Gibt es Alternativen zur Abschlagszahlung?

Bei der klassischen Abschlagszahlung schätzt Ihr Anbieter Ihren Jahresverbrauch und verteilt die Kosten auf monatliche Teilbeträge. Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich — mit Nachzahlung oder Gutschrift.

Einige Stromanbieter bieten jedoch alternative Modelle an: Sie können monatlich Ihren Zählerstand übermitteln und zahlen nur den tatsächlichen Verbrauch. Das verhindert böse Überraschungen bei der Jahresabrechnung und zeigt Ihnen unmittelbar, wenn sich Ihr Verbrauchsmuster verändert.

Mit einem Smart Meter werden Ihre Verbrauchsdaten automatisch an den Netzbetreiber übermittelt — Sie sehen Ihren Verbrauch in Echtzeit und können sofort auf Veränderungen reagieren.

Wie werden die Stromkosten berechnet?

Die Formel für Ihre Stromkosten ist einfach:

Formel

Gesamtpreis pro kWh × verbrauchte kWh + Grundgebühr = Stromkosten

Bei Nettopreisen kommen noch 20 % USt. hinzu.

Den Stromverbrauch für ein Gerät berechnen

Um den Stromverbrauch eines einzelnen Geräts zu ermitteln, verwenden Sie die folgende Formel:

Formel

Watt × Stunden / Tag × Tage / Jahr ÷ 1.000 = kWh / Jahr

Geräte-Rechner: Verbrauch Ihrer Elektrogeräte

Anzahl:

kWh / Jahr

~  €

geschätzte Kosten / Jahr

Stromkosten zu hoch? Ein Stromvergleich hilft

Verbraucherschützer empfehlen, mindestens einmal jährlich einen Stromvergleich durchzuführen. Kunden, die nicht regelmäßig wechseln, zahlen im Schnitt deutlich mehr als nötig. Durch regelmäßige Anbieterwechsel profitieren Sie von niedrigeren Tarifen und attraktiven Wechselboni.

Ein Anbieterwechsel dauert in der Regel nur wenige Minuten und ist für den Kunden vollkommen kostenlos. Der neue Anbieter kümmert sich um die Kündigung beim alten Versorger.
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Wie können Stromfresser ausfindig gemacht werden?

Mobile Strommessgeräte, die zwischen Steckdose und Gerät eingesteckt werden, zeigen den exakten Verbrauch jedes einzelnen Elektrogeräts an. Solche Messgeräte können Sie in vielen Fällen kostenlos bei Ihrem lokalen Energieversorger oder Ihrer Gemeinde ausleihen.

Was sind verdeckte Stromfresser?

Neben den offensichtlichen Großverbrauchern gibt es Geräte, die unbewusst kontinuierlich Strom verbrauchen:

Standby-Geräte

Laptops, Fernseher und Ladegeräte, die dauerhaft an der Steckdose hängen, verbrauchen auch im Standby-Modus Strom.

Elektroboiler

Elektrische Warmwasserboiler halten rund um die Uhr die Wassertemperatur — auch wenn Sie kein Warmwasser nutzen.

Smart-Home-Geräte

WLAN-Router, smarte Steckdosen, Sprachassistenten — alle permanent mit dem Internet verbunden und nie wirklich „aus".

Die Top 10 Stromfresser in den meisten Haushalten

~1.000

Warmwasser

pro Person / Jahr

~500

Elektro-Herd

3-Personen-Haushalt

~330

Kühlschrank

modernes Gerät / Jahr

~350

Beleuchtung

8–12 % des Verbrauchs

~250

Geschirrspüler

aktuelles Gerät / Jahr

Die durchschnittliche Faustformel beträgt 1.000 kWh pro Person für ein Jahr. In einem 3-Personen-Haushalt kann die Warmwasserbereitung allein bis zu 3.000 kWh verbrauchen — der mit Abstand größte Einzelposten.

Spartipps: Investitionen in Solarthermie-Anlagen oder Wärmepumpen senken langfristig die Kosten. Zuschüsse von staatlicher Seite oder Energieanbietern sind häufig verfügbar. Auch Durchlauferhitzer statt Warmwasserspeicher können helfen.

Eine dreiköpfige Familie, die täglich kocht, benötigt etwa 500 kWh jährlich allein für den Herd.

Spartipps: Induktionsherde sind bis zu 30 % effizienter als klassische Ceranfelder. Weitere Einsparungen durch: Nachhitze nutzen (Herd 5 Minuten vor Ende ausschalten), immer Topfdeckel verwenden, Wasser im Wasserkocher statt auf dem Herd erhitzen.

Moderne Kühlschränke benötigen ca. 330 kWh/Jahr. Wer bereits eine Gefriertruhe besitzt, sollte beim Kühlschrank auf das integrierte Gefrierfach verzichten — es erhöht den Verbrauch um 20 bis 50 Prozent.

Gefrierschränke verbrauchen etwa 400 kWh/Jahr; Truhen sind effizienter als Schränke. Mindestens einmal jährlich abtauen.

Spartipps: Gerät nicht neben Herd oder Heizung aufstellen. Türdichtungen regelmäßig prüfen. Warme Speisen vollständig abkühlen lassen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen.

Bei einem Drei-Personen-Haushalt fallen etwa 350 kWh/Jahr für Beleuchtung an — das sind 8–12 % des gesamten Stromverbrauchs.

LED-Lampen benötigen bis zu neunmal weniger Energie als herkömmliche Leuchtmittel und halten deutlich länger. Tageslicht ist natürlich die beste und günstigste Lichtquelle.

Spartipps: Abschaltautomaten (Bewegungsmelder) in Fluren und Treppenhäusern installieren. Helle Wände und Lampenschirme reflektieren Licht besser. Lampen regelmäßig abstauben.

Moderne Modelle benötigen etwa 330 kWh/Jahr. Geräte älter als zehn Jahre verbrauchen oft das Doppelte — ein Austausch kann bis zu 100 € jährlich einsparen.

Spartipps: Siebe des Trockners regelmäßig reinigen. Höhere Schleuderdrehzahl der Waschmaschine reduziert die Trocknungszeit. Kondensationstrockner (Wärmepumpe) verbrauchen etwa die Hälfte der Energie konventioneller Trockner.

Durchschnittlicher Verbrauch: etwa 230 kWh/Jahr (ca. 7 % des Jahresverbrauchs). Temperatur hat den größten Einfluss: Eine Ladung bei 30 °C zu waschen benötigt etwa ⅓ weniger Energie als die gleiche Ladung mit 60 °C.

Spartipps: Auf die Effizienzklasse beim Neukauf achten. Höhere Schleuderdrehzahl (z.B. 1.400 U/min) ermöglicht oft Kurzprogramme im Trockner. Maschine immer voll beladen.

Ein aktuelles Gerät benötigt im Jahr etwa 250 kWh. In der Regel benötigt ein Geschirrspüler weniger Energie als ein Abwasch von Hand — besonders wenn beim Handabwaschen das Wasser kontinuierlich läuft.

Spartipps: Eco-Programme nutzen (niedrigere Temperatur, längere Laufzeit). Gerät immer vollständig befüllt betreiben. Keine Vorspülung mit Warmwasser nötig — modernes Spülmittel löst auch angetrocknete Reste.

Alte Heizungspumpen (über 10 Jahre) verbrauchen 500–800 kWh/Jahr bei nur 10–15 % Wirkungsgrad. Moderne energieeffiziente Hocheffizienzpumpen kommen mit unter 180 kWh/Jahr aus.

Spartipp: Der Austausch einer alten Pumpe gehört zu den rentabelsten Einzelmaßnahmen — die Investition amortisiert sich oft innerhalb von 2–3 Jahren.

Viele kleine Helfer verbrauchen einzeln wenig, in Summe aber durchaus spürbar. Stabmixer sind deutlich sparsamer als Kompakt-Küchenmaschinen.

Spartipp: Geräte nach Gebrauch vom Netz trennen statt im Standby lassen. Akkugeräte nur laden, bis der Akku voll ist.

Fernseher, Receiver, Spielkonsolen und Computer ziehen auch im Stand-by-Modus permanent Strom.

Spartipp: Mit abschaltbaren Steckerleisten arbeiten — ein Knopfdruck trennt alle Geräte einer Gruppe komplett vom Netz. Das spart je nach Geräteanzahl 50–100 € pro Jahr.

Stromfresser beim Einkauf erkennen

Günstige Geräte haben oft einen höheren Stromverbrauch — das EU-Energielabel gibt zuverlässige Auskunft. Seit März 2021 gilt die neue Skala von A bis G (ohne Plus-Klassen). Je weiter oben und grüner, desto sparsamer.

A

Energiesparend

Grün gekennzeichnete Geräte (A–C) verbrauchen am wenigsten Strom. Höherer Kaufpreis, aber deutlich niedrigere Betriebskosten über die Lebensdauer.

G

Hoher Verbrauch

Rot gekennzeichnete Geräte (E–G) sind oft günstig in der Anschaffung, kosten aber langfristig durch höheren Stromverbrauch deutlich mehr.

Tipp: Achten Sie beim Kauf auf die jährlichen kWh-Angaben auf dem Energielabel — so können Sie die Stromkosten über die Lebensdauer direkt vergleichen.

Die Stromkosten senken, ohne den Verbrauch zu ändern

Ein Anbieterwechsel ist der einfachste Weg, Ihre Stromrechnung zu senken, ohne Gewohnheiten zu ändern. Durch günstigere Tarife und Neukundenprämien lassen sich oft mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.

Nach den Marktverwerfungen der Energiekrise haben sich die Preise stabilisiert. Ein regelmäßiger Vergleich der Tarife bleibt empfehlenswert — die Preisunterschiede zwischen Anbietern betragen in Österreich zum Teil über 30 %.

Stromkosten senken

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Unsere Berater:innen vergleichen für Sie die aktuellen Tarife und übernehmen den gesamten Wechselprozess — oft sparen Sie mehrere hundert Euro pro Jahr.

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Häufige Fragen zu Stromkosten

Multiplizieren Sie Ihren kWh-Preis (steht auf der Rechnung) mit Ihrem Jahresverbrauch in kWh und addieren Sie 12 × die monatliche Grundgebühr. Bei Nettopreisen kommen 20 % USt. hinzu. Für einzelne Geräte: Watt × tägliche Nutzungsstunden × 365 ÷ 1.000 = kWh pro Jahr.

Ein Ein-Personen-Haushalt verbraucht rund 1.500 kWh pro Jahr, ein Zwei-Personen-Haushalt etwa 2.500 kWh und ein Vier-Personen-Haushalt ca. 4.000 kWh. Mit elektrischer Warmwasseraufbereitung liegt der Verbrauch jeweils deutlich höher. Mehr dazu auf unserer Seite zum durchschnittlichen Stromverbrauch.

Die Top 3 sind: elektrische Warmwasseraufbereitung (~1.000 kWh/Person/Jahr), Elektro-Herd (~500 kWh/Jahr) und Kühl-/Gefriergeräte (~330–400 kWh/Jahr). Zusammen machen diese drei Kategorien oft über die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs aus.

Durch einen Anbieterwechsel können Sie bei gleichem Verbrauch mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Die Preisunterschiede zwischen Anbietern betragen in Österreich zum Teil über 30 %. Der Wechsel ist kostenlos und dauert nur wenige Minuten.

Ja, besonders bei Geräten, die älter als 10 Jahre sind. Beispiel: Eine alte Heizumwälzpumpe verbraucht 500–800 kWh/Jahr, eine moderne nur unter 180 kWh. Bei Wäschetrocknern spart ein neues Gerät bis zu 100 € jährlich. Achten Sie beim Kauf auf das EU-Energielabel (A–G).