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Strom selbst erzeugen: Der Weg zur eigenen Phovoltaik-Anlage

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Solarpark bei Nacht

Erzeugen Sie Ihren Strom selbst

Im Sommer 2016 setzte die Photovoltaik-Branche in Österreich einen Meilenstein: Das erste Gigawattpeak an installierter elektrischer Leistung durch Sonnestrom wurde erreicht. Somit ist es möglich, jährlich 1 Mrd. kWh Strom zu erzeugen und damit rund 300 000 Haushalte zu versorgen. Doch dem nicht genug, auch die Preise für Photovoltaik-Anlagen sind seit 2008 um 68% gefallen. Der richtige Zeitpunkt also, um dem Trend zu folgen und sich unabhängig zu machen, indem man mittels einer Photovoltaik-Anlage seinen eigenen Strom erzeugt.

  1. Was ist eine PV-Anlage und wie funktioniert sie?
  2. Indach- oder Aufdach-Montage?
  3. Mit welchen Kosten muss ich bei der Errichtung einer PV-Anlage rechnen?
  4. Welche Förderungen kann ich für meine PV-Anlage beantragen?
  5. Welche Einspeisetarife gibt es für PV-KundInnen in Österreich?

1. Was ist eine PV-Anlage und wie funktioniert sie?

Eine Photovoltaik-Anlage ist eine Solarstromanlage, die dank eingebauter siliziumbeschichteter Solarzellen Sonneneinstrahlung in elektrische Energie umwandelt. Der Prozess dieser Umwandlung wird Photovoltaik genannt. Im Detail setzen dabei die Photonen - die elektromagnetischen Strahlen der Sonne - die Elektronen in der Solarzelle in Bewegung und iniitieren so einen Stromfluss.

Anders als bei anderen Solaranlagen - wie etwa bei der Solarthermie-Anlage oder dem solarthermischen Kraftwerk - benötigt die PV-Anlage kein Zwischenmedium wie zum Beispiel eine Wärmeflüssigkeit.

Die Leistung von PV-Anlagen variiert je nach Größe. Während durch Anlagen auf Privathausdächern meist Leistungen im einstelligen kWp-Bereich erreicht werden, können Freiflächensolaranlagen und -parks durchaus Leistungen von 100 kWp erreichen.

Netzgekoppelte PV-Anlagen und netzunabhängige PV-Anlagen

Netzunabhängige PV-Anlagen, auch PV-Inselanlagen oder autarke Solarnlagen genannt, machen dort Sinn, wo zwar elektrische Energie benötigt, ein Anschluss an das Stromnetz jedoch zu aufwändig wäre. Wochenendhäuser, Berghütten oder auch Wohnwägen würden sich für derartige Anlagen bestens eignen. Sie sind vom Stromnetz unabhängig und liefern nur den eigens produzierten Strom. Da der Strom allerdings nur tagsüber und auch nur dann, wenn die Sonne scheint, produziert werden kann, ist ein System zur Energiespeicherung nötig. In den meisten Fällen werden dafür Bleiakkumulatoren verwendet. Ein Laderegeler und eine Lastabwurfschaltung schützen den Akku dabei vor Überladung bzw. Tiefentladung. Solche Akkus können in der Regel den Verbrauch von zwei bis drei Tagen decken.

Netzgekoppelte PV-Anlagen sind mit dem Stromnetz verbunden. In diesem Fall wird zum einen der überschüssige, nicht benötigte, Strom der Anlage bei Spitzenzeiten in das Netz eingespeist und zum anderen bei Schwachzeiten der Anlage bzw. dann, wenn dank fehlender Sonneneinstrahlung kein Strom produziert werden kann, Strom geliefert. Auf diese Weise entfällt eine aufwändige Zwischenspeicherung und ein durchgängiger Stromfluss wird gewährt.

Mit dem richtigen Einspeisetarif Stromkosten sparen. Rufen Sie uns an unter
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Zur Ausstattung einer netzgekoppelten PV-Anlage gehören:

  • ein oder mehrere Wechselrichter
  • typische PV-Module
  • Schutzeinrichtung zur automatischen Abschaltung bei Störungen im Stromnetz
  • Zähler zur Erfassung der eingespeisten Strommenge

Die Aufgabe des Wechselrichters ist es, den von den PV-Modulen gelieferten Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln. Wichtig ist, dass dabei die Leistungs- und Spannungswerte auf das Stromnetz abgestimmt sind.

2. Indach- oder Aufdach-Montage?

Grundsätzlich gibt es zwei gängige Arten, wie Sie eine Photovoltaik-Anlage auf Ihrem Dach montieren können: Via Indach-Montage oder Aufdach-Montage. Die Indach-Monatge bietet sich vor allem bei Neubauten oder Dachsanierungen an, da die Solarmodule direkt auf die Dachsparren montiert werden und somit die Ziegel ersetzen. Sollten Sie also Ihre Dachziegel nicht entfernen wollen, wäre die Aufdach-Montage für Sie die unkompliziertere und auch preiswertere Variante.

Photovoltaik Indach-Montage: Vor- und Nachteile

PV-Anlage Indach

Indach-Montage ist nur für Neubauten geeignet

Bei der Indach-Montage ersetzt die Photovoltaik-Anlage die Dacheindeckung. Das heißt, die Solarmodule ersetzen die Ziegel und übernehmen die Schutzfunktion des Daches. Ob die Dacheindeckung zur Gänze oder nur teilweise ersetzt wird, hängt von der Größe der Photovoltaik-Anlage ab. Diese Variante bietet sich vor allem für Neubauten an, da bei der richtigen Planung der Unterbau bereits entsprechend ausgelegt werden kann. Weiters können Sie so auch Kosten sparen, da Sie in diesem Fall keine Dacheindeckung mehr benötigen. Vor allem Dächer mit einer Neigung von über 25 Grad eignen sich besonders für eine PV-Anlage.

  • Vor- und Nachteile
  • Bei Neubau: Kosten für das Dachmaterial werden eingespart
  • Solarmodule schützen Elektroanschlüsse und Verkabelungen vor Witterungseinflüssen
  • Indach-Montage bei bestehenden Dächern nur bei Renovierungsbedarf sinnvoll
  • Hinterlüftung der Solarmodule nicht optimal - kann zu geringeren Ertrag des Solarstroms führen
  • Indach-Montage bei Blech-, Well- und Reetdächern nicht möglich

Photovoltaik Aufdach-Montage: Vor- und Nachteile

PV-Anlage Aufdach

Unkompliziert und langlebig - die Aufdach-Montage

In diesem Fall werden die Solarmodule direkt auf das Dach montiert. Das Dach sollte daher keine Mängel aufweisen. Auf den Dachsparren wird mittels Sparrenhaken aus Aluminium oder Edelstahl ein Schienensystem befestigt, auf dem die Solarmodule schließlich montiert werden. Mittlerweile gibt es bereits Dachziegel, in die die Befestigung für die Schienen schon integriert ist. Der Abstand der Solarmodule zum Dach sollte nicht mehr als 5 bis 15 cm zum Dach betragen. Wichtig ist auch, dass der Abstand zum Dachrand großzügig gewählt ist, andernfalls könnte eine Windsogwirkung entstehen.

  • Vor- und Nachteile
  • Auch für Well-, Blech- und Schieferdächer geeignet
  • Einfacher und preiswerter als Indach-Montage
  • Ausreichende Hinterlüftung der Solarmodule gewährleistet
  • Leichte Demontage bei Bedarf
  • Auf Witterungsbeständigkeit muss geachtet werden.

3. Mit welchen Kosten muss ich bei der Errichtung einer PV-Anlage rechnen?

Schild Ökostrom

Gehen Sie den ökologischen Weg mit eigens produzierter Sonnenenergie

Die Anschaffung und fachgerechte Montage einer Photovoltaik-Anlage erfuhr in den letzten Jahren eine deutliche Preissenkung. Während man im Jahr 2006 noch etwa 5 000 Euro für 1 kWp bezahlen musste, belaufen sich die Gesamtkosten mittlerweile auf durchschnittlich circa 2 000 Euro pro kWp installierte Leistung.

Gründe für die enorme Preisminderungen sind beispielsweise:

  • Fertigungspreis dank zunehmender Nachfrage deutlich gesunken
  • Fertigung der Solarmodule weitestgehend automatisiert und optimiert - weniger Rohstoffe werden für 1 kWp benötigt
  • Wettbewerbsentwicklung trägt zu fallenden Preisen bei

Die Größe einer PV-Anlage wird nach der Leistung des Solargenerators in kWp (Kilowatt-peak) gemessen. Die Peakleistung beschreibt die Spitzenleistung der Solarmodule unter genormten Testbedingungen.

Der Kauf einer Photovoltaik-Anlage ist eine langfristige Investition in eine nachhaltige Energiegewinnung. Um zu erfahren, ab wann Sie mit Ihrer PV-Anlage Gewinne erzielen können, sollten Sie zumindest überschlagsweise die Amortisationszeit, also die Dauer, bis Ihre investierten Kosten gedeckt sind und Sie Gewinne erzielen, berechnen. Dividieren Sie hierzu die Anschaffungs- und Nebenkosten (Instandhaltung, Wartung, etc.) durch die Summe der Einnahmen (Einspeisevergütung) und Abschreibung.

Mit dem richtigen Einspeisetarif können Sie nachhaltig Kosten sparen. Rufen Sie uns unter
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4. Welche Förderungen kann ich für meine PV-Anlage beantragen?

Mittlerweile gibt es sowohl auf Bundes-, als auch auf Landesebene eine Vielzahl an Förderungen für PV-Anlagen. Informieren Sie sich daher eingangs, welche Förderungen für Sie in Frage kommen und welche Sie gerne in Anspruch nehmen möchten, denn in den meisten Fällen ist eine Kombination an Förderungen nicht möglich.

Österreichweite Förderungen
PV-Anlagen bis 5 KWp bis 30 KWp für Landwirtschaft und Forstbetriebe OeMAG Tarifförderung ab 5 KWp Netzferne Inselanlagen
Förderprogramm des Klima- und Energiefonds Förderprogramm des Klima- und Energiefonds Tarifförderung der OeMAG Förderprogramm der Kommunalkredit Public Consulting
Förderende: 14.12.2016 Förderende: 15.11.2016 Förderende: Ende 2016 -
275 Euro/kWp für freistehende und Aufdach-Anlagen
375 Euro/kWp für Indach-Anlagen
275 Euro/kWp für freistehende und Aufdach-Anlagen
375 Euro/kWp für Indach-Anlagen
Abnahmetarif: 8,24 Cent/kWh + 40% Errichtungskosten als Investitionszuschuss für Aufdach-Anlagen bis zu 35% der förderungsfähigen Kosten
Voraussetzung: Errichtungszeit 12 Wochen ab Registrierung Voraussetzung: Errichtung 6 Monate ab Förderzusage, Förderwürdigkeit nach Punktesystem Voraussetzung: Antrag vor Errichtung der Anlage Voraussetzung: Antrag vor Errichtung der Anlage, Mindestinvestition 10 000 Euro
ausführliche Informationen ausführliche Informationen Ökostrom-Einspeisetarifverordnung weitere Informationen

In fast allen Bundesländern werden ebenfalls Förderungen für Stromspeicher oder PV-Anlagen geboten. Folgende Tabelle soll Ihnen einen ersten Überblick zur Fördersituation geben (Stand Oktober 2016), genauere Informationen entnehmen Sie bitte den weiterführenden Links oder Sie wenden sich direkt an die betreffende Abteilung der jeweiligen Landesregierung.

Förderungen der Bundesländer
Bundesland Förderung Förderhöhe Voraussetzungen Zuständigkeit
Burgenland Errichtung/Nachrüstung von netzgeführten PV-Anlagen und/oder Stromspeicher bis zu 5kW 30% der förderfähigen Kosten (max. 275 Euro/kWp) begrenzt mit 300 000 Euro Förderrichtlinien Amt der burgenländischen Landesregierung
Kärnten A. Stromspeicher; B. PV-Anlagen im Zuge der Wohnbauförderung A. 300 Euro/kWh Nennkapazität begrenzt mit 40% der Kosten; B. maximal bis zu 20 000 Euro (je nachdem ob Eigenheim/Ersterwerb von Wohnraum/Wohnhaussanierung/Mehrgeschossiger Wohnbau) A. Richtlinien zur Förderung von Stromspeichern; B. Richtlinien der Wohnbauförderung A. Förderstelle des landes kärnten
Niederösterreich PV-Anlagen im Zuge der Wohnbauförderung abhängig von einem Punktesystem Eigenheimsanierung Amt der NÖ Landesregierung
Oberösterreich betriebliche PV-Eigenverbrauchsanlagen (6-200 kWp) 150 Euro/kWp oder max. 50% der Netto-Anschaffungskosten Nachschlag: Richtlinien und weiterführende Informationen Abteilung Umweltschutz der Oö. Landesregierung
Salzburg A. Stromspeicher (bis 6 kWh Brutto-Speichergröße); B. PV-Anlagen A. bis 600 Euro/kWh, max. 30% der Investitionskosten; B. bis zu 900 Euro/kWp (Privathaushalte), bis zu 7.500 Euro + bis zu 20% Investitionskosten (Großanlagen), 1 000 Euro + bis zu 500 Euro/kWp (Abwasserbehandelnde Betriebe/ betriebliche PV-Anlagen), 15% pro Anlage (gemeindeeigene Gebäude) B. Fördervoraussetzung diverser PV-Anlagegrößen Förderstelle Land Salzburg
Steiermark PV-Anlage, Lastmanagementsystem, elektrischer Energiespeicher bis zu 900 Euro je Anlage + bis zu 500 Euro/kWp Nachschlag: Richtlinien zur Direktförderung von PV-Anlagen Amt der Steiermärkischen Landesregierung/Energie und Wohnbau
Tirol intelligente Steuerungssysteme und Batteriespeicher bzw. Aus- und Nachrüstung privater PV-Anlagen Zuschüsse in der Höhe von 50% der Nettokosten Richtlinien und weiterführende Informationen Abteilung Wasser-, Forst- und Energierecht der Landesregierung Tirol
Wien A.PV-Anlagen; B.elektr. Speicher; C.Hybrid-Anlagen A.max. 40% der förderungsfähigen Gesamtkosten (einmaliger Zuschuss) bzw. bis zu 400 Euro/kWp; B.max 40% der förderungsfähigen Gesamtkosten (einmaliger Zuschuss) bzw. 500 Euro pro kWh; C. 600 Euro pro kWp bzw (max. 40% der Gesamtkosten) oder 60.000 Euro (einmaliger Zuschuss) A. Richtlinien und Informationen zur PV-Anlagen förderung; B. Stationäre Stromspeicher-Richtlinien der Förderung; C. Richtlinien zur Förderung einer Hybrid-Anlage Magistrat 20, Amt der Wiener Landesregierung

5. Welche Einspeisetarife gibt es für PV-KundInnen in Österreich?

Wir finden den richtigen Einspeisetarif für Sie! Rufen Sie uns unter 0720 1152 42 an (Mo - Fr 8 bis 19 Uhr, zum Ortstarif) oder lassen Sie sich von uns kostenlos zurückrufen. Die Energie-Experten von Selectra Österreich finden für Sie den passenden Tarif. Ganz unkompliziert und kostenlos!

Sollten Sie eine netzgekoppelte PV-Anlage besitzen, benötigen Sie einen Energievertrag mit einem Stromanbieter, um einerseits die überschüssige Energie Ihrer PV-Anlage zurück ins Netz zu speisen und andererseits an sonnenarmen Tagen oder in der Nacht, wenn die eigene Anlage keinen Strom produzieren kann, von auswärts mit Strom beliefert werden zu können.

Einspeisetarife schließen Sie also mit einem Energieanbieter ab, der Ihnen den überschüssigen Strom aus Ihrer Anlage zu einem bestimmten Tarif abnimmt. Die bundesstaatliche Abnahmestelle für Ökostrom (OeMAG) ist gesetzlich dazu verpflichtet (ÖSG 2012), den überschüssigen Strom aller österreichischen PV-Anlagen-Betreibern gegen eine Vergütung abzunehmen. Jedoch ist der Einspeisetarif der OeMAG mit aktuell 2,80 ct/kWh einer der unvorteilhaftesten am Markt. Es zahlt sich daher in jedem Fall aus, die Angebote der verschiedenen Energieversorger zu vergleichen.

Beachten Sie jedoch, dass der Großteil der Energieanbieter den überschüssigen PV-Strom nur dann abnimmt, wenn die Kundin/der Kunde auch den Strom von ihnen bezieht. Manche Lieferanten bieten auch Einspeisetarife an, die sich in gleicher Höhe an den jeweiligen Bezugstarif anpassen. Somit entsteht ein ausgeglichenes Verhältnis von Stromeinspeisung und -bezug.

Eine Liste aller Einspeisetarife in Österreich finden Sie hier.

 

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