Untermietvertrag: Bedingungen, Vorlage & Kündigung!

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Blaues Haus mit Vertrag

In Österreich ist das Thema Untermiete ein wichtiger Bestandteil des Mietrechts. Es betrifft sowohl Mieter/in als auch Vermieter/in und ist oft von rechtlichen Aspekten sowie finanziellen Überlegungen geprägt. Einen Untermietvertrag darf nur der/die Hauptmieter/in einer Wohnung bzw. eines Hauses in Absprache mit dem/der Vermieter/in abschließen. Nutzen Sie unsere Untermietvertrag Vorlage, um Ihren eigenen Untermietvertrag einfach und schnell zu erstellen!

Was ist ein Untermietvertrag?

Ein Untermietvertrag ist ein Mietvertrag, bei dem der Hauptmieter einen Teil oder die gesamte gemietete Wohnung oder Immobilie an einen Dritten vermietet. Der Hauptmieter bleibt in diesem Fall der Hauptvertragspartner des Vermieters, tritt aber gleichzeitig ebenfalls als Vermieters auf, nämlich als Vermieter des Untermieters. Der Untermieter hat keine direkte vertragliche Beziehung zum Vermieter des Gebäudes.

In einem Untermietvertrag werden in der Regel alle wichtigen Bedingungen und Regelungen festgehalten, die für das Mietverhältnis relevant sind. Dazu gehören unter anderem die Mietdauer, die Höhe der Miete, Kaution, die Zahlungsmodalitäten, die Pflichten des Untermieters bzw. der Untermieterin sowie mögliche Nebenkosten.

In Österreich ist es wichtig, dass Untermietverträge bestimmte gesetzliche Anforderungen erfüllen, um rechtlich bindend zu sein und etwaige Probleme in Zukunft zu vermeiden. Im Folgenden finden Sie eine Vorlage als PDF (Prinvtversion) für den Untermietvertrag.

Frau mit gelbem Pullover, die Untermietvertrag ausfüllt
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Untermietvertrag Vorlage

Hier können Sie sich die Untermietvertrag Vorlage als PDF herunterladen:

Untermietvertrag  PDF

Untermietvertrag PDF

Hier können Sie sich die Untermietvertrag Vorlage als PDF herunterladen:

Untermietvertrag  PDF

Kann man einfach so einen Untermietvertrag in Österreich machen?

Nein! In Österreich ist es nicht so einfach, einen Untermietvertrag abzuschließen. Laut österreichischem Mietrecht bedarf es in den meisten Fällen der Zustimmung des Vermieters bzw. der Vermieterin, bevor ein Untermietvertrag abgeschlossen werden kann.

Dies liegt daran, dass der Hauptmietvertrag oft Regelungen zur Untervermietung enthält, die eingehalten werden müssen. Es ist wichtig, Ihren bestehenden Mietvertrag sorgfältig zu prüfen, um sicherzustellen, dass Sie keine Regelungen verletzen.

Wer darf einen Untermietvertrag machen?

Der Hauptmieter einer Wohnung oder eines Hauses in Österreich ist in der Regel berechtigt, einen Untermietvertrag abzuschließen. Dies bedeutet, dass Sie, falls Sie Mieter/in sind und über zusätzlichen Wohnraum verfügen, diesen Raum untervermieten können. Beachten Sie jedoch, dass Sie die Zustimmung Ihres Vermieters benötigen, bevor Sie dies tun.

Was muss ich bei einem Untermietvertrag beachten?

Beim Abschluss eines Untermietvertrags in Österreich sollten Sie mehrere wichtige Punkte beachten:

  • Zustimmung des Vermieters: Stellen Sie sicher, dass Sie die Zustimmung Ihres Vermieters haben, bevor Sie einen Untermietvertrag abschließen. Eine Untervermietung ohne Genehmigung kann zu rechtlichen Problemen führen.
  • Vertragliche Vereinbarungen: Klären Sie alle wichtigen Details schriftlich im Untermietvertrag, wie Mietdauer, Mietzins, Nebenkosten, und eventuelle Möblierung.
  • Mietrechtliche Bestimmungen: In Österreich gelten für Untermietverträge dieselben grundlegenden Mietrechtsgesetze wie für Hauptmietverträge. Folgende Gesetze gelten: Mietrechtsgesetz (MRG) oder auch das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG).

Wie viel darf ich für Untermiete verlangen?

In Österreich gibt es keine festgelegte Obergrenze für die Höhe der Untermiete. Der Hauptmieter darf jedoch nicht mehr Miete verlangen als er selbst an den Vermieter zahlt. Es ist ratsam, sich an den örtlichen Mietpreisen zu orientieren und eine angemessene Miete festzulegen.

Was sind die Vorteile und Risiken der Untermiete für beide Parteien?

Die Untermiete bietet sowohl für den Hauptmieter als auch für den Untermieter verschiedene Vorteile, birgt jedoch auch bestimmte Risiken.

Was sind die Vor- und Nachteile für den Hauptmieter?

Als Hauptmieter/in bieten sich diverse Vor- und Nachteile, wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihre Wohnung bzw. Ihr Haus unterzuvermieten. Im Folgenden finden Sie eine ausgiebige Tabelle zu den einzelnen Vor- und Nachteilen einer Untervermietung in Österreich.

Vor- und Nachteile für Hauptmieters

Vorteile

Nachteile

  • Einkommensquelle: Durch Untervermietung kann der/die Hauptmieter/in zusätzliches Einkommen generieren und die Mietkosten senken.
  • Flexibilität: Untervermietung bietet dem Hauptmieter Flexibilität, wenn er vorübergehend nicht in der Wohnung wohnen kann, beispielsweise während einer Reise oder eines längeren Aufenthalts außerhalb der Stadt.
  • Teilung von Ausgaben: Durch Untervermietung können Nebenkosten wie Miete, Strom und Internet gemeinsam mit dem Untermieter geteilt werden, was zu Kosteneinsparungen führt.
  • Leerstand vermeiden: Durch Untervermietung kann der Hauptmieter Leerstand vermeiden und die Wohnung trotz vorübergehender Abwesenheit nutzen.
  • Haftung und Verantwortung: Der  Hauptmieter bleibt für die Zahlung der Miete und die Einhaltung des Mietvertrags gegenüber dem Vermieter verantwortlich, auch wenn Probleme mit dem Untermieter auftreten.
  • Auswahl des richtigen Untermieters: Der Hauptmieter muss sorgfältig prüfen, wen er als Untermieter akzeptiert, um potenzielle Konflikte und Probleme zu vermeiden.
  • Abnutzung und Schäden: Der Hauptmieter trägt das Risiko von Abnutzung und Schäden an der Wohnung durch den Untermieter, was zusätzlichen Aufwand für Reparaturen und Instandhaltung bedeuten kann.
  • Rechtliche Verantwortung: Der Hauptmieter ist dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass alle rechtlichen Anforderungen und Vorschriften eingehalten werden, um Probleme mit dem Vermieter zu vermeiden.
  • Einschränkung der Privatsphäre: Die Untervermietung kann die Privatsphäre des Hauptmieters beeinträchtigen, insbesondere wenn der Untermieter Zugang zu gemeinsamen Bereichen der Wohnung hat.

Vor- und Nachteile für den Untermieter

Neben den Vor- und Nachteilen für den Hauptmieter gibt es auch welche für den Untermieter. Im Folgenden finden Sie die genauen Details aufgelistet.

Vor- und Nachteile Untermieters

Vorteile

Nachteile

  • Flexibilität: Untermieter können leichter eine temporäre Unterkunft finden, ohne sich langfristig an einen Mietvertrag binden zu müssen.
  • Kosteneinsparungen: Durch Untermiete können Untermieter ihre Mietkosten senken, insbesondere in teuren Städten oder Gegenden.
  • Soziale Vorteile: Untermieter können von sozialen Interaktionen und dem Teilen von Wohnraum mit anderen profitieren.
  • Kurzfristige Lösung: Untermietverträge bieten eine kurzfristige Lösung für Lebenssituationen, in denen Untermieter vorübergehend einen Wohnraum benötigen.
  • Mangelnde Sicherheit: Untermieter haben oft weniger Sicherheit und Stabilität, da Untermietverträge in der Regel kürzerfristig sind und vom Hauptmieter abhängen.
  • Eingeschränkte Kontrolle: Untermieter haben oft weniger Kontrolle über den Wohnraum und müssen sich an die Regeln und Bedingungen des Hauptmieters halten.
  • Beschränkungen bei Nutzung und Gestaltung: Der Untermieter kann Beschränkungen hinsichtlich der Nutzung und Gestaltung des Wohnraums haben, da dies vom Hauptmieter kontrolliert wird.
  • Risiko von Vertragsverletzungen: Untermieter müssen sicherstellen, dass sie die Bedingungen des Untermietvertrags einhalten, um Probleme mit dem Hauptmieter zu vermeiden.

Praktische Tipps für Mieter/innen und Vermieter/innen

Für Mieter/innen und Vermieter/innen gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, um das Untermietverhältnis erfolgreich zu gestalten:

  • Sorgfältige Auswahl: Sowohl für den/die Hauptmieter/in als auch für den/die Untermieter/in ist es wichtig, sich sorgfältig auszuwählen und im Vorfeld alle relevanten Fragen und Bedingungen zu klären.
  • Schriftlicher Vertrag: Ein schriftlicher Untermietvertrag, der alle Vereinbarungen und Bedingungen enthält, ist unerlässlich, um Missverständnisse und rechtliche Probleme zu vermeiden.
  • Regelmäßige Kommunikation: Eine offene und regelmäßige Kommunikation zwischen Hauptmieter und Untermieter kann dazu beitragen, eventuelle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu lösen.
  • Dokumentation: Beide Parteien sollten alle relevanten Dokumente und Zahlungen sorgfältig dokumentieren und aufbewahren, um im Fall von Streitigkeiten einen klaren Nachweis zu haben.
  • Rechtliche Beratung: Bei Unsicherheiten oder rechtlichen Fragen ist es ratsam, sich von einem Rechtsanwalt oder einer Mietervereinigung beraten zu lassen, um mögliche Risiken zu minimieren.

Insgesamt bietet die Untermiete in Österreich sowohl für Hauptmieter als auch für Untermieter verschiedene Chancen und Herausforderungen. Mit der richtigen Vorbereitung und Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen können Untermietverhältnisse jedoch eine praktische und flexible Wohnlösung darstellen.

Wie kündige ich einen Untermietvertrag in Österreich?

Die Kündigung eines Untermietvertrags in Österreich erfordert bestimmte Schritte und Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen. Sowohl der Hauptmieter als auch der Untermieter haben Rechte und Pflichten im Rahmen der Kündigung. Hier sind die grundlegenden Schritte, die Sie beachten sollten:

  1. Überprüfen Sie den Untermietvertrag: Bevor Sie mit der Kündigung beginnen, überprüfen Sie den Untermietvertrag sorgfältig, um sicherzustellen, dass Sie die vereinbarten Kündigungsfristen und -bedingungen einhalten. Diese sollten im Vertrag festgelegt sein und können je nach Vereinbarung variieren.
  2. Geben Sie die Kündigung schriftlich bekannt: Gemäß österreichischem Mietrecht muss die Kündigung eines Untermietvertrags schriftlich erfolgen. Es ist ratsam, die Kündigung per Einschreiben zu versenden, um einen Nachweis über den Zugang zu haben. In der Kündigung sollten das Datum, der Grund für die Kündigung und die Einhaltung der vereinbarten Kündigungsfrist angegeben werden. Nutzen Sie die folgenden Formulare für Ihre Kündigung:
  3. Beachten Sie die Kündigungsfrist: Die Kündigungsfrist für einen Untermietvertrag in Östereich kann variieren, je nachdem, was im Untermietvertrag festgelegt wurde. In der Regel beträgt die gesetzliche Mindestkündigungsfrist jedoch einen Monat zum Monatsende. Es ist wichtig, die im Vertrag festgelegte Frist zu beachten, um keine rechtlichen Probleme zu verursachen.
  4. Vereinbaren Sie einen Übergabetermin: Nachdem die Kündigung erfolgt ist und die Kündigungsfrist abgelaufen ist, sollte ein Übergabetermin vereinbart werden. Bei diesem Termin sollten der Hauptmieter und der Untermieter gemeinsam die Wohnung inspizieren, um sicherzustellen, dass sie in einem angemessenen Zustand zurückgegeben wird. Eventuelle Schäden oder Mängel sollten mit Hilfe eines Übergabeprotokolls dokumentiert werden.
  5. Rückgabe der Schlüssel und Abwicklung offener Fragen: Am Tag der Übergabe sollten alle Schlüssel zur Wohnung zurückgegeben werden. Zudem sollten offene Fragen bezüglich der Abrechnung von Miete, Nebenkosten oder eventuellen Kautionen geklärt werden. Eine ordnungsgemäße Abwicklung sorgt für einen reibungslosen Übergang und verhindert spätere Streitigkeiten.
  6. Dokumentation: Es ist ratsam, alle Schritte während des Kündigungsprozesses zu dokumentieren. Dazu gehören die schriftliche Kündigung, der Nachweis über den Zugang, die Übergabeprotokolle der Übergabetermine und alle Korrespondenzen zwischen den Parteien. Diese Dokumentation kann im Falle von Unstimmigkeiten als Nachweis dienen.

Indem Sie diese Schritte befolgen und die gesetzlichen Bestimmungen einhalten, können Sie den Untermietvertrag ordnungsgemäß kündigen und potenzielle rechtliche Probleme vermeiden. Es ist jedoch empfehlenswert, bei komplexeren Fragen oder Unsicherheiten rechtlichen Rat einzuholen.

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