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Tiefpunkt beim Strompreis: Vorstände der E-Control im Interview

Was erwartet Energie-Kundinnen und Kunden im Jahr 2017 in Österreich? Die Vorstände der E-Control, DI Andreas Eigenbauer und Dr. Wolfgang Urbantschitsch im Interview mit Selectra Österreich über die Strompreisentwicklung, die gemeinsame Strompreiszone mit Deutschland, Smart Meter und andere wichtige Fragen zum Thema Energie.

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Selectra: Wie hoch ist die Bereitschaft für einen Wechsel des Strom- und Gasanbieters in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern in Europa? Wie erklären Sie sich die Platzierung im Vergleich?

Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der E-Control: „Bei den Wechselraten der Haushalte liegt Österreich im EU-Vergleich im unteren Mittelfeld. In den Nachbarländern Deutschland oder Tschechien wechseln die Haushalte etwa häufiger ihren Energielieferanten als in Österreich.“

„Am österreichischen Strom- und Gasmarkt gab es lange Zeit wenig Bewegung, das änderte sich erst in den letzten Jahren, wo der Wettbewerb stark zugenommen hat. Seither sind die Wechselraten im Vergleich zu früheren Jahren weit höher.“

Selectra: Wird der Preis pro Kilowattstunde für Privathaushalte durch den gestiegenen Österreichischen Strompreisindex 2017 durchschnittlich teurer? Wird dieser Trend anhalten?

E-Control Vorstand Urbantschitsch

Laut Dr. Urbantschitsch wird der Strompreis für Privatkundinnen und Kunden wohl nicht weiter sinken.

Urbantschitsch: „Beim Haushaltsstrompreis ist aus unserer Sicht ein Tiefpunkt erreicht, von dem aus es wohl nicht noch billiger werden kann. Es ist daher mit steigendenden Preisen für die Stromlieferung zu rechnen. Die reine Stromlieferung macht etwa ein Drittel der gesamten Stromrechnung eines Haushalts aus. Der Rest entfällt auf Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben.“

„Wie sich der Börsenstrompreis in den kommenden Jahren entwickeln wird, ist schwer vorherzusagen. Wir gehen davon aus, dass die Strompreise mittelfristig, das heißt bis 2020 stabil bleiben werden.“

Aus welchen Teilen die Stromrechnung eines Haushalts besteht, sehen Sie hier

Selectra: Die gemeinsame Strompreiszone mit Deutschland soll aufgehoben werden, die E-Control hält dagegen. Welche Maßnahmen werden Sie 2017 ergreifen, damit Österreich auch langfristig günstigen Strom beziehen kann.

E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer: „Die E-Control hat rechtliche Mittel gesetzt, um die gemeinsame Strompreiszone mit Deutschland zu erhalten und etwa zuletzt eine Beschwerde eingebracht gegen die Entscheidung von europäischen Regulierungsagentur ACER, die eine Trennung der gemeinsamen Strompreiszone befürwortet hat. Gleichzeitig setzen wir auf Gespräche mit Deutschland, um noch eine Einigung zu erzielen.

Eine Trennung des Strommarktes wäre ein falscher Schritt, der weder erforderlich noch gerechtfertigt ist. Eine Trennung widerspricht eindeutig dem Ziel eines stärker integrierten EU-Energiebinnenmarktes.“

Selectra: Was halten Sie von den Bedenken zum Thema Datenschutz und Smart Meter? Wird eine einheitliche Opt-Out Regelung für Smart Meter kommen?

E-Control Vorstand Eigenbauer

Laut DI Eigenbauer werden Netzbetreiber auch in Zukunft für Datensicherheit sorgen

 

Eigenbauer: Die durch Smart Meter erhobenen Kundendaten unterliegen wie alle anderen Daten den strengen österreichischen Datenschutzbestimmungen. Die Netzbetreiber sind es gewohnt mit sensiblen Daten sorgsam umzugehen, wir sind daher davon überzeugt, dass die Daten auch hier sicher sein werden.“

 

Zur Opt-out-Regelung:
Die Netzbetreiber sind verpflichtet, bis Ende 2019 jedenfalls 95 % aller Endverbraucher mit intelligenten Messgeräten (Smart Meter) auszustatten. Ein dezidiertes, generelles Widerspruchsrecht gegen den Einbau von Smart Meter für alle Kunden existiert nicht. Die Entscheidung, wer einen Smart Meter erhält, obliegt grundsätzlich dem jeweiligen Netzbetreiber.

Selectra: Welchen Energiespartipp würden Sie den Leserinnen und Lesern noch mitgeben?

Eigenbauer: „Gerade in der kalten Jahreszeit kann man beim Heizen am meisten sparen. Ein Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch, der die Raumtemperatur etwa von 23 auf 21 Grad senkt, spart alleine durch diese einfache Maßnahme rund 100 Euro im Jahr."

"Auch das richtige Lüften ist wichtig: Nicht stundenlang das Fenster gekippt lassen, sondern Stoßlüften, also einmal gezielt die Fenster für einige Minuten richtig öffnen und dann wieder schließen.“

Weitere Energiespartipps: https://www.e-control.at/konsumenten/energie-sparen/energiespartipps/wae...

Selectra Österreich dankt den E-Control Vorständen Dr. Urbantschitsch und DI Eigenbauer recht herzlich für das Interview und die aufschlussreichen Erläuterungen.

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