten länger und verbrauchen weniger.

Reparatur oder Ersatz?

Bei älteren Geräten den Energieverbrauch mit modernen Modellen vergleichen. Oft lohnt sich ein Austausch langfristig – die Energieersparnis gleicht die Mehrkosten innerhalb weniger Jahre aus.

Förderungen zum Energiesparen in Österreich

Österreich bietet zahlreiche Förderungen, die Ihnen beim Energiesparen finanziell unter die Arme greifen. Hier sind die wichtigsten Programme:

Bundesförderung

Sanierungsbonus

Bis zu 42.000 € Förderung für thermische Sanierung (Dämmung, Fenstertausch, Heizungstausch). Für Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Bis zu 42.000 €

Bundesförderung

Reparaturbonus

Bis zu 200 € Zuschuss für die Reparatur von Elektrogeräten. Statt wegwerfen – reparieren und sparen.

Bis zu 200 €

Bundesförderung

Raus aus Öl und Gas

Bis zu 7.500 € für den Umstieg von fossilen Heizungen auf klimafreundliche Systeme wie Wärmepumpen oder Pellets.

Bis zu 7.500 €
Tipp: Viele Bundesländer bieten zusätzliche Landesförderungen an, die mit den Bundesförderungen kombinierbar sind. Informieren Sie sich bei Ihrer Landesregierung über aktuelle Programme.

Smart Home: Intelligent Energie sparen

Moderne Smart-Home-Technologien helfen Ihnen, den Energieverbrauch automatisch zu optimieren und unnötigen Verbrauch zu vermeiden.

Smart Meter

Der digitale Stromzähler zeigt Ihren Verbrauch in Echtzeit. So erkennen Sie Spitzen und können gezielt gegensteuern.

Smarte Thermostate

Programmierbare Thermostate lernen Ihre Gewohnheiten und heizen nur, wenn nötig. Ersparnis: bis zu 15 % der Heizkosten.

Smarte Steckdosen

Schalten Geräte per Timer oder App komplett vom Netz. Ideal gegen Standby-Verbrauch – ab 15 € pro Stück.

Energiemanagement-Systeme

Vernetzen alle Geräte und optimieren den Verbrauch automatisch. Besonders sinnvoll mit Photovoltaik-Anlagen.

Bis zu 500 € sparen

Noch mehr sparen mit dem passenden Stromtarif

Neben Verbrauchstipps zahlt sich auch ein Tarifvergleich aus: Unsere Berater:innen finden den günstigsten Stromtarif für Ihren Haushalt — kostenlos und unverbindlich.

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Häufige Fragen zum Energiesparen

Ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt kann durch einfache Maßnahmen wie Standby-Vermeidung, effizientes Heizen und bewusstes Kochen 200–400 € pro Jahr einsparen. Bei größeren Investitionen wie einer Wärmepumpe oder thermischen Sanierung sind die Einsparungen noch deutlich höher.

Die größten Stromverbraucher sind Unterhaltungselektronik (TV, Computer, Konsolen) mit 27,3 %, gefolgt von Waschen und Trocknen (13,1 %) und Beleuchtung (12,6 %). Alte Kühlschränke und Gefriergeräte können ebenfalls überproportional viel Strom verbrauchen.

In vielen Fällen ja. Ein 15 Jahre alter Kühlschrank verbraucht oft 3× so viel Strom wie ein modernes A-Klasse-Gerät. Die Mehrkosten für ein neues Gerät amortisieren sich häufig innerhalb von 3–5 Jahren allein durch die Stromersparnis. Nutzen Sie den Stromverbrauchsrechner, um Ihr Sparpotenzial zu ermitteln.

Die empfohlenen Temperaturen sind: 20 °C für Wohnräume, 18 °C für Küche und Flur, 16–18 °C für Schlafzimmer, 24 °C für das Badezimmer. Jedes Grad weniger spart rund 6 % Heizenergie.

Die wichtigsten Bundesförderungen sind der Sanierungsbonus (bis 42.000 € für thermische Sanierung), „Raus aus Öl und Gas“ (bis 7.500 € für Heizungstausch) und der Reparaturbonus (bis 200 € für Gerätereparatur). Zusätzlich bieten die meisten Bundesländer eigene Förderprogramme an.