Hackschnitzelheizung: Kosten, Förderung, Vergleich

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Dank staatlicher Förderungen und günstigen Preisen für Holzhackschnitzel sind Hackschnitzelheizungen nach wie vor gefragt. In diesem Artikel finden Sie hilfreiche Informationen zum Thema Hackschnitzelheizung. Wir informieren Sie über verschiedene Modelle, Kosten, Förderungen in Österreich und Heizwert. Auf der Seite finden Sie ebenso einen Vergleich zu anderen Holzheizungen. Zudem zeigen wir Ihnen Alternativen wie Gasheizungen und Elektroöfen auf.


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Was ist eine Hackschnitzelheizung?

In einer Hackschnitzelheizung oder einem Hackschnitzelofen werden Holzabfälle aus der Industrie verfeuert. Die Hackschnitzel oder das sogenannte Hackgut erhitzen Wasser in einem Kessel. Das Warmwasser wird schlussendlich in Heizkörper oder Fußbodenleitungen geführt. Da die Hackschnitzel als Abfallprodukt gelten, sind Sie besonders günstig. Zudem weisen sie einen hohen Effizienzgrad auf.
Die anfallende Asche sollte je nach Modell vierteljährlich geleert werden. Wie viel Asche produziert wird, hängt außerdem vom Verbrauch und der Qualität der Hackschnitzel ab.

In Österreich erfreut sich die Hackschnitzelheizung nicht zuletzt wegen der staatlichen Förderung großer Beliebtheit. Seit 1997 stieg die Nutzung der Pelletöfen von gerade einmal 425 Stück auf über 100.000 Pelletkessel an. Mit mehr als 12 Hackschnitzelheizungen pro 100.000 Einwohner hat Österreich die höchste Hackschnitzelheizungsdichte in Europa.

Welche Förderung bekomme ich für meine Hackschnitzelheizung?

In Österreich werden Hackschnitzelheizungen als Zentralheizungen von Bund, Bundesländern und einzelnen Gemeinden gefördert. Auch für die Umstellung Ihrer alten Gasheizung oder Elektroheizung gibt es Förderungen. Eine Förderung ist ebenfalls möglich, wenn eine mit Holz befeuerte Heizung, die mindestens 15 Jahre alt ist, gegen Pellet- und Hackgutzentralheizungsgeräte getauscht wird.

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Bei der Anschaffung einer Hackschnitzelheizung kriegen Sie bis zu 2.000€ an Förderungen vom Bund. Die Nennleistung darf dabei maximal 50 kW und die Heizung muss überwiegend privat genutzt werden.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe der Förderung ist je nach Bundesland unterschiedlich. So erhalten Sie etwa für einen Pelletkaminofen eine pauschale Förderung von 500 Euro. Die Förderung für einen Austausch einer Nachtspeicherheizung oder fossilen Heizungen beträgt 2.000 Euro. Für den Austausch Ihrer alten Holzheizung erhalten Sie eine Förderung über 800 Euro. Auch die einzelnen Bundesländer bietet ein eigenes Förderprogramm für Hackschnitzelheizungen an. So beträgt die Förderung für eine neue Hackgutheizung in Oberösterreich etwa 1.700 Euro. Für die Umstellung einer fossilen Altanlage erhält man 2.200 Euro gutgeschrieben.

Laut Austrian Energy Agency ist Gas die günstigste Heizungsmethode. Unter 0720 1166 39 über Energiepreise informieren und Gas und Strom anmelden. Service von Selectra Österreich, Montag bis Freitag (werktags), von 8 bis 19 Uhr, zum Ortstarif.

Wo reiche ich meinen Förderantrag ein?

Ihren Antrag können Sie auf der Webseite des Klima- und Energiefonds einreichen. Dort erhalten Sie ebenfalls Informationen zu Fristen und Details zur Antragstellung. Eine Liste der Landesförderungen können sie hier finden. Eine Liste der geförderten Anlagen finden Sie ebenfalls hier.

Wie viel kostet eine Hackschnitzelheizung?

Bei der Anschaffung einer Hackschnitzelheizung ist mit größeren Investitionskosten zu rechnen. Betriebe bieten meist ein Komplettpakt zwischen 20.000 und 26.000 Euro an. Darin sind folgenden Preiskomponenten enthalten:

  • Heizkessel
  • Brennstofflager
  • Transportsystem für die Hackschnitzel
  • Pufferspeicher
  • Installation der Hackschnitzelheizung

Der Preis hängt dabei auch von der Nennleistung des Heizkessels ab. Je mehr die Heizung leisten soll, desto teurer sind die Anschaffungskosten. Durchschnittlich kostet eine Hackschnitzelheizung etwas mehr als eine Pelletsheizung. Einen Vergleich finden Sie in der unteren Tabelle:

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Nennleistung Heizkessel Kosten Pelletheizung Kosten Hackschnitzelheizung
20 kW 14.301 € 20.357 €
30 kW 16.541 € 21.443 €
40 kW 18.341 € 22.230 €
50 kW 19.871 € 22.869 €

Ist die Hackschnitzelheizung einmal eingebaut, heizt man damit äußerst günstig.

Hackschnitzelheizung: Laufende Kosten im Vergleich

Vergleicht man die laufenden Kosten einer Hackschnitzelheizung mit anderen Heizungsarten, so wird schnell klar, dass die Energiekosten am meisten ins Gewicht fallen. Da Hackschnitzel als Abfallprodukt gelten, sind diese besonders günstig.

Vergleich Hackschnitzelheizung
Brennstoff Brennstoffkosten (Verbrauch 35.000 kWh)
Heizöl 2.912 €
Erdgas 2.523 €
Pellets 1.864 €
Hackschnitzel 1.072 €

Obwohl die Wartungskosten mit 800-900 Euro bei Hackschnitzelanlagen vergleichsweise sehr hoch sind, erspart man sich einiges bei den Brennstoffkosten. Gegenüber einer Ölheizung sind jedoch Einsparungen von rund 1000 Euro pro Jahr realistisch.
Wie schnell sich eine Hackschnitzelheizung amortisiert hängt zudem vom Energieverbrauch und der Qualität der bereits bestehenden Heizung ab. So kann es etwa auch sein, dass sich eine Hackschnitzelheizung für kleine Wohnungen nicht auszahlt. Alternativ können Elektroheizungen oder Gasheizungen eingesetzt werden.

Wie klimafreundlich sind Hackschnitzelheizungen?

Der Wirkungsgrad neuer Hackschnitzelöfen liegt meist bei sehr guten 85 bis 95 Prozent. Das bedeutet, dass 85-95 Prozent des Energiepotentials der Hackschnitzel genutzt werden können und nur sehr wenig Wärme ungenutzt verloren geht. Zudem sind Hackschnitzelheizungen klimaneutral. Das CO2, das während dem Heizen entsteht, wurde vom verbrannten Holz im Laufe seines Wachstums bereits gebunden. Man produziert also nur so viel CO2, wie der Baum bereits aus der Luft gefiltert hat. Die CO2-Bilanz liegt bei Null.

Baum Haus Heizung

Natürlich beinhalten Hackschnitzelheizungen nicht nur Vorteile. Auch einige Nachteile muss man als Nutzer dieser Heizart in Kauf nehmen. Untenliegend finden Sie eine Auflistung mit Vor- und Nachteilen:

  • Leistungsstark und hoher Wirkungsgrad
  • sehr günstiger Brennstoff
  • klimafreundlich und CO2-neutral
  • vollautomatischer Betrieb
  • Subventionen und Förderungen
  • Hohe Investitionskosten
  • Großer Platzbedarf für den Brennstoff
  • Hohe Wartungskosten
  • mögliche geringe Geruchs- und Lärmbelästigung
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