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Smart Meter ablehnen in Österreich 2019: Geht das?

Ein Smart Meter kann auch ein Vorteil sein. Mit speziellen Smart Meter Tarifen ist Ihr Strompreis in der Nacht günstiger. Unter 0720 1166 39 können Sie sich informieren und Tarife vergleichen. Service von Selectra Österreich, Montag bis Freitag (werktags), von 8 bis 19 Uhr, zum Ortstarif.

Smart Meter, also intelligente Stromzähler, sollen bis Ende 2019 in ganz Österreich Pflicht werden. Mindestens 95 Prozent der Haushalte sollen den elektronischen Stromzähler erhalten, so schreibt es das Gesetz vor. Wer seinen alten, analogen Ferraris-Zähler behalten möchte, kann sich von der Umstellung zum Smart Meter abmelden („Opt Out“) - das Smart Meter also ablehnen.


Was muss ich beim Ablehnen eines Smart Meter beachten?

Das Abmelden eines Smartmeters gestaltet sich als schwierig. Ein generelles Widerspruchsrecht existiert nämlich nicht. Folgende Dinge sollte man beachten:

  • Smart Meter, die vor 2010 verbaut wurden, sind von der Regelung ausgenommen. Das betrifft jedoch nur die wenigsten Haushalte.
  • Ihr Netzbetreiber ist nicht verpflichtet, die Abmeldung vom Smart Meter anzunehmen. Grundsätzlich muss eine Abdeckung von 95 Prozent erfüllt werden.
  • Sollten sich weniger als 5 Prozent der Haushalte vom Smart Meter abmelden, wird auch Ihre Abmeldung berücksichtigt.
  • Sollten mehr als 5 Prozent der Kunden den Smart Meter ablehnen, ist nach dem Gesetz nicht klar, ob weitere Abmeldungen abgenommen werden.

Der Gesetzestext formuliert das Opt-Out, also das Abmelden vom Smartmeter, schwammig:

Im Rahmen der durch die Verordnung bestimmten Vorgaben für die Installation intelligenter Messgeräte hat der Netzbetreiber den Wunsch eines Endverbrauchers, kein intelligentes Messgerät zu erhalten, zu berücksichtigen. (§83 Abs. 1 ElWOG 2010).

Ihr Netzbetreiber muss Sie vor der Installation des Smart Meters darüber informieren. Im Zuge dieser Information können Sie Ihren Wunsch auf Ablehnung bekanntgeben. Falls Sie die Abmeldung bereits beantragt haben, müssen Sie das Opt-Out dennoch erneut beantragen.

Wie kann ich meinen Smart Meter abmelden?

Wenden Sie sich an Ihren Stromnetzbetreiber und geben Sie bekannt, sich vom Smartmeter abmelden zu wollen. Einen entsprechenden Musterbrief stellt zum Beispiel die Arbeiterkammer zur Verfügung.
ACHTUNG!: Ihr Stromlieferant ist nicht Ihr Netzbetreiber. Hier finden Sie Ihren Netzbetreiber: Netzbetreiber in Österreich

Was passiert, wenn ich meinen Smart Meter abmelde?

Generell können sich Stromkunden nicht gegen die Installation eines digitalen Stromzählers entscheiden. Lediglich die Funktionen des Smart Meters können abgemeldet werden. Digitale Stromzähler übermitteln nur einmal im Jahr den Stromverbrauch, während Smart Meter alle 15 Minuten den Verbrauch übermitteln.
Bereits verbaute Smart Meter werden bei einer Abmeldung deaktiviert. Auch eine Fernausschaltung ist möglich. Der Smart Meter kann auf Wunsch natürlich jederzeit wieder aktiviert werden.

Die Wiener Netze, der Betreiber von Wien Energie, starten ab Mitte 2018 Smart Meter zu installieren. In Wien soll bis zum Jahr 2020 eine Abdeckung von 80 Prozent erreicht werden. Andere Netzbetreiber wie die Energie AG Oberösterreich haben bereits mit dem Einbau der Smart Meter begonnen. Österreichweit wird nach Gesetz bis Ende 2019 eine Abdeckung von mindesten 95 Prozent angestrebt.

Wieso sollte ich meinen Smart Meter abmelden?

Gegen ein Smart Meter sprechen:

  • Die Lebenszeit der Smartzähler ist im Vergleich zu herkömmlichen Zählern oder Ferraris-Zählern wesentlich kürzer. Die Lebensdauer eines modernen Gerätes liegt bei rund 10 Jahren. Ferraris-Zähler halten 50 bis 60 Jahre.
  • Gerade in der Anfangsphase kann es bei Smart Metern zu größeren Abweichungen kommen. Lassen Sie daher bei Verdacht die den Zähler von Ihrem Netzbetreiber überprüfen.
  • Als technisches Gerät mit einer Datenverbindung lassen sich Smartzähler theoretisch hacken. So ließe sich etwa der Strom abschalten, Zähler manipulieren oder sich durch die smarten Zähler Zugriff auf das gesamte Netzwerk des Hauses verschaffen.
  • Datenschutz ist ein wichtiges Thema in der Smart Meter-Debatte. Durch die Geräte können Energieunternehmen nachvollziehen, wer wann wie viel Strom benötigt. Das scheint zunächst nicht besorgniserregend: Aus den Daten lassen sich aber manche Details aus dem Tagesablauf herauslesen.

Wieso sollte ich meinen Smart Meter nicht abmelden?

Auf der anderen Seite stehen Argumente, die für ein Smart Meter sprechen:

  • Ein Smart Meter zeichnet den Verbrauch alle 15 Minuten auf und meldet ihn automatisch. Dadurch entfällt die jährliche Ablesung des Stromzählers.
  • Durch Smart Meter sind weitere Tarifmodelle möglich, etwa die Kopplung des Energiepreises an den Börsenpreis. Sinkt oder fällt dieser, gibt es der Smart Meter an den Endverbraucher weiter - Zumindest, wenn Sie einen solchen Tarif anmelden möchten.
  • Auch Energieanbieter können ihren Strom bei Überflusszeiten günstiger abgeben. Auch in der Nacht kann der Strompreis generell günstiger angeboten, da das Netz nur sehr wenig ausgelastet ist. Solche Nachtstromangebote sind durch Smartzähler einfach zu realisieren.
  • Energieversorger könnten ihre Prognosen genauer gestalten und Schätzungen zum Stromverbrauch abgeben. So könne man etwa Speichersysteme effizienter nutzen, deren Kosten wiederum die Kunden tragen.
  • Beim Einzug kann der Strom schnell und einfach vom Netzbetreiber aktiviert werden. Mitarbeiter vor Ort und lästige Terminvereinbarungen entfallen.
  • Die Stromrechnung wird transparent und nachvollziehbar.
  • Sie erhalten mehr Kontrolle über Ihren Stromverbrauch: Ein intelligenter Stromzähler misst Ihren Stromverbrauch nahezu in Echtzeit mit - Wenn Sie wissen wollen, wie viel Strom Sie mit der Nutzung eines bestimmten Geräts verwenden, müssen Sie nur nachschauen.
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