Pelletsheizung: Kosten, Vorteile, Nachteile.

Heizung Hand Thermostat

Dank staatlicher Förderungen und günstigen Preisen für Holzpellets sind Pelletheizungen oder Pelletöfen nach wie vor gefragt. In diesem Artikel finden Sie hilfreiche Informationen zum Thema Pelletheizung. Wir informieren Sie über verschiedene Modelle Kosten, Förderungen in Österreich und Heizwert. Zudem zeigen wir Ihnen Alternativen wie Gasheizungen und Elektroöfen auf.

Was ist eine Pelletheizung?

In einer Pelletheizung oder einem Pelletsofen werden gepresste Holzspäne oder gepresstes Sägemehl verfeuert. Dadurch wird Wasser in einem Kessel erhitzt und in Heizkörper oder Fußbodenleitungen geführt.
Bei den Pelletsheizungen unterscheidet man verschiedene Arten:

  • Einzelöfen: Einzelöfen werden direkt in der Wohnung aufgestellt und liefern eine Leistung von 6-8 Kilowatt. Der Vorratsbehälter für die Pellets - das Pelletlager - ist für wenige Tage ausgelegt. Die Wärme wird meist direkt an die Raumluft abgegeben.
  • Zentralheizung: Pelletheizungen werden meist als Zentralheizungen für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie größere Anlagen verwendet. Kombianlagen können ebenfalls mit Hackschnitzel befeuert werden. Das Pelletlager reicht meist für ein Jahr.
  • Pelletbrenner: Separate Pelletbrenner werden oft als Anbau zu bestehenden Öl- oder Holzkessel angeboten. Die preiswerte Alternative wird nicht gefördert.

In Österreich erfreut sich die Pelletsheizung nicht zuletzt wegen der staatlichen Förderung großer Beliebtheit. Seit 1997 stieg die Nutzung der Pelletöfen von gerade einmal 425 Stück auf über 100.000 Pelletkessel an. Mit mehr als 12 Pelletsheizungen pro 100.000 Einwohner hat Österreich die höchste Pelletheizungsdichte in Europa.

 

Welche Förderung bekomme ich für meine Pelletheizung?

In Österreich werden Pelletheizungen als Zentralheizungen von Bund, Bundesländern und einzelnen Gemeinden gefördert. Auch für die Umstellung Ihrer alten Gasheizung oder Elektroheizung gibt es Förderungen. Eine Förderung ist ebenfalls möglich, wenn eine mit Holz befeuerte Heizung, die mindestens 15 Jahre alt ist, gegen Pellet- und Hackgutzentralheizungsgeräte getauscht wird.

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Bei der Anschaffung einer Pelletheizung kriegen Sie bis zu 2.000€ an Förderungen vom Bund.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe der Förderung ist je nach Bundesland und Heizart unterschiedlich. So erhalten Sie etwa für einen Pelletkaminofen eine pauschale Förderung von 500 Euro. Die Förderung für einen Austausch einer Nachtspeicherheizung oder fossilen Heizungen beträgt 2.000 Euro. Für den Austausch Ihrer alten Holzheizung erhalten Sie eine Förderung über 800 Euro. Bevor Sie jedoch über den Einbau einer neuen Heizung nachdenken, lohnt es sich, Gas- und Stromtarife verschiedener Anbieter zu vergleichen. Wenn Sie mit Gas oder Strom heizen, kann durch einen Wechsel gleich viel Geld gespart werden. Einen Tarifvergleich führen Sie zum Beispiel online durch oder Sie lassen sich am Telefon unter der Nummer +43 720 1166 39 beraten (Service von Selectra Österreich, Montag bis Freitag, werktags, von 8 bis 19 Uhr).

Wo reiche ich meinen Förderantrag ein?

Ihren Antrag können Sie auf der Webseite des Klima- und Energiefonds einreichen. Dort erhalten Sie ebenfalls Informationen zu Fristen und Details zur Antragstellung. Eine Liste der Landesförderungen können sie hier finden.

Wie viel kostet eine Pelletheizung?

Bei der Anschaffung einer Pelletsheizung ist mit größeren Investitionskosten zu rechnen. Betriebe bieten meist ein Komplettpakt zwischen 18.000 und 25.000 Euro an. Darin sind folgenden Preiskomponenten enthalten:

  • Pelletkessel
  • Pelletlager
  • Transportsystem für die Pellets
  • Pufferspeicher
  • Installation der Pelletheizung

Ist die Pelletheizung oder der Pelletofen einmal eingebaut, heizt man damit äußerst günstig. Verglichen mit einer Ölheizung, Gasheizung oder Elektroheizung lassen sich mehrere 100 Euro im Jahr sparen. Da die Brennstoffkosten den größten Anteil an der Endrechnung ausmachen, empfiehlt es sich bei Gas- und Elektroheizung mehrere Anbieter zu vergleichen. Das können Sie telefonisch unter der Nummer 0720 1166 39 erledigen.

Pelletheizung und Ölheizung im Vergleich

Vergleicht man die laufenden Kosten einer Pelletheizung und einer Ölheizung, sow ird schnell klar, dass die Energiekosten am meisten ins Gewicht fallen. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 3.000 Litern Heizöl gibt etwa rund 2.000 Euro an Energiekosten aus.

Vergleich Ölheizung Pelletsheizung
Jahresbilanz Ölheizung Pelletsheizung
Brennstoffbedarf 3.000 Liter/Jahr 5,7 Tonnen/Jahr
Brennstoffpreis 0,68€/Liter 230€/Tonne
Energiekosten 2040€/Jahr 1321€/Jahr

Im ersten Jahr des Betriebes spart die Pelletsheizung rund 700 Euro an reinen Energiekosten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Preis für Heizöl schneller ansteigt als der Preis für Pellets. Im Durchschnitt stieg der Ölpreis seit 1998 um 5,5% im Jahr. Der Pelletpreis stieg um rund 1,7% pro Jahr. Nach einem Betrieb von 15 Jahren sieht die Bilanz so aus:

Vergleich Ölheizung Pelletsheizung
Jahresbilanz Ölheizung Pelletsheizung
Investition - 18.000 Euro (inkl. Förderung)
Energiepreisanstieg 5,5%/Jahr 1,7%/Jahr
Wartungskosten 4662€ 6276€
Energiekosten 45.714€ 22.361€
Gewinn - 3.739€

Quelle: AEE Umstiegsrechner

Eine Pelletheizung kann sich also nach 10 bis 15 Jahren amortisieren. Die Amortisationszeit ist abhängig vom Energieverbrauch und der Qualität der bereits bestehenden Heizung. So kann es etwa auch sein, dass sich eine Pelletheizung für kleine Wohnungen nicht auszahlt. Alternativ können Elektroheizungen oder Gasheizungen eingesetzt werden. Eine Beratung erhalten Sie unter der Telefonnummer 0720 1166 39.

Wie klimafreundlich sind Pelletheizungen?

Der Wirkungsgrad neuer Pelletöfen liegt meist bei sehr guten 85 bis 95 Prozent. Das bedeutet, dass 85-95 Prozent des Energiepotentials der Pellets genutzt werden können und nur sehr wenig Wärme ungenutzt verloren geht. Zudem sind Pelletheizungen klimaneutral. Das CO2, das während dem Heizen entsteht, wurde vom verbrannten Holz im Laufe seines Wachstums bereits gebunden. Man produziert also nur so viel CO2, wie der Baum bereits aus der Luft gefiltert hat. Die CO2-Bilanz liegt bei Null.

Baum Haus Heizung

Durch die hohe Qualität der Pellets und einer genauen Steuerung des Ofens wird zudem nur sehr wenig Feinstaub produziert. Ein Pelletofen ist etwa deutlich sauberer als ein normaler Kaminofen.

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