Heizen mit Solarthermie

Heizen mit Solarthermie

Mit dem Bau von Solaranlagen können Sie nicht nur Stromkosten, sondern auch Heizkosten sparen. Sie können Ihre Heizung mit einer Solarthermie betreiben - auch in Kombination mit anderen Heizarten. Wir erklären die Funktionsweise einer Solarthermie und geben einen Überblick über die Kosten und Förderungen zum Bau von Sonnenkollektoren. Erfahren Sie außerdem wie Sie Warmwasser aus Solarenergie erzeugen und worin sich Solarthermien und Photovoltaik-Anlagen unterscheiden!


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Was ist eine Solarthermie?

Solarthermie

Eine Solarthermie ermöglicht es Ihnen, Ihr Eigenheim mit Sonnenenergie zu heizen. Dazu werden Sonnenkollektoren auf dem Dach Ihres Hauses angebracht. Eine Solarthermie ist eine Möglichkeit für Sie als Verbraucher, Ihre Wärme umweltfreundlich und kostengünstig selbst zu erzeugen. Die Sonnenkollektoren eines Solarthermiensystems brauchen durchschnittlich eine 7 bis 15 Quadratmeter große Fläche - so viel Platz brauchen Sie also auf Ihrem Dach, um mit Sonnenenergie heizen zu können!

Je größer die Kollektoren umso größer der Solarertrag? Die Größe der Sonnenkollektoren ist nicht der wichtigste Faktor wenn es um den Ertrag geht! Die Ausrichtung und die Neigung Ihres Daches spielen dabei eine noch wichtiger Rolle: Je mehr Sonne Ihre Kollektoren bekommen umso mehr Energie gewinnen Sie!

Funktionsweise der Solarthermie

Solarthermien wandeln Sonnenenergie in Wärme um. Aber wie funktioniert das? Zunächst brauchen Sie natürlich Sonnenkollektoren auf Ihrem Hausdach. Diese wandeln die Strahlung der Sonne in Wärme um und übertragen sie auf ein Wärmeträgermedium. Dieses Trägermedium ist die sogenannte "Solarflüssigkeit", eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel.

Heizung

Vom Dach in die Heizung - So funktionieren Solarthermien

Die Solarflüssigkeit zirkuliert zwischen den Kollektoren und einem Wärmespeicher. Dabei kommt die bis zu 90°C heiße Solarflüssigkeit in den Wärmetauscher. Dort wird die Wärme in den Speicher übertragen und die Solarflüssigkeit wird abgekühlt. Anschließend gelangt die Wärme wenn sie gebraucht wird vom Wärmespeicher in Ihre Heizung, während die kalte Solarflüssigkeit wieder zurück in die Sonnenkollektoren läuft.

Das Gehirn der Solarthermie Die Steuerung des ganzen Solarthermiensystems erfolgt über den Solarregler, der sozusagen das "Gehirn" der Solarheizung darstellt.

Der Solarregler erkennt wenn der Wärmspeicher nicht voll ist. Bei Bedarf setzt er die Pumpe in Gang, welche die warme Solarflüssigkeit in den Speicher transportiert. Außerdem kann der Solarregler beispielsweise eine Urlaubsschaltung vornehmen, sodass nach Ihrem Urlaub der Wärmespeicher voll ist!

Kombination mit anderen Heizarten

In den wärmeren Jahreszeiten in denen die Sonne lange scheint und Sie wenig heizen müssen, reicht meist die Wärme aus der Solarthermie komplett aus. Da es im Winter aber kälter und gleichzeitig weniger sonnig ist, ist es ratsam die Solarthermie mit einer zweiten Heizart zu kombinieren. Im Winter können nämlich meist nur rund 20% des Eigenbedarfs an Wärme gedeckt werden. Je nach Anschluss eignen sich dafür folgende Heizarten:

  1. Heizen mit Gas
  2. Heizen mit Strom
  3. Heizen mit Wärmepumpe
  4. Heizen mit Infrarot
  5. Heizen mit Flüssiggas

Sie sind sich nicht sicher, welche Heizart sich für Ihr Zuhause eignet?
Werfen Sie einen Blick auf die Heizarten im Vergleich!

Übrigens gibt es auch die Möglichkeit, einen saisonalen Speicher für Ihre Sonnenwärme zu nutzen. Dieser speichert die Wärme die im Sommer nicht genutzt wird bis in den Winter. Diese Variante ist jedoch für Einfamilienhäuser meist nicht machbar, da ein solcher Speicher mit einem Volumen von bis zu einer Million Liter einfach zu groß ist! Mit Strom, Gas oder anderen Heizarten zu heizen ist da meist die bessere Lösung.

Zur Strom- und Gasanmeldung rufen Sie an unter 0720 1166 39 (zum Ortstarif, Mo-Fr von 8.00 bis 19.00 Uhr)

Warmwasser von der Solarthermie

Badewanne blau

Auch Ihr Warmwasser kann mit Solarenergie erzeugt werden!

Üblicherweise können Solarthermien die zum Heizen verwendet werden auch zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden. Sie können also die Solarenergie nutzen um Ihren Boiler zu betreiben und warmes Wasser für Ihre Dusche und Wasserhähne zu erzeugen. Alternativ gibt es aber auch reine Solaranlagen zur Warmwasserbereitung. Diese können nicht zum Heizen verwendet werden, sondern lediglich um Wasser zu erwärmen.

Solarthermien die nur zur Warmwasserbereitung gedacht sind werden auch Warmwasseranlagen genannt. Warmwasseranlagen kosten die Hälfte von Solarthermien und benötigen auch nur die Hälfte des Platzes. Allerdings lassen sich mit Kombinationsanlagen gleichzeitig Heizkosten und rund 60% der Warmwasserkosten sparen!

  • Vorteile einer Warmwasseranlage
  • Kann auf fast jedem Hausdach errichtet werden
  • Pro Person reichen schon etwa 0,8 bis 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche
  • Übers Jahr verteilt können Sie bis zu 50% Energie für die Warmwasserbereitung sparen

Solarthermie und Photovoltaik

Photovoltaik

Für PV-Anlagen und Solarthermien werden jeweils unterschiedliche Solaranlagen verwendet!

Obwohl Solarthermiensysteme und Photovoltaik-Anlagen jeweils durch Solaranlagen auf dem Dach betrieben werden, gibt es Unterschiede. Photovoltaik-Anlagen erzeugen Strom und bieten auch die Möglichkeit überschüssigen Strom ins Stromnetz einzuspeisen. Solarthermien hingehen erzeugen Wärme zum Heizen und für die Warmwasserbereitung. Üblicherweise sind Photovoltaik-Anlagen dabei für größere Dachflächen geeignet als Solarthermien! Denn Solarthermien erzeugen auf der gleichen Fläche wie PV-Anlagen etwa 4 Mal so viel Energie.

Einspeisetarife für PV-Anlagen Sie planen zusätzlich eine Photovoltaik-Anlage? Unter 0720 1166 39 (zum Ortstarif, Mo-Fr von 8.00 bis 19.00 Uhr) zu Einspeisetarifen informieren.

Übrigens gibt es bei Photovoltaik-Anlagen und Solarthermien vor allem im Bau unterschiede. Bei PV-Anlagen bestehen die Solaranlagen aus Modulen, bei der Solarthermie aus Kollektoren. Außerdem wir der erzeugte Strom in Kabeln abgeleitet, während es für den Transport der wärmespeichernden Solarflüssigkeit natürlich Rohre braucht! Aufgrund der meist geringeren Anschaffungskosten und den Fördermöglichkeiten rentiert sich übrigens eine Solarthermie für die meisten Haushalte mehr als eine Photovoltaik-Anlage.

Vorsicht beim Begriff "Solaranlagen" Mit Solaranlage kann nämlich sowohl eine Photovoltaik-Anlage als auch eine Solarthermie gemeint sein! Um die beiden zu unterscheiden drücken Sie sich am besten genauer aus und sagen Solarwärmeanlage oder Solarstromanlage.

Power-to-Heat

Es gibt also keine Solaranlage, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen kann. Natürlich haben Sie die Möglichkeit, zwei verschiedene Solarsysteme auf Ihrem Dach anzubringen, um sowohl ihre elektrischen Geräte als auch Ihre Heizung mit Sonnenenergie zu betreiben.

Es gibt aber auch eine einfachere Möglichkeit, Strom und Wärme aus Solarenergie zu erzeugen. Diese Methode wird als Power-to-Heat bezeichnet. Ein sogenannter Heizstabregler erkennt überschüssigen Strom aus Ihrer Photovoltaik-Anlage und nutzt Ihn zum Heizen. Dazu benötigen Sie also eine Photovoltaik-Anlage die Strom erzeugt, den Heizstrabregler und natürlich eine elektrische Heizung oder eine Wärmepumpe. Auf diese Art und Weise können Sie mit einer Solaranlage heizen und Strom erzeugen!

Heizen mit Wärmepumpe Sie interessieren sich für eine Photovoltaik-Anlage mit der Sie auch heizen können? Lesen Sie mehr über Wärmepumpen und andere Möglichkeiten mit Strom zu heizen.

Kosten einer Solarthermie

Die Kosten für die Anschaffung einer Solarthermie hängen stark vom Hersteller und Ihrem Haus ab. Je nachdem ob es sich um ein Flachdach oder ein Schrägdach handelt, welche Leitungen in Ihrem Haus schon vorhanden sind und wie groß die Kollektorflächen und der Wärmespeicher sein sollen, variiert der Preis.

Sparschwein, Wärme, Geld

Bis zu 600€ können Sie jährlich an Heizkosten sparen!

So können Sie beispielsweise bei einer Kollektorfläche von 15 Quadratmeter und 1.000 Liter Solarspeicher etwa mit 12.000€ Kosten rechnen. Damit liegen Sie jedoch schon im oberen Preis-Bereich für Solarthermien! In laufender Folge kostet Ihnen die Solaranlage übrigens fast nichts mehr. Sie sollten die Anlage natürlich regelmäßig warten lassen und im Idealfall eine Versicherung abschließen. Mit beidem zusammen kommen Sie auf lediglich etwa 120€ Kosten pro Jahr.

Wie viel Sie an Heizkosten sparen hängt natürlich sehr stark von Ihrem Heizverhalten und der größere Ihres Hauses und des Kollektors ab. Im Durschnitt kann man aber von einer Ersparnis von etwa 600€ pro Jahr rechnen. Damit hätte sich dir durchschnittliche Solarthermie nach etwa 11 bis 15 Jahren amortisiert!

Einspeisetarife für Solarthermien Die Wärme aus der Solarthermie ist grundsätzlich nur für den Eigengebrauch bestimmt. Es gibt daher keine Einspeisetarife für Solarthermien, sonder lediglich für Photovoltaik-Anlagen!

Förderungen

Für den Bau von Solarthermien gibt es sowohl österreichweite als auch regionale Förderungen. Dabei können Sie schon bei der Anschaffung Ihrer Solaranlage sparen, oder sich im Nachhinein einen Teil Ihrer Ausgaben zurück holen!

  • Österreichweite Förderungen
  • Förderprogramm des Klima- und Energiefonds 2017: Hier werden thermische Solaranlagen mit bis zu 700€ gefördert.
  • Solarhausprogramm des Klima- und Energiefonds 2017: Bis zu 50% Zuschuss zu den Investitionskosten
  • Sanierungsscheck für Private 2017: Förderung im Rahmen von Mustersanierungen mit bis zu 30% der Investitionskosten
  • Absetzbarkeit von Solarwärmeanlagen im Lohnsteuerausgleich: Der nachträgliche Einbau von Solaranlagen kann als Sonderausgabe zur Wohnraumsanierung von der Steuer abgesetzt werden!

Neben diesen bundesweiten Förderungen gibt es in jedem Bundesland noch weitere Förderungen für Solarthermien. Die Höhe der Förderungen hängt dabei meist vor allem von zwei Faktoren ab:  Die Größe der Kollektorfläche und  Wie viel% Ihres Heizwärmebedarfs die Solarthermie deckt.

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