3.500
Ø Stromverbrauch/Jahr
Durchschnittlicher 2-Personen-Haushalt in Österreich
30
Einsparpotenzial
Durch einfache Maßnahmen im Alltag
300
Mögliche Ersparnis/Jahr
Bei einem Strompreis von ca. 25 ct/kWh
Warum sollten Sie Ihren Energieverbrauch kennen?
Es ist entscheidend, den eigenen Energieverbrauch zu kennen, da dies direkten Einfluss auf die Haushaltskosten und die Effizienz des Energieeinsatzes hat. Durch das Verständnis des eigenen Energieverbrauchs können Haushalte gezielt Einsparungen vornehmen, indem sie ineffiziente Geräte identifizieren, Verhaltensweisen anpassen und mögliche Energieverschwendungen reduzieren.
Kostenkontrolle
Monatliche Ausgaben besser kontrollieren und Einsparungen identifizieren
Umweltschutz
Ökologischen Fußabdruck verringern und zum Klimaschutz beitragen
Effizienzsteigerung
Ineffiziente Geräte erkennen und durch sparsamere Modelle ersetzen
Komfort & Sicherheit
Komfortables und sicheres Zuhause gewährleisten
Planung & Vorbeugung
Probleme frühzeitig erkennen und Kosten vorausplanen
Energieverbrauch im Haushalt: Wohin fließt der Strom?
Laut E-Control liegt der durchschnittliche Stromverbrauch eines österreichischen Haushalts bei rund 3.500 kWh pro Jahr. Um gezielt Energie zu sparen, ist es wichtig zu wissen, welche Bereiche am meisten Strom verbrauchen.
Quelle: BDEW / E-Control, Basis: durchschnittlicher Haushalt
Tipps zum Energiesparen in verschiedenen Bereichen Ihres Haushaltes
Küche
- ●Wasserkocher nur mit benötigter Menge füllen
- ●Mikrowelle oder Heißluftfritteuse statt Backofen
- ●Umluftfunktion beim Backofen verwenden
- ●Auf Vorheizen des Ofens verzichten
- ●Restwärme nutzen: Ofen 5–10 Min. vor Garzeit-Ende ausschalten
- ●Dichtungen der Ofentür regelmäßig prüfen
- ●Geschirrspüler nur voll beladen einschalten
- ●Keine heißen Lebensmittel in den Kühlschrank
Ersparnis: bis zu 100 €/Jahr durch bewusstes Kochen
Waschraum
- ●Mit kaltem Wasser waschen – 90 % der Energie geht ins Erhitzen
- ●Übermäßig nasse Kleidung vor dem Trockner schleudern
- ●Regelmäßig Trommelreinigungen durchführen
- ●Flusensieb nach jedem Trocknungsvorgang reinigen
- ●Wäscheständer statt Trockner verwenden
Ersparnis: bis zu 70 €/Jahr durch kaltes Waschen
Badezimmer
Warmwasser macht etwa 12 % des Energieverbrauchs im Haushalt aus.
- ●Duschen auf 4–5 Minuten begrenzen
- ●Energieeffizienten Duschkopf installieren
- ●Haartrockner, Ladegeräte und Glätteisen nach Gebrauch ausschalten
- ●Duschen statt Baden spart bis zu 70 % Warmwasser
Ersparnis: bis zu 200 €/Jahr durch kürzeres Duschen
Wohnzimmer
- ●Heizung auf 18–20 °C einstellen – jedes Grad weniger spart 6 %
- ●Zugluft mit Türschlangen blockieren
- ●Zeitschaltuhren für Geräte nutzen, die nur zeitweise benötigt werden
- ●Spielkonsolen und Geräte komplett ausschalten statt Standby
- ●Smarte Stecker mit Timer-Funktion einsetzen
Ersparnis: bis zu 115 €/Jahr durch Standby-Vermeidung
Schlafzimmer
- ●Zugluft mit einer Türschlange fernhalten
- ●Alle Geräte und Ladekabel nach Gebrauch ausschalten
- ●Vorhänge und Jalousien als natürliche Isolierung nutzen
- ●Teppiche im Winter für bessere Wärmehaltung
- ●Raumtemperatur auf max. 16–18 °C halten
Ideale Schlaftemperatur: 16–18 °C
Arbeitszimmer
- ●Geräte an energiesparende Steckdosenleiste anschließen
- ●PC auf Energiesparmodus einstellen
- ●Geräte bei Feierabend komplett ausschalten
- ●Laptop statt Desktop-PC – verbraucht bis zu 70 % weniger Strom
- ●LED-Schreibtischlampe statt Halogenlampe nutzen
Laptop vs. Desktop: bis zu 50 €/Jahr Unterschied
Wie kann ich Energie beim Heizen sparen?
Heizen ist in Österreich, besonders in den kalten Wintermonaten, der größte Energieverbraucher im Haushalt. Mit diesen sieben Strategien können Sie Ihre Heizkosten spürbar senken:
Regelmäßige Wartung
Ein sauberer und effizient arbeitender Kessel verbraucht weniger Energie. Lassen Sie Ihre Heizungsanlage jährlich vom Fachmann überprüfen.
Spart bis zu 10 % Heizenergie
Raumtemperatur senken
Senken Sie die Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius und sparen Sie dadurch bis zu 6 % Ihrer Heizkosten – das sind rund 60–80 € pro Jahr.
1 °C weniger = 6 % weniger Kosten
Richtiges Lüften
Lüften Sie Ihre Räume kurz und stoßweise (5–10 Minuten), anstatt die Fenster dauerhaft gekippt zu lassen. So wird die Luft ausgetauscht, ohne dass die Wände auskühlen.
Stoßlüften spart bis zu 200 €/Jahr vs. Kipplüften
Isolierung verbessern
Überprüfen Sie die Isolierung Ihres Hauses. Gut gedämmte Fenster, Türen und Wände reduzieren den Wärmeverlust erheblich.
Bis zu 30 % weniger Heizenergie
Thermostat mit Zeitschaltuhr
Nutzen Sie programmierbare Thermostate, um die Heizung nur dann laufen zu lassen, wenn Sie sie tatsächlich brauchen. Nachts und bei Abwesenheit die Temperatur absenken.
Spart bis zu 15 % der Heizkosten
Erneuerbare Energien
Erwägen Sie die Nutzung erneuerbarer Energien wie Solarthermie oder den Umstieg auf eine Wärmepumpe für eine nachhaltigere Heizung.
Wärmepumpen: bis zu 75 % weniger Energie
Zusätzliche Heizquellen
Falls Sie einen Kamin oder Holzofen haben, nutzen Sie diese gezielt und effizient nur in genutzten Räumen.
Gezieltes Heizen einzelner Räume senkt Kosten
Saisonale Energiespartipps
Winter
- Heizung auf 20 °C in Wohnräumen, 16–18 °C im Schlafzimmer
- Stoßlüften statt Fenster kippen – 3× täglich 5–10 Minuten
- Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen verdecken
- Türschlangen und Dichtungen gegen Zugluft anbringen
- LED-Beleuchtung nutzen – besonders in der dunklen Jahreszeit
Sommer
- Ventilator statt Klimaanlage – verbraucht 90 % weniger Strom
- Fenster tagsüber mit Jalousien/Rollos beschatten
- Nachts und frühmorgens lüften, wenn es kühl ist
- Wäsche im Freien trocknen statt im Trockner
- Kühlschrank-Temperatur auf 7 °C einstellen – nicht kälter
Identifizieren Sie die Stromfresser in Ihrem Haushalt!
Um die Stromfresser in Ihrem Haushalt zu identifizieren, empfehlen sich drei Ansätze:
Bewusstsein schaffen
Geräte im Standby, alte Kühlschränke und ineffiziente Heizungen zählen zu den größten Stromfressern.
Verbrauch messen
Nutzen Sie Strommessgeräte (ab 10 €), um den tatsächlichen Verbrauch einzelner Geräte zu ermitteln.
Gerätealter prüfen
Ältere Geräte verbrauchen oft deutlich mehr Strom – ein Austausch lohnt sich häufig.
Lebensdauer von Haushaltsgeräten und Energieeffizienz
| Gerät | Lebensdauer | Ø Verbrauch/Jahr |
|---|---|---|
| Kühlschränke und Gefriergeräte | 10–15 Jahre | 150–400 kWh |
| Waschmaschinen und Trockner | 10–12 Jahre | 200–500 kWh |
| Geschirrspüler | 10–12 Jahre | 200–290 kWh |
| Elektrische Herde und Öfen | 10–15 Jahre | 150–250 kWh |
| Mikrowellen | 5–10 Jahre | 30–80 kWh |
| Fernseher und Computer | 8–10 Jahre | 100–400 kWh |
| Klimaanlagen und Heizgeräte | 10–15 Jahre | 300–1.000 kWh |
Wartung und Pflege
Die tatsächliche Lebensdauer hängt stark von regelmäßiger Reinigung, Entkalkung und dem Befolgen der Herstelleranweisungen ab. Gut gepflegte Geräte halten länger und verbrauchen weniger.
Reparatur oder Ersatz?
Bei älteren Geräten den Energieverbrauch mit modernen Modellen vergleichen. Oft lohnt sich ein Austausch langfristig – die Energieersparnis gleicht die Mehrkosten innerhalb weniger Jahre aus.
Förderungen zum Energiesparen in Österreich
Österreich bietet zahlreiche Förderungen, die Ihnen beim Energiesparen finanziell unter die Arme greifen. Hier sind die wichtigsten Programme:
Bundesförderung
Sanierungsbonus
Bis zu 42.000 € Förderung für thermische Sanierung (Dämmung, Fenstertausch, Heizungstausch). Für Ein- und Mehrfamilienhäuser.
Bis zu 42.000 €Bundesförderung
Reparaturbonus
Bis zu 200 € Zuschuss für die Reparatur von Elektrogeräten. Statt wegwerfen – reparieren und sparen.
Bis zu 200 €Bundesförderung
Raus aus Öl und Gas
Bis zu 7.500 € für den Umstieg von fossilen Heizungen auf klimafreundliche Systeme wie Wärmepumpen oder Pellets.
Bis zu 7.500 €Smart Home: Intelligent Energie sparen
Moderne Smart-Home-Technologien helfen Ihnen, den Energieverbrauch automatisch zu optimieren und unnötigen Verbrauch zu vermeiden.
Smart Meter
Der digitale Stromzähler zeigt Ihren Verbrauch in Echtzeit. So erkennen Sie Spitzen und können gezielt gegensteuern.
Smarte Thermostate
Programmierbare Thermostate lernen Ihre Gewohnheiten und heizen nur, wenn nötig. Ersparnis: bis zu 15 % der Heizkosten.
Smarte Steckdosen
Schalten Geräte per Timer oder App komplett vom Netz. Ideal gegen Standby-Verbrauch – ab 15 € pro Stück.
Energiemanagement-Systeme
Vernetzen alle Geräte und optimieren den Verbrauch automatisch. Besonders sinnvoll mit Photovoltaik-Anlagen.
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